Impuls-Gedichte

Mensch-Sein

Mensch-Sein /Seelsorge-Gedichte

Der eine sieht in dir den Könner 

oder auch den großen Gönner.

Der nächste hält dich für die Niete 

und nennt dich manchmal Knalltüte.

 

Für einen bist du dann der Spinner

der andre nennt dich auch Gewinner.

Dein Partner liebt dich abgrundtief; 

dem Ex-Freund scheinst du nur naiv. 

 

Menschlich wirst du dem erscheinen, 

der mit sich selber ist im Reinen, 

der seine Gaben, Grenzen kennt, 

sich selten „Lehrer“, „Loser“ nennt.     

 

Wer ins Spiegelbild gesehen, 

kann den Nächsten gut verstehen, 

der durch Leid und manchen Schmerz 

noch wachsen darf im eignen Herz.

 

Und so kannst du in jeder Seele 

— womit sie sich auch heute quäle — 

den großen Schatz in ihr auch sehen, 

den Menschen als ein Mensch verstehen!

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Beg-leiter

Seelsorge-Gedichte / Beg-leiter

Du bist die Leiter hochgeklettert, 

hast oben alles fest im Griff.

Dann hast du Karten hingeblättert: 

mein Haus, mein Auto und mein Schiff. 

 

Du bist stolz nun auf dein Können — 

auf alles das, was du geschafft,

möchtest dich von nichts mehr trennen, 

denn du fühlst dich ehrenhaft. 

 

Doch bald fällst du von der Leiter, 

landest heftig auf dem Bauch.

Plötzlich weißt du nicht mehr weiter 

und dein Selbstwert schwindet auch.

 

Dort ganz unten fragst du grämlich:

„Was bleibt mir noch? Wer bin ich nun?“

Deine Lage scheint erbärmlich — 

du kannst nichts mehr zeigen, tun.

 

Lange wirst du überlegen, 

hörst nun in dein Herz hinein 

und du merkst auf deinen Wegen:

Am Ende geht’s nur um dein Sein!

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Der Menschen-Freund

Der Menschen-Freund / Seelsorge-Gedichte

Ich liebe dich, so wie du bist 

und habe dich schon sehr vermisst.

Mir ist die Sehnsucht nur geblieben; 

ich werde dich auf ewig lieben. 

So hab’ ich alles hingegeben — 

meine Würde und mein Leben. 

 

Es geht mir niemals um dein Haben 

und zuerst um deine Gaben. 

Mich zieht es hin zu deinem Herz, 

zu deinen Lasten und dem Schmerz. 

Es lässt mich überhaupt nicht kalt — 

fehlt dir die Kraft und auch der Halt.

 

Ich kann dich trösten, motivieren, 

deine Seele sanft berühren, 

in schweren Krisen dich begleiten 

und deinen Horizont auch weiten.

Ich möchte so gern bei dir sein.

Lädst du mich in dein Leben ein?

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Wunder-Voll

Wunder-voll

Du bist eine Kostbarkeit –

seit jeher und für allezeit…

ob du dich auch dagegen wehrst

oder dich noch selbst entehrst,

ob du alt bist oder jung –

mit ganz viel oder wenig Schwung,

ob du in Dur singst oder Moll –

für Gott bist du stets wunder-voll! 

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Gut genug

Gut genug

Ich war lange auf der Flucht — 

vor mir selbst, vor meinem Leben.

Ich hab’ Bestätigung gesucht, 

mir keine Zuwendung gegeben. 

Ich hab’ mich stetig aufgerafft, 

dreh’ mich immerzu in Kreisen, 

hab’ dann mich dabei geschafft, 

will es andern nur beweisen. 

 

Ja, ich bin nicht ganz perfekt

ich bin einzigartig anders.

Hier und dort ist ein Defekt.

Trotzdem bin ich doch besonders. 

Denn ich bin ein Einzelstück, 

muss mit keinem mich vergleichen.

Ich hab’ Stärken und Geschick, 

Schönheitsfehler auch desgleichen. 

