Bibel-Gedichte 

Das wundersame Wort

Das wundersame Wort

„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rechnet sich große Dinge zu.“ (Jakobus 3,5)

Es ist eine große Gabe — 

mit viel Potential und Macht,

die ich da bekommen habe, 

ob gesprochen, ob gedacht. 

 

In Minuten und Sekunden 

vermag es, mich zu inspirieren. 

Es kann heilen und verwunden,

 kann trösten oder degradieren.

 

Tag für Tag, mitunter stündlich, 

begleitet es mich auf der Reise. 

Und so überleg’ ich gründlich, 

benutze es gewählt und weise.

 

Ich möchte, dass es Brücken baut —

 von Mensch zu Mensch, hier und dort.

Es ist mir fremd und doch vertraut: 

das wundersame, gute Wort!

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Ergreifend von Gott ergriffen

Ergreifend von Gott ergriffen christliche Gedichte über das Leben

„Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Philipper 3,12-14)

Ich hab´s noch nicht begriffen;

es ist fast wie ein Traum.

Doch bin ich jetzt ergriffen:

Ich darf dir, Gott, vertrau´n.

Du bist mein Licht, mein Leben,

die Hoffnung und das Ziel.

Du hast mir Halt gegeben,

nachdem ich so tief fiel.

Ich lief in deine Arme.

Sie waren ausgestreckt.

Ich spürte dein Erbarmen,

hab´ Liebe erst entdeckt.

Seitdem blick´ ich nur vorwärts,

ergreife deine Hand

und liebe so dein Vaterherz.

Es ist mir zugewandt

und lässt mich ganz vergessen,

was früher einmal war:

die Not und das Vermessen,

das Unrecht auch sogar.

Ich will nur auf dich sehen,

gestalten deine Welt

und deine Wege gehen,

weil uns das so gefällt.

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Gut durchgeführt

Gut durchgeführt

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ (Psalm 23)

Du bist mein wunderbarer Hirte,

der mich bis hierher gnädig führte –

auf die saftig grüne Aue,

weil ich dich liebe, dir vertraue.

Doch auch im dunklen, tiefen Tal

– wo ich erleide manche Qual –

lässt du mich wirklich nicht im Stich.

Du bist mir nahe, tröstest mich.

Mein Leben lang gibst du Geleit,

und das gibt mir Geborgenheit!

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Das Weizenkorn

Das Weizenkorn

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Johannes 12,24)

 

Ein kleines, junges Weizenkorn 

beginnt vor Angst zu zittern; 

es ist enttäuscht und voller Zorn

und will nun schier verbittern.

Der Gärtner hat ihm kundgetan: 

„Du sollst vergraben werden! 

Damit mehr Leben wachsen kann, 

musst du nun einmal sterben!“

 

Das Weizenkorn versteht das nicht; 

es fühlt sich wie beschrieben. 

Es liebt sein Dasein, liebt das Licht, 

will nicht im Dunkeln liegen.

Der Gärtner nimmt es in die Hand 

und streichelt es bewogen.

Dann setzt er es ganz eklatant, 

behutsam in den Boden.

 

  Da ist es nun — das starke Korn 

bereit, sich hinzugeben. 

Und daraufhin wächst es enorm 

dem neuen Sein entgegen.  

Der Gärtner hat das kommen sehn;

so geht es einem jeden …

Wenn ich verlier’, kann ich noch säen:

Ich sterbe mich zum Leben!

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Gottes Zu-Ruf der Liebe

Gottes Zu-Ruf der Liebe

„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (Jeremia 31,3)

Bevor ich diese Erde schuf,

erging an dich mein leiser Ruf.

Ich liebe dich – von Anfang an -,

und das … dein ganzes Leben lang.

Nun hoffe ich, dass du mich hörst,

mir deine Liebe nicht verwehrst.

Ich möchte dir die Fülle geben 

und eng mit dir zusammenleben…

Ich lade dich von Herzen ein,

mein Freund, mein Kind, das Licht zu sein!

