Fest-Gedichte 

Ein einzigartiges Ma(h)l

Ein einzigartiges Ma(h)l

Unser Retter und Befreier

lädt uns heute alle ein –

zu dieser wunderschönen Feier.

Er serviert uns Brot und Wein.

Alle dürfen schmecken, sehen,

wie er uns von Herzen liebt.

Auf der Zunge darf zergehen,

dass er jede Schuld vergibt.

 

Er lebte, um für uns zu sterben,

hat uns vom Tode auferweckt.

Wir dürfen seinen Reichtum erben,

der im Leben mit ihm steckt.

 

Wir denken an die Peitschenhiebe,

an das Blut, das große Leid.

Er fügte sich aus reiner Liebe.

Alle Wunden sind geheilt.

 

Er hat sich für uns hingegeben.

Unsere Herzen werden weit.

Wir wollen gerne für ihn leben

in dieser Zeit, in Ewigkeit!

 

So lasst uns feiern – hier im Saal –

mit Brot und Wein … das Abendmahl.

Wir dürfen alle daran denken:

Gott will sich darin selbst verschenken!

Für nichts war Jesus sich zu schade,

zeigt jetzt jedem seine Gnade.

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Gethsemane

Gethsemane

In einer tiefen Dimension 

erlebe ich, wie Gottes Sohn 

sich menschlich und verletzlich zeigt, 

sodass mein Herz nur staunend schweigt.

Er ist hier in Gethsemane, 

wo ich ihn voller Schmerzen seh’ – 

so mächtig hilflos, kräftig schwach.

Mir geht lang sein Erleben nach…

 

Es ist vor seinem letzten Gang… 

Nun wird er traurig. Ihm ist bang; 

er möchte nicht alleine sein. 

Doch – seine Freunde schlafen ein.
Er ist nun einsam und verlassen 

und leidet über alle Maßen.
Die Tränen fließen wie das Blut.

Noch fehlen ihm die Kraft, der Mut, 

„das Ja“ zu seinem Weg zu finden 

und seine Angst zu überwinden.

Er betet, kämpft; er schreit zu Gott; 

er ringt sich durch, bejaht den Tod. 

 

Sobald verlässt er jenen Garten 

– von Judas, seinem Freund, verraten…

Er wird verspottet und verhöhnt 

und was er fühlt, wird nicht verschönt.

Durch sein eigenes Ergehen 

kann er tröstend mich verstehen! 

„Der Mann der Schmerzen“ – spüre ich – 

lässt mich im Leiden nie im Stich.

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Sein Sterben

Sein Sterben

Es ist auf seinem letzten Gang. 

Vorbei ist längst der Lobgesang.

Nun warten auf den Gottes Sohn 

nur Schmerzen, Schläge, Spott und Hohn.

Er muss das schwere Kreuz nun tragen 

und wird daran sogar geschlagen.

Sein letztes Wort: „Es ist vollbracht!“, 

das klingt im Herzen mir noch nach…

 

Ich bin bewegt und auch ergriffen:

Der Vater hat nicht eingegriffen. 

Er lässt es zu, bricht sich das Herz, 

erduldet Not, den ganzen Schmerz, 

das eigne Kind nun zu verlieren, 

damit wir – seine Menschen – spüren, 

wie sehr er uns doch wirklich liebt

und dass er alles für uns gibt!

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Lebensfest

Lebensfest

Wenn’s draußen wieder wärmer ist,

der Krokus aus der Erde sprießt,

dann weiß ich voller Heiterkeit:

Das Osterfest ist nicht mehr weit.

 

Die Natur zeigt es mit Macht:

Sie ist vom Tode aufgewacht.

Und auch der Mensch ist aufgeweckt,

wenn er mit Staunen neu entdeckt,

dass Jesus stirbt und aufersteht, 

mit uns durch das Leben geht, 

uns niemals alleine lässt.

Er lädt uns ein zum Lebensfest!

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Ins Rollen kam der Stein

Ins Rollen kam der Stein

Ins Rollen kam der Stein;

er lag vor deinem Grab.

Man legte dich hinein, 

nachdem du für uns starbst.

 

Das Glauben und das Hoffen 

begruben wir mit dir.

Fast jeder war betroffen, 

verschloss nun Tor und Tür.

