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Aufgebäumt

Aufgebäumt:

„Ob der Baum im Innern wettert?”, 

frag’ ich in der Winterzeit. 

„Denn der Sturm hat ihn entblättert. 

Wo ist denn sein Sommerkleid?

In dem Frühling gab er Blüten 

und nach Wochen reife Frucht.

Doch dann kam des Windes Wüten, 

das Entlauben auch mit Wucht.“

 

„Nein, ich bin nicht aufgelöst 

und schon gar nicht durch den Wind.

Hat der Herbst mich auch entblößt — 

etwas Neues schon beginnt. 

Jede Wurzel tief im Boden 

nährt das Leben in mir drin.

Und die Krone zeigt nach oben; 

ich streck’ mich zum Himmel hin. 

 

Bald siehst du es an den Trieben

Sommer wohnt in meinem Stamm.

Damit kenn’ ich kein Betrüben; 

auf die Weitsicht kommt es an!“

Das erwiderte der Baum, 

als ich damals mit ihm sprach.  

Diese Worte gaben Raum,

gingen mir noch lange nach.

 

Auch mich umfängt der Winter.

Doch der Wind wird sich bald dreh’n. 

Denn der Frühling steckt dahinter; 

und ich werd’ den Sommer seh’n. 

In mir brodelt auch das Leben; 

ich hab’ Wurzeln tief und fest,

will mich nur dem Licht hingeben, 

weil das Spuren hinterlässt!

Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was andere Menschen eventuell anspricht. Und wenn Sie, meine liebe Leserin und mein lieber Leser, das Geschriebene dann auch noch im Herzen berühren sollte, freut es mich natürlich um so mehr! „Aufgebäumt“ sind Gedanken über Gottes Liebe im Leid . Aber lesen Sie es selbst … Ich habe schon sehr früh angefangen, Worte zu reimen. Der erste Vierzeiler entstand so etwa mit acht Jahren. Aber — es hat sich mein ganzes Leben durchzogen. Und heute schreibe ich nicht nur, weil es mir auf das Herz gelegt wurde; ich selbst verarbeite in meinen Texten, was ich erlebe und was ich irgendwie in Worte fassen muss, damit es aus meinem Kopf und meinem Herzen kommt. Schon sehr oft wurde ich gefragt, wie lange ich an einem Gedicht arbeite: Nun, ich schreibe nur, wenn ich den Eindruck habe, dass mich die himmlische Muse geküsst hat. Meistens schwirrt dann eine Anfangszeile durch meine Seele. Und wenn ich jene kenne, ist das Gedicht in der Regel nach ungefähr zehn Minuten bereits fertig. Das ist ein besonderes Geschenk, das der allmächtige Gott mir gegeben hat und welches ich gern weitergebe möchte — auf dieser Homepage. Wenn Ihnen meine Gedichte — und speziell „Aufgebäumt“ — gefallen sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie unten auf der Seite „Über mich“ einen Kommentar hinterlassen oder auf meine vielen Werke verweisen. Vielen herzlichen Dank dafür — im Voraus! Ihre Jana Schumacher. Autorin aus Rostock.

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Ich bin eine Autorin aus Rostock und schreibe feste: christliche Gedichte, Geschichten, Andachten, Wortspiele, Sprüche ... und Bücher. Ich liebe das Meer. Und ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir schenkt!