Sie schrie stumm nach Hilfe

Als ich vor ungefähr acht Jahren meine „alte“ Gemeinde verließ, wusste ich noch nicht, dass ich eine Art Heimweg antreten würde. Ich ging ohne jede  Ahnung los und landete in der Kirche hier in meinem Wohngebiet, in der ich ein Zuhause fand, weil ich so angenommen wurde, wie ich war. Dabei begegnete ich Menschen, mit denen ich sehr bald ins Gespräch kam. Wir vertrauten uns; wir vertrauten uns vieles an, sodass wir einander Wegbegleiter wurden. Unterdessen sah ich jedoch eine Person auch immer allein sitzen. Sie…

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Mosaikbilder

Dieses Jahr konnte ich in der Urlaubszeit nicht wegfahren — jedenfalls nicht an einen anderen Ort. Aber dafür kamen meine Freunde und ich auf die glorreiche Idee, Tagesausflüge zu machen. Dabei zogen uns kleine und große Kirchen magisch an. Es faszinierte uns, in den alten Gemäuern vor allem die Mosaikbilder genauer zu betrachten, die sich in den Fenstern, auf den Böden, an den Decken oder Wänden befanden. Liebevoll und in meist jahrelanger, mühsamer Arbeit wurden sie aus vielen kleinen, farbigen Steinen zusammengesetzt.  Meine Freunde und ich…

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Erfüllt von starker Schwäche

Ich war erfüllt von starker Schwäche — im Jahr 2008. Mein Körper hatte irgendwie keiner Kraft mehr. Bei der geringsten Anstrengung spürte ich, wie meine Herz zu rasen begann. Ich geriet ganz schnell aus der Puste und musste mich öfter hinlegen als sonst. Müdigkeit übermannte mich. Und trotzdem bekam ich nachts kein Auge zu.  Natürlich ließ ich mich untersuchen. Meine Hausärztin überwies mich zum Neurologen, der allerdings sofort von einer Depression ausging, ohne sich ausführlich mit mir zu unterhalten. Und so verschrieb er mir dementsprechende Medikamente,…

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Kaum zu glauben

Kaum zu glauben: Aber die schönste Sache der Welt war es schon immer für mich, mit fragenden und suchenden Menschen über den christlichen Glauben ins Gespräch zu kommen. Satte 14 Jahre hatte ich in meiner ehemaligen Kirchgemeinde die ehrenwerte Aufgabe, zusammen mit dem Pastor einen Grundkurs des Glaubens zu leiten. Und währenddessen war es nicht nur wichtig, Sachverhalten aus der Bibel zu vermitteln, sondern auch zu erzählen, wie wir unsere persönliche Beziehung zu dem Schöpfer erlebten. Nicht selten kam es vor, dass gerade mir vereinzelte Personen…

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Schreibt euch selbst einmal einen Brief

Es war eine unbeschreiblich gute Erfahrung: Als sich im Jahre 1995 die Zeit auf der Bibelschule dem Ende neigte, ermutigten uns unsere Lehrer: „Schreibt euch selbst einmal einen Brief! Haltet darin fest, was ihr — hier in Berlin Wannsee — für euch erkannt habt, was ihr euch immer wieder einmal in Erinnerung rufen wollt, woraus ihr Lehren gezogen habt … Steckt das Blatt Papier in einen Kuvert, notiert die Adresse von eurem Zuhause darauf. Und — dann gebt uns die Schriftstücke. Nach ungefähr einem Jahr werden…

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Das Leben bietet uns einen riesigen Adventskalender

Stelle dir das einmal vor: Das Leben bietet uns einen riesigen Adventskalender an. Male es dir doch ruhig einmal vor deine inneren Augen. Und lasse es dir — vor allem — auf der Zunge zergehen, an jedem einzelnen Tag des Lebens einen Appetitanreger zu bekommen … Würde das nicht ein Leben „mit Biss“ sein — hier unten auf der Erde? Wäre das nicht himmlisch? Derzeit erleben wir ja die Sommermonate. Daher ist es vielleicht nicht zeitgemäß, wenn ich dieses Thema anschneide. Aber überlege doch einfach einmal…

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Einfach auf „Replay“ drücken

Wenn ich Lust und Laune habe, vertiefe ich mich an meinem Tablet in das Kartenspiel „FreeCell“. Dabei muss ich eigentlich nur abwechselnd rote oder schwarze Spielkarten der Reihenfolge nach sortieren und so anfangen, dass die vier Asse zuerst freigelegt werden, damit ich nach und nach an die Könige, an die Damen, an die Buben … und so weiter herankomme. Es gibt vier Hilfsflächen, in die ich bei Bedarf Karten vorübergehend ablegen kann, um sie dann an die richtige Stelle auf dem eigentlichen Spielfeld zu platzieren. Dabei…