 

Ich bin Licht und Dunkelheit, 

mach’ die Nacht ein wenig heller, 

bin mit dir nicht mehr entzweit; 

ich werd’ individueller,

nehm’ mein Können in den Blick

und gestalte Zug um Zug. 

Ich entdeck’ darin mein Glück:

Ich bin gut, bin gut genug!

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Sein sein

Sein sein

Ich habe diese Welt gemacht

und vorher schon an dich gedacht.

In Liebe habe ich dich erwählt

und mir dabei auch vorgestellt:

Wo du einst wohnst. Und was du magst.

Mir war vertraut, was du je sagst.

Ich kannte längst schon deinen Namen,

bevor die Eltern dich bekamen.

Ich kreierte dein Gesicht,

Farbe, Größe und Gewicht.

Ich zählte auf dem Kopf dein Haar.

Schon damals fand ichs wunderbar! 

 

Als du dann kamst auf diese Welt

war meine Freude groß: Das zählt!

Du bist wertvoll, unentbehrlich…

Mein Schutz gilt dir – wird es gefährlich.

Ich weiß genau, wo du heut stehst,

was dich bewegt, wohin du gehst.

Ich begleite dich – mit meinem Segen –

auf allen deinen Lebenswegen.

Und machst du auch mal einen Fehler

wird meine Liebe niemals schmäler.

Ja, alles gab ich für dich hin:

Ich geh mit dir durch dick und dünn!

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Versprechen

Versprechen / Impuls-Gedichte

Wie oft hab‘ ich von euch gehört:

„Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“

Dadurch habt ihr mich sehr geprägt 

und mich ganz langsam lahmgelegt.

Mir ist seitdem nichts mehr gelungen. 

Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen.

 

Was ich bis heute nicht kapier’:

Dass ich mich selber so verlier’, 

wenn Menschen solche Sätze sagen 

und über mich ein Urteil wagen, 

obwohl sie mich nicht richtig kennen 

und gar nicht alles wissen können?

 

Was höre ich in diesen Stimmen?

Ich kann ja schließlich selbst bestimmen, 

wenn so zu mir ein Mensch nun spricht, 

ob ich ihm glaube oder nicht; 

ich kann Motive hinterfragen 

und mir selbst die Wahrheit sagen!

 

Es gibt doch Gott, der zu mir hält 

und der sich immer vor mich stellt.

Sein Wort hat mir das Heil gebracht.

Er sagt: „Du bist sehr gut gemacht!“

Ich glaube ihm und bleib’ mir treu;

das macht mich wirklich stark und frei! 

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Unbezahlbar

Unbezahlbar

In meiner Hand habe ich hier

ein dünnes, kleines Stück Papier –

unerheblich, nutzlos, nichtig …

eigentlich auch gar nicht wichtig.

Doch die Bundesbank hat überlegt,

den Wert des Scheinchens festgelegt.

Fünfzig Euro – hoch geschätzt –

wurde für ihn durchgesetzt.

 

Nun kann ich diesen Geldschein halten

oder auch zusammenfalten, 

kann ihn kräftig auch zerknüllen,

beschmutzen, schlagen, anbrüllen,

kann ihn feste treten, werfen 

und die Falten noch verschärfen. 

Doch er bleibt von uns begehrt:

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet –

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

Er besteht aus Wasser größtenteils,

aus Mineralien – ebenfalls.

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar:

„Du bist gut und unbezahlbar,

weil ich dich liebe, um dich warb,

meinen Sohn auch für dich gab!

 

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet,

oft genug zusammengefaltet,

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt.

Doch ganz egal, was bisher war:

Für mich bist du ganz wunderbar –

Durch Jesus habe ich dich befreit.

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!“

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Das ewige Ja

Das ewige Ja / Impuls-Gedichte

Es war stets da:

Das ewige Ja, 

was auch mir gilt 

und mich erfüllt.

Es lädt mich ein, 

ich selbst zu sein, 

mit meinen Werken 

und meinen Stärken, 

mit allen Fehlern, 

in dunklen Tälern.

