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Gott hat ein Händchen für uns

Hand aufs Herz: Soll ich dir verraten, worüber ich mich immer wieder freue? Gott hat ein Händchen für uns. Seine Handhabung mit uns ist himmlisch! 

Ich habe einmal gehört, dass uns die Bibel 365 mal Gottes Hände vor Augen malt. An jedem Tag eines Jahres dürfen wir uns demnach daran erinnern: Gott hat ein Händchen für uns. Er verspricht uns zum Beispiel: „Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ (Jesaja 41,10)  Oder: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ (Psalm 139,5) Mit anderen Worten heißt das doch, dass er uns seine Hilfe, seine Kraft und seinen Schutz anbietet. Er wacht über uns, weil er uns liebt und wertschätzt.

Gott streckt uns seine Hand entgegen. Sie ist offen und nicht zur Faust geballt. Und obwohl er alles in seiner Hand hält und unser Leben darin liegt, will er — in seiner Macht — nicht gewaltvoll den Daumen darauf halten. Er beweist eine Menge Fingerspitzengefühl … im Gegensatz zu uns Menschen. 

Gott hat ein Händchen für uns

Es hat den empor gereckten Daumen als Zeichen der Wertschätzung ja schon gegeben, bevor Mark Zuckerberg ihn als Facebook-Symbol populär gemacht hat. Wie oft haben wir ihn schon gebraucht, um einem Menschen zu zeigen: „Das hast du gut gemacht!“ Zeichen des Lobes, der Anerkennung sind heutzutage so wichtig, und doch sehr selten geworden. 

Viele wissen hingegen gar nicht, dass der Daumen seit Jahrtausenden als das Zeichen steht, um Druck auszuüben oder die eigene Macht zu demonstrieren. Der berühmte erhobene Zeigefinger besagt ja desgleichen: „Ich mache dir jetzt einmal klar, wo es langgeht!“ Manchmal benutzen wir ihn auch als Drohung — nach dem Motto: „Wehe, du tust nicht, was ich für richtig halte!“ Dabei beweist Gott allerdings seinen Humor. Denn anatomisch ist es ja unmöglich, mit dem Finger auf andere zu zeigen, ohne dass drei auf mich selbst verweisen.

Gott hat ein Händchen für uns
Gott hat ein Händchen für uns

Wenn der oder die Angezeigte nicht unseren moralischen Fingerzeigen folgt, trifft ihn oder sie die volle Verachtung. Der ausgestreckte Mittelfinger ist eine aggressive, vulgäre, beleidigende Geste. 

  • Wie viele Machtspielchen gibt es doch zwischen uns? 
  • Wie viele Überlegenheits- und Unterlegenheitsgefühle halten wir aus?  
  • Wie viele Benimmregeln üben wir ein? 
  • Wie viele Abgrenzung und Ausgrenzung ertragen wir, bis wir endlich miteinander glücklich werden?
Gott hat ein Händchen für uns

In der Tat: Gott hat ein Händchen für uns. Denn er benutzt den erhobenen Zeigefinger genau so selten wie den Daumen oder den Mittelfinger. Er braucht auch keine Faustregeln und kommt von der anderen Seite daher. Obwohl er das Kindliche sucht, reicht er uns mehr als nur den kleinen Finger. Ihm ist „die Sache mit dem Ringfinger“ so wichtig, weil diesem nämlich von außen das Symbol für die Beziehungsebene angesteckt wird. Gott sehnt sich danach, einen Bund mit uns einzugehen — eine Liebesbeziehung, eine Vertrauensbeziehung, eine Treuebeziehung. Deshalb ist er Mensch geworden. Er hat sich selbst klein gemacht und alles aufgegeben, um nahe bei uns zu sein. Unsterblich ist er in uns verliebt, sodass er für uns sein Leben gegeben hat und immer wieder um uns wirbt. Sein Ja gilt uns — mögen wir unter so manchem Nein von Menschen auch schon gelitten haben … Wahrhaftig: Gott hat ein Händchen für uns, sodass eins klar auf der Hand liegt: Er trägt und hält uns, damit wir nicht ungehalten durch unser Leben wandern müssen.

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Ich bin eine Autorin aus Rostock und schreibe feste: christliche Gedichte, Geschichten, Andachten, Wortspiele, Sprüche ... und Bücher. Ich liebe das Meer. Und ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir schenkt!