 

Man hatte nicht verstanden 

die alte Prophetie.

So bist du auferstanden

am Sonntag in der Früh. 

 

Die Frauen waren Zeugen; 

sie sahen dich zuerst 

und konnten nichts verschweigen.

Bewegt war jedes Herz. 

 

Die Menschen sagten weiter:

„Du wurdest auferweckt!“

Das machte viele heiter, 

weil darin Hoffnung steckt. 

 

Der Tod liegt nun im Sterben, 

verendet mit der Zeit. 

Das Leben hier auf Erden 

belebt in Ewigkeit.

 

Der Höchste hat die Türen 

zum Himmel aufgemacht. 

Nun dürfen wir erspüren — 

das Kommende … ganz sacht! 

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Begeistert

Begeistert

Die Kraft kommt von oben, 

bist du müde und schwach.

Nun siehe, da droben …

Der Geist macht dich wach.

 

Der Atem des Lebens 

strömt neu in dich ein.

Das ist nicht vergebens; 

du bist nie mehr allein. 

 

Der Geist will begeistern;

du startest jetzt neu,

kannst vieles hier meistern; 

denn er bleibt dir treu.

 

Du darfst dich bewegen; 

der Wind hat gedreht. 

Das wird dich beleben, 

weil er durch dich weht!

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Jesus erwarte ich bewusst

Jesus erwarte ich bewusst

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Dezember oder Januar —

Jesus ist doch immer da!

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Dezember oder Februar —

Gottes Wort ist ewig wahr!

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob im Dezember oder März — 

Licht und Kraft erfüllen mein Herz! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob Dezember oder April —

ich bin von Jesu Schutz umhüllt! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob im Dezember, ob im Mai —

Jesus sprengt Ketten, macht mich frei!

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob im Dezember oder Juni —

ich beug’ vor Jesus meine Knie! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob im Dezember oder Juli —

glaubhaft klingt meine Melodie! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Ob im Dezember oder August —

Jesus erwarte ich bewusst! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Dezember oder September — 

ich finde Halt beim Trostspender!

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Dezember oder Oktober —

ich dien’ der Schwester, dem Bruder! 

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

Dezember oder November — 

ich bin im Leid ein Überwinder!

 

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,

lebe ich immer im Advent:

An jedem Tag im Dezember —

Advent erfüllt den Kalender!

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Der Himmel kommt zur Erde

Der Himmel kommt zur Erde

Der Himmel kommt zur Erde, 

denn Gott schickt seinen Sohn, 

damit hier Frieden werde. 

Die Freude wächst nun schon. 

 

Vollkommen abgeschrieben 

erblickt das Licht der Welt 

in seiner großen Liebe 

für uns das Licht der Welt. 

 

Er gibt auf, was er bräuchte 

und kommt in Niedrigkeit.

Die Nacht will er erleuchten —

trotz jeder Widrigkeit. 

 

Mit Jesus kommt der Retter, 

der sich mir selbst nun schenkt. 

Der König wird zum Bettler, 

der sich hier ganz einschränkt.

 

Und fühl’ ich mich verloren, 

so öffne ich mein Herz.

Der Heiland wird geboren 

in meiner Angst, im Schmerz. 

 

Hier möchte er verweilen; 

das ist sein Herzenswunsch, 

will alles mit mir teilen:

Der große Gott wird Mensch! 

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Unterwegs

Unterwegs

Ohne jegliche Beschwerde

kamst du, Herr, auf die Erde.

Nichts war dir zu unbequem –

auch nicht der Stall in Bethlehem.

 

So hast du dich zu uns begeben:

In den Tod kommt nun das Leben.

Durch das Dunkel scheint das Licht.

In Trauer wächst jetzt Zuversicht!

 

Viele sollen das noch sehen:

Drum kann ich neue Wege gehen,

darf die Botschaft weitertragen …

zu den Menschen, die verzagen.

 

Der Horizont wird sich erweitern.

Und sollt‘ ich dabei stürzen, scheitern,

verlasse ich mich fest darauf:

Der Herr richtet doch stetig auf!

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Präsent

Präsent

Ich kann es immer noch nicht fassen: 

Mein Gott hat mich jetzt doch verlassen —

im großen Unheil, das mich traf  

und mich verletzt zu Boden warf.