Ich bin geschätzt 

und darf ab jetzt 

befreiter leben, 

mir auch vergeben. 

Nicht frei von Schuld, 

doch mit Geduld 

nehm’ ich mich an — 

ganz ohne Scham.

Denn ich begreife, 

dass ich noch reife, 

wachsen werde

auf der Erde, 

um zu sehen 

und zu verstehen, 

dass der Nächste,

ja, der Schwächste 

auf mancher Flucht 

sich selber sucht. 

Er fühlt sich allein,  

will geliebt sein —

mit allen Pleiten, 

dunklen Seiten,

mit allen Schwächen 

und den Gebrechen.

Ich teil’ meine Zeit, 

mach’ das Herz weit,

weil er erlaucht 

mein Ja auch braucht!

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Geh Fühlen

Geh Fühlen

Du bist nicht mehr so aufgeschreckt,

denn du hast jetzt ganz neu entdeckt:

Du kannst viel mehr, als du heut spürst,

sodass du schon die Angst verlierst,

ganz klein und ohnmächtig zu sein.

Du lässt dich neu aufs Leben ein.

Es hält viel Schönes noch bereit –

trotz mancher großer Traurigkeit.

Und außerdem steht Gott zu dir.

Er öffnet dir die neue Tür 

und lässt dich wirklich nie allein.

Dir gilt sein Ja und nicht sein Nein.

So wird dies Fühlen zum Geschenk:

Du bist viel größer, als du denkst!

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Widerspiegeln

Widerspiegeln / Impuls-Gedichte

Schaust du manchmal in den Spiegel

und hast du schon einmal gedacht:

„Das ist ein echtes Gütesiegel —  

ich bin wunderbar gemacht!?“

 

Wie häufig nörgelst du herum?

Das Haar ist dünn, die Nase krumm.

Das Grübchen stört dich im Gesicht  

und vielleicht auch dein Gewicht. 

Du hast Wunden, Narben, Risse.

Doch — das sind nur die Umrisse,

deine feinen Eigenheiten.

Es zählt doch mehr die Innenseite.

 

Ich bin doch der Experte 

und gebe dir ganz eigne Werte:

die Würde, die unantastbar bleibt…

trotz deiner Unvollkommenheit.

Ich schau’ mit Milde, seh’ dich ganz — 

mit allen Scherben, mit dem Glanz.

Nichts kann dir die Schönheit rauben

So sieh dich doch mit meinen Augen. 

Du bist mein Ebenbild, ein Sieger 

und spiegelst vieles von mir wider!

 

Du hast von mir so viel in dir;

das hab‘ ich mir nicht ausgedacht.

Es steht geschrieben — auf Papier:

Ich hab’ dich wunderbar gemacht!

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Mein Herz steht auf

Mein Herz steht auf

Mein Herz steht auf dem Hügel 

und wird von dem Meer umspült.

Ihm wachsen kleine Flügel, 

weil es nun wieder fühlt.

Es hat die große Trauer, 

die Wut kennengelernt.

Die Sonne hat auf Dauer 

es zärtlich, sanft erwärmt. 

 

Trotz seiner großen Narben

fühlt es sich fast wie neu, 

erstrahlt in hellen Farben 

und fliegt sich langsam frei.

Es wird vom Wind getragen — 

dorthin, wo es gern schlägt, 

wo Herzen fast verzagen … 

mit Liebreiz angeregt!

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Glückblick

Glückblick / Impuls-Gedichte

Ich habe dich noch nie verlassen 

und werde ewig bei dir sein.

Ich liebe dich über die Maßen;

du bist für mich ein Sonnenschein,

auch wenn in dir der Regen fällt 

und Schnee von gestern noch nicht taut.

Ich bin der Eine, der dich hält

und gütig auf dein Leben schaut.

 

Ich bin dir näher, als du je gedacht:

im Sonnenstrahl auf deiner Haut

und auch im Stern in deiner Nacht,

im Nächsten, der dich heut erbaut.

Ich bin im Blümlein auf der Wiese,

im Glückblick — drehst du dich nur um.