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Barmherzig - Warmherzig

christliche Gedichte über das Leben

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

Herr, du bist mir nachgegangen, 

als ich mich verlaufen hab’, 

hast mit mir neu angefangen, 

als es nichts zu hoffen gab.

 

In Liebe hast du mich umarmt, 

obwohl du alles von mir weißt.

Selbstlos hast du dich erbarmt,

mich eingekleidet und gespeist.

 

Herr, du hast mich reich gesegnet. 

Nun bittest du mich warmherzig, 

dass ich Menschen so begegne:

„Beschenke auch! Sei barmherzig!“

 

Weil du täglich an mich denkst,

seh’ ich nun zum Nächsten hin.

Was er braucht, das weißt du längst.

Im Schenken liegt mein Lebenssinn.

 

Was ich hab’, geb’ ich nun weiter,

denn alles kommt, mein Gott, von dir.   

Und so werde ich selbst heiter, 

bleibe reich! Hab’ Dank dafür!

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Lebenslänglich

Lebenslänglich

„Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Psalm 31,16)

In Gottes Hand steht meine Zeit!

Und das gibt mir Gelassenheit.

Er kennt den Anfang – und den Schluss,

wenn ich hier Abschied nehmen muss. 

Doch bis mein Ende kommt – im Leben,

habe ich noch viel zu geben:

Ich will Apfelbäume pflanzen 

und jeden Tag mit Frohsinn tanzen!

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Unverblümt

Unverblümt

„Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.“ (Matthäus 6,28-29)

Seht die Blumen auf dem Felde…-

Was ist das doch für ein Gemälde!

In ihrer großen Farbenpracht

sind sie nur für Euch gemacht.

Auch schuf ich sie in vielen Arten

für die Wiese, für den Garten.

Sie können nicht weben, nicht spinnen,

produktiv auch nichts gewinnen.

Sie sind nur herrlich anzusehen

und müssen auch schon bald vergehen.

 

Blumen hab’ ich schon sehr gern,

doch Ihr seid mein Augenstern,

erwählt, gekrönt, mein größtes Glück!

Euch habe ich noch mehr im Blick.

In mir seid ihr rundum geborgen.

Darum macht Euch keine Sorgen

um Kleidung, Trinken und das Essen.

Ich werde Euch doch nie vergessen!“

All das hat Jesus uns gesagt.

Und deshalb sind wir unverzagt.

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Sorgen erleben

Sorgen erleben

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

und raubt dir eine Menge Kraft.

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

was dich herumtreibt, was dich schafft.

Er kann wirklich für dich sorgen,

denn er hat den Überblick.

Um dein Gestern, Heute, Morgen

kümmert er sich recht – geschickt!

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Jenny und der Silberpenny

Jenny und der Silberpenny

„Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“ (Lukas 15,8-10)

Eine Frau — ich nenn’ sie Jenny — 

verliert einst einen Silberpenny.

Sie ist auf jenen angewiesen; 

demzufolge sucht sie diesen — 

im ganzen Haus, in allen Ecken.

Wo kann er sich denn nur verstecken?

Vom großen Keller bis zum Dach 

sieht Jenny gründlich, panisch nach.

 

Es geht noch lange … über Stunden, 

bis sie das Geldstück dann gefunden. 

Sie jubelt laut und singt Loblieder: 

„Ich habe meinen Penny wieder 

und muss nicht wegen ihm verhungern 

oder auf der Straße lungern.

Was ist das für ein großer Segen,
den der Schöpfer mir gegeben!“

 

Dann lädt sie ihre Freunde ein; 

mit Jenny dürfen sie sich freu’n.

„Wie unbemerkt man doch vergisst, 

dass manche Sache kostbar ist, 

wenn man voller Schrecken spürt, 

dass man sie vielleicht verliert!“, 

spricht Jenny auf dem schönen Fest, 

als jeder Gast ihr Haus verlässt. 

 

~ ~ ~

 

Die Geschichte von der „Jenny“ 

und dem verlornen Silberpenny 

hat der Eine einst erwähnt

der sich nach den Menschen sehnt, 

die das große Etwas suchen,
den Glauben noch als Ulk verbuchen, 

die die Trennung lieber wählen,

sich seiner Liebe selbst bestehlen. 

