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Hin-Gaben

Hin-Gaben:

Es gibt so viele gute Gaben, 

die ich so frei empfangen habe:

Gesundheit will ich gleich erwähnen, 

all das, was ich zu mir nehme — 

das Brot, das Wasser, das Gekochte, 

auch wenn ich Reis noch niemals mochte. 

Ich hab’ zwei Zimmer und ein Bett, 

das Hemd, die Hose, ein Jackett … 

 

Doch neben materiellen Sachen 

gibt es das Weinen und das Lachen — 

mit meinen Freunden wohlgemerkt, 

denn das Zusammensein bestärkt. 

Ich weiß um Nachbarn und Kollegen; 

Verwandtschaft ist ein großer Segen.

Und auch der Liebste sei erwähnt; 

ich hab’ mich lang nach ihm gesehnt.

 

Noch viel mehr ist mir zugedacht,

was wertvoll meine Zeit hier macht.

Ich darf das alles gern genießen;

es jeden Tag ganz neu begrüßen. 

Und doch will ich mich an nichts hängen — 

im Sammeln, Klammern und Bedrängen.

Es hilft mir dann die neue Sicht: 

Ich habe so, als hätt’ ich nicht!

 

Und wird mir ein Geschenk genommen

das ich zuvor umsonst bekommen, 

so möchte ich in meinem Leben 

nicht anspruchsvoll nun daran kleben, 

mit Dankbarkeit mich doch befassen 

und wieder das Präsent loslassen.

Dem Blick will ich mich nicht entziehen:

Es ist mir alles nur geliehen!

„Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Auch sollen die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht.“ (1. Korinther 7,29-31)

Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was andere Menschen eventuell anspricht. Und wenn Sie, meine liebe Leserin und mein lieber Leser, das Geschriebene dann auch noch im Herzen berühren sollte, freut es mich natürlich um so mehr! „Hin-Gaben“ sind Gedanken über Gott und seine Welt. Aber lesen Sie es selbst … Ich habe schon sehr früh angefangen, Worte zu reimen. Der erste Vierzeiler entstand so etwa mit acht Jahren. Aber — es hat sich mein ganzes Leben durchzogen. Und heute schreibe ich nicht nur, weil es mir auf das Herz gelegt wurde; ich selbst verarbeite in meinen Texten, was ich erlebe und was ich irgendwie in Worte fassen muss, damit es aus meinem Kopf und meinem Herzen kommt. Schon sehr oft wurde ich gefragt, wie lange ich an einem Gedicht arbeite: Nun, ich schreibe nur, wenn ich den Eindruck habe, dass mich die himmlische Muse geküsst hat. Meistens schwirrt dann eine Anfangszeile durch meine Seele. Und wenn ich jene kenne, ist das Gedicht in der Regel nach ungefähr zehn Minuten bereits fertig. Das ist ein besonderes Geschenk, das der allmächtige Gott mir gegeben hat und welches ich gern weitergebe möchte — auf dieser Homepage. Wenn Ihnen meine Gedichte — und speziell „Hin-Gaben“ — gefallen sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie unten auf der Seite „Über mich“ einen Kommentar hinterlassen oder auf meine vielen Werke verweisen. Vielen herzlichen Dank dafür — im Voraus! Ihre Jana Schumacher. Autorin aus Rostock.

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Ich bin eine Autorin aus Rostock und schreibe: Gedichte, Geschichten, Andachten, Gebete, Rätsel ... und Bücher. Ich liebe das Meer. Und ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir schenkt!