Ich bin im Säuseln jeder Brise,

im Lied, das in dem Herzen summt.

 

Ich will so gern auf mich verweisen;

drum lass dich ein — auf meine Art.

Ich bin der Sanfte und der Leise

in deiner lauten Gegenwart!

 

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Selbstwert mit Gefühl

Selbstwert mit Gefühl

Du lässt dich heute treiben … 

im Meer, das dich bewegt.

Du kannst es kaum beschreiben, 

wie dich das Wasser trägt.

Das willst du nur erspüren, 

bewahrst jetzt ruhig Blut.

Es gibt nichts zu verlieren.

Mit dir ist alles gut!

 

Du hast dich abgestrampelt — 

vielleicht dein Leben lang, 

in dir auch viel zertrampelt; 

das war kein schöner Gang.

Du wurdest immer müder,

bewahrtest deinen Schein.

Doch heute bist du klüger; 

es geht nur um dein Sein. 

 

Du hast doch eine Ehre, 

ein Selbstwert mit Gefühl.

Du bist befreit von Schwere, 

willst nicht mehr viel zu viel.

Du bist nicht mehr getrieben — 

im Meer, das Leben heißt 

und kannst dich selber lieben, 

was Frieden dir verheißt!

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Du in mir

Du in mir

Ich bin dein Weg, der dich bewegt.

Ich bin die Burg, die dich umhegt.

Ich bin der Ton, der dich gut formt.

Ich bin der Mut, der dich anspornt.

Ich bin dein Schild, der dich beschützt.

Ich bin der Stab, der dich stets stützt. 

 

Ich bin das Bild, das durch dich malt.

Ich bin das Licht, das durch dich strahlt.

Ich bin das Lied, das durch dich singt.

Ich bin dein Trost, der durch dich dringt.

Ich bin das Wort, das durch dich liest.

Ich bin das Meer, das durch dich fließt. 

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Sein, um zu werden

Sein, um zu werden

Ich möchte sein; ich will noch werden,

solange ich hier bin auf Erden –

lebe nicht, um nur zu schmeicheln,

Menschen etwas vorzuheucheln,

mich durch Werke oder Zeichen 

mit den andern zu vergleichen,

weil ich Gottes Gunst genieße,

seine Liebe jetzt erschließe.

 

Gott hat längst um mich geworben,

ist für mich am Kreuz gestorben.

In ihm bin ich echt – vollwertig.

Er ist mir nahe … gegenwärtig,

sodass er meine Schritte lenkt,

mit der Freiheit mich beschenkt,

das, was er mir gibt, zu geben 

und authentisch hier zu leben!

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Mein Du

Mein Du

Ruhe ich, bist du die Bank.

Singe ich, gibst du den Klang.

Lache ich, bist du mein Glück.

Schaue ich, gibst du den Blick.

Gehe ich, bist du die Meile.

Schreibe ich, wirst du zur Zeile.

Rede ich, bist du mein Wort.

Fliehe ich, schenkst du den Ort.

Weine ich, wirst du zur Träne.

Träume ich, hast du die Pläne. 

Scheiter ich, bist du mein Heil.

Suche ich, bist du mein Teil.

Gebe ich, zeigst du Gewinn.

Leide ich, gibst du noch Sinn.

Schweige ich, bist du das Reden.

Sterbe ich, bist du das Leben.

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Der Weg zu mir

Der Weg zu mir / Impuls-Gedichte

Du hattest nochmal angefangen 

und warst den weiten Weg gegangen. 

Er war steinig und verschlungen — 

mit Tälern und Erhebungen.  

Du wolltest trotzdem nicht zurück 

und nahmst das Ziel in deinen Blick.

 

So viele Steine trugst du mit; 

du fühltest sie bei jedem Schritt,

und warfst sie ab: die schwere Last. 

Du hieltst nur fest, was zu dir passt,

sodass du dich im neuen Land 

allmählich auf dich selbst besannst!