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Wutdurchbrüche

Ich habe einem Bekannten vor einigen Monaten ganz beiläufig erzählt, dass ich auf meiner Homepage einer meiner Rubriken den Namen „Mut-Entbrannt“ gegeben habe. Und da er Psychologe von Beruf ist, ging er sofort davon aus: „Na, wenn du jetzt mutentbrannt bist, dann musst du auch schon öfters so richtig wutentbrannt gewesen sein!“ Ich glaube: Damals schaute ich ihn nur entgeistert an und dachte für mich ganz begeistert: „Ich möchte in meinem Leben — in der Tat — keine Wutdurchbrüche haben!“ Ehrlich gesagt: Mit der Wut hatte…

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Wie weit die Liebe geht

Wie weit die Liebe geht, erfuhr ich, als ich vor Jahren noch auf dem Weg zur Arbeit war. Jedes Mal durchquerte ich einen wundervollen Park, der — je nach Jahreszeit — seine Schönheit vor meinen Augen auftat. Im Frühling erfreute ich mich zum Beispiel an den Tulpen und Narzissen, die dort auf den angelegten Beeten ihre Pracht entfalteten. Im Sommer entdeckte ich große und kleine Menschen, die in dem Teich badeten und ihren Spaß hatten. Der Herbst entzückte mit seiner Farbenvielfalt an den Bäumen. Und der…

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Eine Weide für meine Augen

Endlich hatte ich wieder einmal einen freien Tag … ganz ohne Termine. Das kommt selten bei mir vor. Und genau darum genieße ich solche „Frei-Tage“ umso mehr. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auf — in „meinen“ Park. Hier kam ich immer zur Ruhe; hier konnte mich der Himmel erden. „Wie lange habe ich hier schon keinen Spaziergang mehr gemacht?“, überlegte ich. „Es muss vor der Weihnachtszeit und dem harten, kalten Winter gewesen sein — vor meiner Corona-Erkrankung und den langwierigen Nachwirkungen …“ Als ich…

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Merk-würdig

Ich war spät dran — an jenem frühen Tag. Geschwind setzte ich mich in meinen elektrischen Rollstuhl, um es noch rechtzeitig zu meinem Termin zu schaffen … Draußen war es ungemütlich. Es war windig — kalt und die dunklen Wolken am Himmel prophezeiten, dass es bald regnen wollte. Und dennoch: Die Menschen, die mir an diesem Morgen entgegenkamen, sahen so freundlich aus. Ihre Stimmung schien heiter zu sein — trotz des Wetters. Viele lächelten mich an; einige grüßten mich sogar. Ich fand das nicht nur bemerkenswert,…

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Mit der Sprache gut umgehen

Heute verrate ich dir eine der peinlichsten Situationen aus meinem Leben. (Wir sind ja so ganz unter uns!) Aber dazu muss ich weit ausholen, denn das Ereignis liegt jetzt schon fast 30 Jahre zurück. Damals ist der Himmel gerade in mein Herz gekommen. Und obwohl ich mir einbilde, dass ich mit der Sprache gut umgehen kann, habe ich manche Worte und Beschreibungen in meiner Gemeinde überhaupt nicht verstanden.  Also: Meine Freunde nahmen mich in die Gottesdienste immer mit. Doch — schon die alten Kirchenlieder, die oft…

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Sport ist dort

In meiner ehemaligen Praxis für Physiotherapie stand am Eingang ganz groß das Zitat von Leonardo da Vinci: „Alles Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben.“ Irgendwie hatte mich diese Weisheit immer inspiriert, obwohl die Fachmänner und -frauen nach diesem Motto bei mir nicht vorgingen. Gerade weil mich jeden Tag starke Schmerzen quälten, meinten sie es gut und schonten mich. Sie massierten mich jedes Mal und bewegten mich durch, ohne dass ich etwas dabei tun musste. Sport ist dort also nicht zu finden gewesen!  Dann wechselte ich die…

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Das Akku ist leer

Das Akku ist leer!  „Das Akku ist nicht nur leer, sondern auch kaputt!“, teilte mir die Sekretärin meiner Reha-Firma letzte Woche am Telefon mit, nachdem mein elektrischer Rollstuhl zur Durchsicht abgeholt worden war. „Unser Mitarbeiter baut jetzt zwei neue Batterien ein und bringt Ihnen das gute Stück wieder vorbei!“ Ich war dankbar und erwartete sehnsuchtsvoll meinen fahrbaren Untersatz für draußen. Wie viele Male hatte er mir bereits gute Dienste geleistet. Durch ihn konnte ich mich mit Freunden in Cafés treffen, Theaterbesuche wahrnehmen, einkaufen oder einfach nur…

