Gedanken
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Und manchmal genügt ein Gedanke, um eine neue Richtung zu fühlen!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Fair-Sammeln
Es ist Mittag — die Mitte des Tages.
Ich gönne mir eine Pause und halte inne.
Während ich mich ausstrecke, frage ich mich:
„Was habe ich bis zu diesem Zeitpunkt aufgesammelt?“
Da sind viele Stimmen, viele Eindrücke, viele Worte …
Ich entdecke Ansichten, Erwartungen, Spannungen …
Es gibt auch Enttäuschungen, Hoffnungen, Reize …
Ich sehe Schwierigkeiten, Wunder, Sorgen …
Was ich außen aufsammle, sammelt sich innen rasch an.
Ich überlege, woran ich das merke:
Es herrscht in mir Lärm, aber keine Klarheit.
Ich spüre Schwere, aber kein Gewicht.
Aus Angesammeltem kann ich manches wieder einsammeln.
Ich sortiere, ich erspüre, ich reflektiere,
was jetzt friedvoll, was gehaltvoll, was sinnvoll ist.
Ich wähle keineswegs das Nichtige, sondern das Richtige.
Ich sammle nicht nur ein; ich sammle mich wieder
und finde Ganzheit, Standhaftigkeit, Zufriedenheit.
In der Mittagshitze habe ich meine Mitte gefunden —
durch dich, in dir!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Ein Stück vom Glück
Wenn du einen Menschen hast,
der dich meint, der zu dir passt,
in jeder Lage zu dir steht —
egal, wie es dir wirklich geht,
dann bist du reich, denn das ist Glück;
du hast vom Himmel schon ein Stück!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Was für eine Abwechslung
Früher wollte ich unbedingt wohlhabend sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich durch seine Armut reich bin.
Früher wollte ich unbedingt berühmt sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich von ihm gesehen werde und angesehen bin.
Früher wollte ich unbedingt perfekt sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich — in ihm — vollkommen bin.
Früher wollte ich unbedingt beliebt sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich seit vorbehaltlos geliebt bin.
Früher wollte ich unbedingt gesund sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich durch seine Wunden heil bin.
Früher wollte ich unbedingt unabhängig sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich durch die Bindung an ihn frei bin.
Früher wollte ich unbedingt stark sein.
Doch Jesus Christus zeigte mir,
dass ich — in ihm — „mächtig schwach“ bin.
Was für eine Ver-Wechslung! Ich fühle mich wie ausgewechselt!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Mit einer himmlischen Struktur
trägt dein Erfinder die Gravur —
inmitten seiner großen Hand;
dein Name steht dort imposant.
So erweist sich hier sein Lieben;
du bist niemals abgeschrieben!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Einige dieser Gedanken haben ihren Weg
auch in einem Gedicht gefunden.
Gedankenschritte laufen
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Wunder-Voll
Du bist eine Kostbarkeit –
seit jeher und für allezeit…
ob du dich auch dagegen wehrst
oder dich noch selbst entehrst,
ob du alt bist oder jung –
mit ganz viel oder wenig Schwung,
ob du in Dur singst oder Moll –
für Gott bist du stets wunder-voll!