 

Hier nimmst du dich inzwischen ernst; 

du hörst nun auf dein eigenes Herz 

und machst auch das, was dich erfüllt, 

was nur der Spur von Liebe gilt. 

Da kannst du Menschen nun abholen —

auf deinem Pfad der leisen Sohlen! 

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Ich bin mit dir

Ich bin mit dir / Impuls-Gedichte

Ich bin mit dir, …halte mein Wort,

gehe von dir nie wieder fort.

Ich gebe dir Zuflucht, gebe dir Licht,

Auf ewig bin ich die Zuversicht.

 

Ich bin mit dir, …halte dich fest,

auch wenn ein Mensch dich fallen lässt.

Ich fange dich auf, trage dich weit

bis hin zu mir – durch Raum und Zeit.

 

Ich bin mit dir, …halte zu dir,

hast du auch Feinde wegen mir.

Sei unbesorgt. Ich schütze dich,

habe dich stets vor Angesicht.

 

Ich bin mit dir, …halte die Wacht,

bist du müde, fühlst du dich schwach.

Ich helfe dir, gebe dir Kraft,

die neues Leben in dir schafft.

 

Ich bin mit dir, …halte dich aus,

willst du auch einmal hoch hinaus.

Ich hole dich ein, reich dir die Hand,

führe dich in das himmlische Land.

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Helldunkel

Helldunkel

Es gibt zwei Seiten, 

die mich begleiten — 

durch dieses Leben … 

auf allen Wegen.

Ich will sie vereinen 

und nicht verneinen.

Sie gehören zu mir; 

das bekenne ich hier …

 

Ich bin 

dunkel und hell, 

langsam und schnell, 

hungrig und satt, 

lebhaft und matt, 

ärmlich und reich, 

standhaft und weich, 

müde und wach, 

kraftvoll und schwach, 

aufrecht und krumm, 

lauthals und stumm, 

riesig und klein, 

schuldig und rein …

 

Das Heile, die Schrammen 

bringt Einer zusammen —

der bei mir verweilt, 

mit mir alles teilt —

ohne Wenn und Aber: 

mein Lebensliebhaber!

Ich danke ihm jetzt, 

dass er mich so schätzt!

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Du bist geschickt

Du bist geschickt

Du bist geschickt 

und reich bedacht.

Du bist ein Glück, 

sehr gut gemacht.

Keiner ist so,

wie du hier bist!

Drum sei nur froh:

Du bist begrüßt!

 

Du bist geschickt 

und angeseh‘n.

Das ist ein Glück, 

kannst zu dir steh’n.

Bedingungslos 

bist du geliebt.

Drum denke groß, 

sei nicht betrübt.

 

Du bist geschickt 

in diese Welt.

Du bist ein Glück, 

von Gott erwählt.

Du hast so viel, 

was in dir steckt. 

Zeig‘ dein Profil, 

bleib nicht versteckt.

 

Du bist geschickt 

und sehr begabt.

Das ist ein Glück.

Du bist gefragt.

Du packst mit an, 

gibst, was du hast. 

Mit dem Elan 

weicht manche Last!

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Verglücklicht

Verglücklicht

Du hattest dich verurteilt, 

dich selbst abgelehnt.

Die Seele schien verbeult; 

du hattest dich geschämt —

für alles, was nicht glückte, 

was nicht glorreich war, 

worin du dich verstricktest …

So machtest du dich rar.

 

Du sahst dich ungern an, 

hast wertlos dich gefühlt 

und glaubtest irgendwann:

Du hast das Glück verspielt, 

bis Gott dich sanft berührt,

an dich erinnert hat.

Du warst unbeirrt, 

nicht mehr traurig und matt.

 

Gott sieht dich im Ganzen —

und nicht defizitär.

Dadurch kannst du tanzen, 

in dir steckt noch mehr.

Du hast viel zu geben,

schon etwas geschafft.

So prägte dein Leben 

die Liebe und Kraft.

 

Weil Gott dich so schätzt, 

schaust du gnädig zurück.

Du nimmst dir fest vor: Ab jetzt 

gönnst du dir das Glück!