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Die Zahnarztpraxis als heilige Stätte

Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, dass die Zahnarztpraxis als heilige Stätte dienen kann? Wenn du jetzt den Kopf schüttelst oder die Stirn runzelst, kann ich das gut nachvollziehen. Ich konnte es auch lange nicht glauben. Aber lass mich dir von meinen Erfahrungen erzählen …                                                                                …

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Mitten im Frühling

Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen die letzten Tage des Wonnemonats Mai an mir vorüber. Ich sehe aus dem Fenster und staune, wie die Bäume in voller Blüte stehen. Das saftige Grün an den Büschen und auf der Wiese tut meinen Augen wohl. Fröhlich zwitschern die Vögel ihre Lieder, wobei sie von der Sonne angestrahlt werden. Und die Menschen, die eilig oder bedächtig vorbeigehen, tragen T-Shirts und kurze Hosen. Ihnen scheint warm zu sein — mitten im Frühling.  Auf mich färben diese Frühlingsgefühle im Augenblick allerdings…

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Mächtig hilflos, kräftig schwach

Als mein Pastor mich neulich bat, für unsere Gemeindezeitung etwas zum Thema „Kraft“ zu schreiben, war mein erster Gedanke: „Oh, mein Gott! Ich kann doch im Moment selbst keine Berge versetzen, weil ich mich mächtig hilflos, kräftig schwach fühle. Und da soll ich auch noch etwas auf das Papier bringen, was andere Menschen stärkt?“                                                                …

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Die Tante mit dem Brot

Vor ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass ich aus meiner spannenden, aus meiner spannungsgeladenen Geschichte, die das Leben mit mir schreibt, einfach einmal herausgehen und von einer anderen Seite betrachten durfte. Ich wollte ganz entspannt die Gegenwart genießen. Geistesgegenwärtig fuhr ich also zu einem herrlichen Teich in meiner Wohngegend und fütterte in aller Seelenruhe die Enten, die mir vertrauensvoll um meine Füße watschelten und vor sich hin schnatterten … Ein paar Kinder beobachteten mich offenbar. Denn als ein dreister Schwan aus dem Wasser stieg,…

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Omama und Opapa

Omama und Opapa waren die besten — für mich! Als ich sie nach der Wende 1989 kennenlernte, war ich bereits 19 Jahre alt. Zum ersten Mal fuhr ich allein von Rostock nach Hamburg. Ich wollte wissen, wer und wie die Eltern meines Vaters waren, was sie dachten, fühlten — und machten. Bisher kannte ich sie nämlich nur vom Hörensagen.  Mir war schon ein wenig mulmig zumute, als ich das erste Mal vor ihrer Wohnung stand. „Würden sie mich denn überhaupt sehen wollen? Würden sie mich in…

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Es piepte leise, aber beständig

Ich lag im Vorgarten auf unserer Terrasse und badete in der Sonne, in der Ruhe, im Glück. Es war ein herrlicher Frühlingstag im März 2021 und es piepte leise, aber beständig … Nein, mein Handy wies mich auf keine neue Nachricht hin. Auch das Telefon im Wohnzimmer meldete sich nicht. Und sowohl der Fernseher als auch das Radio waren still. Die zarten Geräusche zogen meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich öffnete die Augen, hob den Kopf und schaute mich um. Es dauerte eine Weile, bis ich das…

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Heute Morgen

Heute Morgen hatte ich ein wenig Zeit für mich. Und so setzte ich mich in meinen Rollstuhl und fuhr wieder einmal an meine Lieblingsstelle. Beim Warnowufer in Rostock konnte ich im Grunde immer Kraft sammeln … für die Herausforderungen, die mich an diesem Tag erwarteten.  Da stand ich nun und sah in den wolkenlosen Himmel und auf das Wasser, das mich heute Morgen ganz ruhig begrüßte. Irgendwie bot mir das Bild, das mir hier vor Augen gemalt wurde, eine so wohltuende Stille an, dass ich recht…

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Das Wunder der Auferstehung

Das Wunder der Auferstehung — ich wusste bis vor einem Jahr noch nicht, dass ich das auch „durch die Blume“ erleben kann! Während der Karwoche 2020 kaufte meine Freundin nämlich einen Strauß Tulpen und dekorierte ihn hübsch auf unserem Esstisch. Wir strahlten wie ein Primelpott. Denn er brachte nicht nur Farbe in unsere Wohnung, sondern auch in unsere Herzen. Doch schon zwei Tage später wiesen zwei Stängel kleine Mängel auf: Sie ließen ihre Köpfe hängen! Meine Freundin war mindestens so geknickt darüber wie die Tulpen selbst.…

