Identität
Identität
Identität
Du bist mehr als das,
was du leistest.
Identität
Lieblingsmensch
Bevor durch mich die Welt entstand,
da hatte ich dich schon geplant.
Wie war und bin ich doch beseelt!
Gerade du hast mir gefehlt —
als Unikat und Lieblingsmensch!
Mit dir erfüllt sich mir ein Wunsch …
Drum werde einfach, wer du bist;
such‘, was einmalig in dir ist
und lebe aus, was du entdeckst,
damit du es nicht untergräbst.
Gib dich ganz hin und steh‘ dazu.
So bleib’ dir treu, denn du bist du!
Identität
Wer bin ich ohne jeden Titel,
wenn ich hier keine Rolle spiel’?
Wer bin ich ohne Arbeitskittel
wenn keiner etwas von mir will?
Wer bin ich ohne jede Mittel —
nehm‘ ich von anderen nur viel?
Die Fragen haben mich gequält …
Doch ich erspürte, was hier zählt:
Gott schuf mich als sein Ebenbild.
Und weil es mir in dieser Welt
an seiner Gnade niemals fehlt,
ist er es, der mich trägt und hält.
Mit Liebreiz hat mich er erdacht;
am Kreuz trug er auch meine Schmach.
Drum hält er nicht darüber Wacht,
wie viel ich leiste, schon vollbracht.
Er zieht mein Sein mehr in Betracht;
mein Wert bleibt ewig ausgemacht!
Du bist ein Geschenk
Mein lieber Vater,
irgendwie habe ich meine Freude verloren. Ich bin so müde, erschöpft und kraftlos, weil ich unermüdlich für dich arbeite. Immer gebe ich mein Bestes, um dich dadurch zu loben. Doch — wenn ich ganz ehrlich sein darf, dann gibt mir das alles keine Erfüllung mehr. Und ich frage mich: Warum ist das so? Wie kann das sein?
Mein liebes Kind,
vertraue darauf: Ich habe deine Anstrengungen und Taten gesehen und schätze auch, dass du mir auf diese Weise deine Liebe zeigen möchtest.
Vertraue darauf: In meinen Augen bist du etwas ganz Besonderes. Du bist so wertvoll für mich, dass ich alles dafür getan habe, damit du aus meiner Liebe leben kannst. Sie ist vollkommen bedingungslos. Du musst sie dir nicht erarbeiten.
Vertraue darauf: Es geht mir immer mehr um dein Sein und nicht um dein Tun. Und darum lade ich dich ein, einfach meine Nähe zu suchen. Komm zu mir und ruhe dich aus. Schlafe in meinen Armen ein. Erhole dich. Anschließend setze dich an meinen Tisch. Ich versorge dich mit den leckersten Speisen und Getränken, die dir munden und neue Kraft schenken. Als mein Kind darfst du aus meiner Fülle und Großzügigkeit leben.
Was wäre ich für ein Vater, wenn ich meine Kinder wie Knechte behandeln würde? Je öfter du fortan Zeit mit mir verbringst, desto mehr darfst du erfühlen, dass es mir nicht auf deine Leistungen ankommt, sondern auf eine echte Beziehung zu dir. Das wird dich sowohl stärken als auch erneuern. Und dann überlegen wir gemeinsam, welche Gaben und Talente dich auszeichnen. Sie kannst du künftig mit Freude verschenken, weil du erkannt hast, dass du ein großes Geschenk für mich bist!
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Special Guest
Als du das Licht der Welt erblickt,
da war dein Schöpfer so entzückt,
dass er sich kurz vor dir verbeugte
und auf dein kleines Bäuchlein zeigte.
Man hörte ihn, wie er mit Macht
ganz leise, lächelnd zu dir sprach:
„Ich hab’ mir einen Wunsch erfüllt:
Ich schuf dich — als mein Ebenbild,
so ganz brillant und wunderbar;
du bist ein Einzelexemplar!“
So sieh’ dich doch mit Gottes Blick:
Du bist ein echtes Meisterstück —
ein Original, ein Unikat,
das so viel von dem Meister hat.
Drum höre auf, dich zu vergleichen;
gedenke mehr an Gottes Zeichen:
das kleine Loch in deinem Bauch!