Ich kann das alles nicht verstehen. 

Versprach er nicht, mit mir zu gehen? 

Damals hat er mich gefunden; 

ist er selber nun verschwunden? 

 

Ich lieg’ immer noch am Boden 

und schau’ verzweifelt nur nach oben, 

wodurch in mir erst spät aufblitzt,  

dass ich hier nicht alleine sitz’.

Mein Gott hat sich zu mir gesellt

er ist es, der die Hand jetzt hält, 

die Tränen vom Gesicht mir wischt 

und meine Seele neu erfrischt. 

 

Gott schwebt ja nicht auf Wolke sieben; 

er kommt zu mir — in seinem Lieben.
Er möchte sehnlichst bei mir sein 

und lässt mich wirklich nie allein.

Er macht sich selber zum Präsent, 

damit das Herzenslicht bald brennt.

Ein Funke ist jetzt schon entfacht:

Es leuchtet mir die heil’ge Nacht!

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Bis hierher hat er mich getragen

Bis hierher hat er mich getragen

In der Zeit zwischen den Jahren 

blick’ ich bedächtig nun zurück,

denke, wie die Tage waren …

teile ein in Pech und Glück.

Doch während ich so unterscheide, 

erkenne ich … total entspannt:

In aller Freude, allem Leide —

mein Leben liegt in Gottes Hand …

 

Ja, ich erspür‘ in diesen Tagen,

wie gütig, gnädig Gott doch war.

Bis hierher hat er mich getragen —

er führt mich gut ins neue Jahr!

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Das ganze Leben ist ein Fest

Das ganze Leben ist ein Fest

Das ganze Leben ist ein Fest, 

das täglich sich gern feiern lässt.

Denn sehe ich genauer hin, 

entdecke ich, wie reich ich bin.

Ein riesiges Geschenke-Meer 

kommt von oben zu mir her:

 

Morgens bin ich schon bewegt, 

dass mein Herz in mir noch schlägt — 

in meinem Bett. Warm zugedeckt 

hat Gott mich wieder aufgeweckt.

Ich hab’ ein Dach über dem Kopf, 

ein Tisch, ein Stuhl, den Suppentopf, 

die warme Dusche, Kaffeeduft, 

bei offnem Fenster frische Luft, 

vom Hausgenossen einen Kuss, 

weil er mich wohl sehr lieben muss. 

Zum Frühstück gibt es nun ein Ei,

und sonntags dann vielleicht auch zwei.

 

Nachdem ich satt bin — und gestärkt,

mache ich mich frisch ans Werk.

Ich bring’ mich ein — tu’, was ich kann, 

und das mit Sorgfalt, mit Elan.

Ich freue mich auf die Kollegen; 

die Pausen bieten an zum Reden.

Ich spreche dann auch ein Gebet

bevor es wieder heimwärts geht.

Ich leg’ mein Tun in Gottes Hände, 

betret’ — bewahrt — die eignen Wände 

und geb’ dem Partner einen Kuss, 

weil ich es will … nicht weil ich muss.

Ich lege meine Beine hoch, 

hab’ im Blick den feschen Koch, 

der ohne jegliches Gemecker 

etwas zaubert. Das wird lecker!

Ich nehm’ es wahr an dem Geruch 

und lenk’ mich ab — mit einem Buch

das zuvor die Seele nährt. 

Zu lesen, ist ja nie verkehrt.

 

Bald essen wir den großen Braten — 

mit verschiedenen Salaten.

Wir genießen und wir reden viel.

Zum Nachtisch gibt’s das Eis am Stil.

Am Abend gehen wir spazieren, 

damit wir auch die Weite spüren. 

Wir treffen unterwegs die Freunde 

aus der geliebten Gemeinde.

Wir suchen einen ruhigen Fleck —

im Gasthaus dort „Am kleinen Eck“.

Bei einem schönen Gläschen Wein 

gestehen wir uns vieles ein; 

wir tauschen aus, was uns bewegt, 

was stört, belastet, durch uns lebt.

Schlussendlich ziehen wir weiter,

sind gestärkt und auch gescheiter. 

 

Wir danken Gott für das Erleben, 

bevor wir uns zur Ruh’ begeben 

und stellen im Einschlafen fest:

Das ganze Leben ist ein Fest!