Der Pausensnack

Es kam, wie es kommen musste: Die Zeit auf der Bibelschule ging zu Ende, und ich kehrte nach Rostock zurück. In meiner Heimatgemeinde begann zeitgleich, ein „neuer“ Pastor zu arbeiten. Volkmar Glöckner war und ist ein begnadeter Redner, dem ich gern zuhörte, wenn er predigte. Ehrlich gesagt: Manchmal achtete ich mehr auf seine Wortspielereien als auf den Inhalt der Verkündigung. „So möchte ich schreiben können…“, dachte ich insgeheim. Und so übte ich mich ganz langsam, die deutsche Sprache zu pointieren. 

   Nicht lange nach meiner Rückkehr fragte mich „mein neuer Hirte“, ob ich mit ihm zusammen einen Grundkurs des Glaubens aufbauen und anbieten würde. So könnten Menschen, die auf der Suche nach Gott wären, oft genug von ihm gefunden werden. Ich war hellauf begeistert. 

   An jeweils acht Montagabenden trafen wir uns mit verschiedensten Leuten, um mit ihnen „über Gott und seine Welt“ zu sprechen. Manchmal führten wir drei Kurse pro Jahr durch und besprachen mit ihnen solche Themen wie:

   „Wozu leben wir?“,

   „Was ist Glaube?“, 

   „Wer ist Gott-Vater?“, 

   „Was tat Jesus Christus?“, 

   „Wer ist der Heilige Geist?“, 

   „Was können wir hinter uns lassen?“, 
   „Worauf hoffen wir?“,

   „Wie werden wir Jünger?“.

   Für mich war es selbst bereichernd, mich mit fragenden und suchenden Menschen auszutauschen. Mein eigener Glaube veränderte sich. Er wuchs, sodass ich irgendwann immer mehr den Eindruck gewann, den KursteilnehmerInnen etwas anzubieten, wenn wir uns gerade nicht trafen und sie wieder auf sich gestellt waren. Etwas „für den kleinen Hunger zwischendurch“ musste entstehen. Also fing ich an, sieben Andachten zum Thema „Wozu lebe ich?“ zu schreiben. 

   Diejenige, die am meisten davon profitierte, war ich, weil ich mich noch intensiver mit der Materie beschäftigen durfte.

   Nach und nach nahm ich auch mir die anderen Themen vor. Doch – als ich die Hälfte zu Papier gebracht hatte, stellten Volkmar Glöckner und ich die Idee den Kursteilnehmern vor. Die Andachten vertieften ihren Glauben, sorgten für  intensiveren Gesprächsstoff während unserer Treffen und verdeutlichten den Einzelnen noch manches mehr. Mich ermutigte die Resonanz, weiter zu schreiben, sodass er eines Tages schwarz auf weiß vor uns lag: „Der Pausensnack“ – mein erstes Buch, welches ich im Selbstverlag drucken ließ und recht schnell vergriffen war!

Jana Schumacher

Ich bin Baujahr 1970 und lebe in Rostock - an der Ostsee... Ich liebe das Meer; und ich liebe das Mehr, das Jesus Christus mir mehr und mehr ins Herz gibt: Himmel im Herzen!
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