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Im Meer der Liebe
Ich stehe am Steg und blicke auf das Wasser. Es ist so ruhig, dass sich der Himmel darin widerspiegelt. Doch in mir schlagen die Wellen hoch — die Wellen der Angst, der Unsicherheit, der Zweifel. Denn du hast mir den Auftrag gegeben: „Brich zu neuen Ufern auf und gehe mitten durch das Meer.“
Ich frage mich, warum du mir kein Boot zur Verfügung stellst, damit ich beruhigt die Segel setzen kann, unterwegs nicht ins Rudern komme und das Gefühl habe, dass du mit an Bord bist. Auch könntest du mir die Vollmacht geben, auf dem Wasser zu laufen. Dann käme ich viel schneller voran. Und hinterher könnte ich Menschen von dem Wunder erzählen …
Ich folge deinem Ruf und verlasse den festen Boden unter mir. Langsam und vorsichtig setze ich ein Bein vor das andere und spüre, wie ich immer mehr kalte Füße bekomme. „Ob ich mein Leben gleich in den Sand setze? Ob mir das Wasser bald bis zum Hals steht?“
Es ist merkwürdig: Der entscheidende Schritt ist getan und irgendwie kommt vieles in Gang. Die Angst wird kleiner. Der Mut wird größer. Und ich bin guter Hoffnung, dass ich nicht untergehe. Ja, ich komme irgendwie in die Gänge und wachse über mich hinaus, obwohl — oder gerade weil —ich Aufwind, Gegenwind, Rückenwind erlebe …
Nach etlichen Meilen ist Land in Sicht. Und bald betrete ich Neuland — das Fest-Land. Bevor ich die neue Umgebung erkunde, halte ich noch einmal inne. Ich schaue herunter und merke erst jetzt, dass ich vom Wasser nicht nur nass, sondern auch erfrischt worden bin. Es hat mich sogar an der einen oder anderen Stelle getragen. Den Sand unter den Fußsohlen und zwischen den Zehen nehme ich wahr, sodass ich intuitiv noch einmal zurückblicke. Und dann — dann sehe ich ihn: Den Weg, der für mich vorbereitet und den ich gegangen war. Die Spuren zeigen es, dass ich im Meer deiner Liebe eingetaucht bin.
Gedanken – eine Sammlung leiser Reflexionen von Jana Schumacher. Poetische Texte über das Leben, das Fühlen und innere Wege.
Des Höchsten Mathematik
Mein liebes Kind, hast du gewusst:
Für mich bist du ein großes Plus?
Und wenn du auch ins Minus kommst,
die ganzen Brüche nur betonst,
will ich das Mahl gern mit dir teilen
und bei dir ewiglich verweilen!
So rechne mit mir — Stück für Stück;
das ist des Höchsten Mathematik!
„Siehe, ich mache alles klar!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Der Weg ins Morgen ist ungewiss. Und ich habe ungeklärte Fragen.
Ich weiß nicht, wohin der Weg mich gerade führt.
Warum fehlt mir der Mut, den ersten Schritt zu gehen?
Gott ist doch bei mir!
„Siehe, ich mache alles leicht!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Wie viele Erschwernisse begegnen mir in meinem Leben.
Wenn ich es zulasse, könnten sie mich stark machen.
Warum fehlt mir der Mut, mich den Herausforderungen zu stellen?
Gott ist doch mit mir!
„Siehe, ich mache alles still!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Wie oft ist um mich und in mir Lärm.
Er lenkt mich ab vom Wesentlichen und treibt mich in die Ferne.
Warum fehlt mir der Mut, die Ruhe zu suchen?
Gott ist doch in mir?
„Siehe, ich mache alles echt!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Meinen Mitmenschen etwas vorzuspielen, ist keine Kunst.
Im Theater des Lebens spiele ich oft meine eigenen Rollen.
Warum fehlt mir der Mut, die Masken abzulegen?
Gott ist doch für mich!
„Siehe, ich mache alles neu!“
Das hat Gott mir längst versprochen.
Er schenkt mir seinen Frieden, das Ungeklärte auszuhalten.
Er schenkt mir die Kraft, um das Schwere anzunehmen oder zu überwinden.
Er schenkt mir die Sehnsucht, ihm in der Stille zu begegnen und echt zu sein.
„Siehe, ich mache alles neu!“
Dieses Versprechen gilt in einer umfangreichen Dimension.
Denn Gott schafft — am Ende der Zeit — eine nie gekannte Welt!
Dort gewinnen wir Klarheit. Keine Schwierigkeit wird es mehr geben.
Endlich werden wir echt sein … und echt überwältigt.
Wir werden vor Gott still und beten ihn an, weil er uns erlöst hat.
Ver-Sorgen
Das Sorgen zerrt an deinen Nerven
und raubt dir eine Menge Kraft.
Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,
was dich herumtreibt, was dich schafft.
Er kann wirklich für dich sorgen,
denn er hat den Überblick.
Um dein Gestern, Heute, Morgen
kümmert er sich recht – geschickt!
Zwischen Gedanken und Wegen entstehen neue Schritte!
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.