 

Er will sie nicht mehr vermissen, 

in die Arme jeden schließen  

und ihnen beide Hände reichen,

nicht von ihrer Seite weichen, 

ihnen Angst und Zweifel nehmen, 

und sie dann auch oft verwöhnen, 

indem er eine Party gibt, 

weil er sie unendlich liebt!

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Beflügelt

Beflügelt

„Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. (Psalm 91,11-12)

Ich weiß, wie mein Engel flitzt,

mich umgibt und mich beschützt –

in jeder Nacht, an allen Tagen,

denn Gott hat es ihm aufgetragen,

weil ihm mein Leben wertvoll ist,

sodass er mich niemals vergisst!

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Aus der Vogelperspektive

Aus der Vogelperspektive

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?“ (Matthäus 6,25-27)

Weil ich heut einmal gar nichts tu’,

schau’ ich den schlauen Vöglein zu,

wie sie mir große Freude bringen –

mit ihrem Leben, ihrem Singen,

obwohl sie erstmal gar nicht wissen,

wo sie Futter suchen müssen.

Sie trauen Gott wohl unbekümmert,

weil er sich stetig um sie kümmert,

und ihnen, was sie brauchen, schenkt –

Tag für Tag gern an sie denkt.

 

Ich überlege, komm’ zum Schluss,

dass ich mich nicht so sorgen muss –

um Kleidung, Trinken und das Essen:

Mein Gott wird mich ja nicht vergessen.

Wenn er die Tiere so verpflegt –

wie wird der Mensch dann erst umhegt,

dem er ja noch mehr Würde gibt,

den er – als Ebenbild – sehr liebt!

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Liebe für Gott - Lebe für Gott

Liebe für Gott - Lebe für Gott

„Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde.“ (Johannes 15,13-14)

Du und ich – wir sind verschieden:

Du bist groß, und ich bin klein.

Dennoch hast du dich entschieden,

mein Bruder und mein Freund zu sein.

Dafür möchte ich dich preisen,

will dich lieben – immerdar,

im Leben stets auf dich verweisen.

Denn du bist so wunderbar!

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Gott gibt mee(h)r

Gott gibt mee(h)r

„Und alsbald drängte Jesus die Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm ans andere Ufer zu fahren, bis er das Volk gehen ließe. 23 Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er auf einen Berg, um für sich zu sein und zu beten. Und am Abend war er dort allein. 24 Das Boot aber war schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind stand ihm entgegen. 25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. 26 Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht. 27 Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht! 28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. 29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. 30 Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! 31 Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? 32 Und sie stiegen in das Boot und der Wind legte sich. 33 Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!“ (Matthäus 14,22-33)

Du schickst mich auf das weite Meer,

wo mich bestürmt das Unbehagen,

weil ich spür‘, dass ringsumher

meine Füße kaum noch tragen.

Ich bin von Wellen hier umgeben.

Auch der Wind bläst ins Gesicht.

Ich fürchte mächtig um mein Leben,

und es sinkt die Zuversicht.

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

kann ich mich auf dich verlassen.

Da bist auch du, mein treuer Herr.

Ich will deine Hand erfassen,

die mich hält und weiterbringt.

Im Glauben darf ich auf dich sehen,

weil das Wagnis auch gelingt:

Ich kann – mit dir – auf Wellen gehen!

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Heißkalt

Heißkalt

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jesaja 42,3)

Du warst so heiß auf’s Abenteuer.

In dir brannte das große Feuer, 

von der Flamme zu erzählen, 

sie aufs Wärmste zu empfehlen.

Doch — es ließ die Herzen kalt; 

der Funke ist nur abgeprallt.

Du spürst, wie du so richtig schwitzt,

weil du jetzt in der Asche sitzt.

 

Doch steckt in dir die kleine Glut,

und das ist heißersehnt und gut.

Der Gottesfunke lebt in dir, 

und er vereist auch niemals hier. 

Dein Herz wird ja mit warmer Macht 

und heißer Liebe neu entfacht.

Der kleine Docht, das wird verkündet,

wird immer wieder angezündet.