Du bist auch hier durch seinen Hauch —
sein Atem, der dich leben lässt …
auf Erden hier als „Special Guest“!
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Unbezahlbar
In meiner Hand habe ich hier
ein dünnes, kleines Stück Papier –
unerheblich, nutzlos, nichtig …
eigentlich auch gar nicht wichtig.
Doch die Bundesbank hat überlegt,
den Wert des Scheinchens festgelegt.
Fünfzig Euro – hoch geschätzt –
wurde für ihn durchgesetzt.
Nun kann ich diesen Geldschein halten
oder auch zusammenfalten,
kann ihn kräftig auch zerknüllen,
beschmutzen, schlagen, anbrüllen,
kann ihn feste treten, werfen
und die Falten noch verschärfen.
Doch er bleibt von uns begehrt:
Denn er behält ja seinen Wert!
Der Mensch – materiell betrachtet –
ist nicht wert, dass man ihn achtet.
Er besteht aus Wasser größtenteils,
aus Mineralien – ebenfalls.
Doch – der Schöpfer sagt ganz klar:
„Du bist gut und unbezahlbar,
weil ich dich liebe, um dich warb,
meinen Sohn auch für dich gab!
Mag sein, man hat dich ausgeschaltet,
oft genug zusammengefaltet,
fühlst dich missachtet und zerknüllt,
vielleicht nicht richtig ausgefüllt.
Doch ganz egal, was bisher war:
Für mich bist du ganz wunderbar –
Durch Jesus habe ich dich befreit.
Dein Wert steht fest – für alle Zeit!“
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Er-wartet
Von außen sieht man meine Kraft,
das Lächeln und die Leidenschaft.
Die Menschen halten mich für schlau,
weil ich noch träume, mich viel trau‘.
Sie sehen, wo ich vorgedrungen
und was mir schon ganz gut gelungen!
Tief innen fühl’ ich mich kaum groß;
ich bin oft ängstlich, hoffnungslos.
Die Freiheit zeigt sich dann als Haft;
mir fehlt der Mut, ich bin erschlafft
und hab‘ die Zweifel nur im Blick —
auch jedes kleine Missgeschick.
Wie will ich sein? Wer bin ich nun?
Was soll ich mit dem Wissen tun?
Wohin kann ich tatsächlich gehen;
wer will mich hier umfassend sehen?
Ich bin so froh, dass Gott mich kennt
und sich von mir nie wieder trennt!
Mit meinen ganzen Differenzen
und allen Siegen, Turbulenzen
darf ich immer zu ihm kommen;
er hat mich längst angenommen!
Täglich füllt er Herz und Hände,
führt mich durch die Widerstände.
Auf ewig richtet er mich auf,
begleitet meinen Lebenslauf.
Er ist die Zuflucht, mein Da-Heim.
Ich bin und bleibe ewig sein!
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die kleine Hütte
Hier ist die kleine Hütte —
vielleicht ein großes Schloss
Ich gehe ein paar Schritte;
die Neugier ist sehr groß.
Es ist hier leider düster;
im Innern brennt kein Licht.
Ich hör’ nicht mal Geflüster
und sehe kein Gesicht.
Wer mag hier drinnen wohnen;
warum ist niemand da?
Sind es vielleicht Personen,
die ich noch niemals sah?
Ich warte noch sehr lange,
dann öffne ich die Tür.
Mir wird nun angst und bange;
wer lebt in dem Quartier?
Ich schleiche durch die Räume
und wundere mich schier.
Sind das nur meine Träume?
War ich schon früher hier?
Es ist das Haus des Herzens;
vorzeiten ging ich fort.
Mich trieben viele Schmerzen
an manchen fremden Ort.
Doch fand ich nirgends Heimat;
so komm’ ich wohl zurück
und nehme das, was wehtat,
bewusst in meinen Blick.
Ich repariere Schäden,
entsorge allen Schmutz
und öffne Fensterläden,
das Haus kriegt hellen Putz.
Es strahlt im neuen Glanze —
so herrlich frisch und rein.
Ich singe laut und tanze …
im wärmsten Sonnenschein.
Für immer will ich bleiben;
ich wohne bei mir selbst.
Von hier kann mich nichts treiben,
weil du mich trägst und hältst!
Dein Wert verändert sich nicht mit deiner Leistung.
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.
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