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Gesund geliebt

Ich hatte einmal einen Vogel — einen kleinen Wellensittich. Vor ungefähr 25 Jahren wurde er ganz verängstigt, total abgemagert und krank bei mir zu Hause eingeflogen. Damals hätte ich mir noch nicht vorstellen können, dass ich so viel Freude mit ihm haben würde, nachdem ich ihn gesund geliebt hatte!                                                                           …

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Mehr als die Summe deines Nichtkönnens

„Du bist mehr als die Summe deines Nichtkönnens!“ Sag doch mal: Wie wirkt diese Aussage auf dich -- so summa summarum? Es liegt nun tatsächlich schon 25 Jahre zurück, dass ich auf die Bibelschule ging - mit der Zusage im Gepäck, dass ich mit Gottes Hilfe und Wohlwollen stets rechnen konnte. Und so machte ich mich auf den Weg - voller Vorfreude … voller Wissensdurst, mehr über die Bibel zu erfahren … voller Hunger nach Leben.  Damals ging ich davon aus, dass die fremden Kursteilnehmer -…

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Das Leben ist kein Spaziergang

„Das Leben ist kein Spaziergang!“ Würdest du mit dieser Aussage mitgehen? Einen Spaziergang, bei dem wir ganz bedächtig durch einen Wald oder am Meer die Natur genießen … Atem holen … Zeit haben … Kraft schöpfen, machen wir ja normalerweise nicht alle Tage. Wir kommen meistens nur an den Wochenenden, an Frei-Tagen oder nach Feierabend dazu. Es ist eher gang und gäbe, dass wir am Rennen sind. Denn wir müssen die Wohnung, den Garten oder die Firma am Laufen halten. Wir gehen darin auf, uns für…

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Das Fest der Sinne

Ich entsinne mich noch gut: Es war eigentlich gar nicht in meinem Sinn, dass ich - durch meine Corona-Erkrankung und die notwendige Quarantäne - wochenlang das Bett und das Haus hüten musste. Wie sehr sehnte ich mich danach, wieder fit zu sein und ins Freie zu dürfen! Natürlich wünschte ich mir  - in meinem stillen Kämmerlein - das Fest der Sinne in der Natur wieder herbei. Dabei halfen mir jeden Morgen die kleinen, treuen Vögelchen auf den Bäumen vor meinem Schlafzimmer. Schon im Dunkeln kündigte mir…

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Geschafft!

Geschafft! Wir haben es geschafft; meine Freunde und ich waren stärker als die Corona-Viren. Nach fast drei Wochen Quarantäne dürfen wir wieder das Haus verlassen und unter das Volk gehen. Wir sind so froh und dankbar! Denn jetzt ist nur noch unser Lachen ansteckend! Allerdings sind wir auch noch sehr geschafft. Aus eigenem Erleben kann ich jetzt sagen, dass Corona noch viel mehr Begleiterscheinungen mit sich bringt als eine Grippe - auch nach der Isolation. Aber wir haben, ich habe das Schlimmste geschafft!      …

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Wie in einer Schneekugel

Kennst du Schneekugeln? Das sind die kleinen und größeren runden Glas- oder Kunststoffbälle, in denen in der Regel eine Landschaft, ein Schneemann oder ein Schiff hineingesetzt wurden. Und wenn man das Ding ordentlich schüttelt, wirbelt das Wasser - zusammen mit dem Kunstschnee - alles durcheinander. Gerade für unsere Kinder ist das immer wieder ein Schauspiel, wenn sie beobachten können, wie in einer Schneekugel der Inhalt idyllisch eingeschneit wird. Dieses Bild fällt mir ein, wenn ich an den kleinen Virus denke, der uns allen nunmehr genau seit…

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Mutentbrannt

Es war im zweiten sogenannten „Lockdown“ der Corona-Pandemie. Vielleicht sollte auch ich eher „Flockdown“ sagen, wie er sarkastisch oder scherzhaft bezeichnet wurde. Genauer gesagt: Als ich am Morgen des 16. Februar 2021 auf den Beinen beziehungsweise auf den Rädern war, fuhr ich zu unserem Wohnzimmerfenster und beäugte argwöhnisch die vielen Schneeflocken, die vom Himmel fielen. Und - ich war dabei keineswegs  „mutentbrannt“. Ehrlich gesagt: Die ersten beiden Monate im neuen Jahr waren mir schon immer suspekt. Es lag mir stets schwer auf dem Herzen, dass die…

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