Jenny und der Silberpenny

Jenny und der Silberpenny

Jenny und der Silberpenny

Eine Frau — ich nenn’ sie Jenny — 

verliert einst einen Silberpenny.

Sie ist auf jenen angewiesen; 

demzufolge sucht sie diesen — 

im ganzen Haus, in allen Ecken.

Wo kann er sich denn nur verstecken?

Vom großen Keller bis zum Dach 

sieht Jenny gründlich, panisch nach.

 

Es geht noch lange … über Stunden, 

bis sie das Geldstück dann gefunden. 

Sie jubelt laut und singt Loblieder: 

„Ich habe meinen Penny wieder 

und muss nicht wegen ihm verhungern 

oder auf der Straße lungern.

Was ist das für ein großer Segen,
den der Schöpfer mir gegeben!“

 

Dann lädt sie ihre Freunde ein; 

mit Jenny dürfen sie sich freu’n.

„Wie unbemerkt man doch vergisst, 

dass manche Sache kostbar ist, 

wenn man voller Schrecken spürt, 

dass man sie vielleicht verliert!“, 

spricht Jenny auf dem schönen Fest, 

als jeder Gast ihr Haus verlässt. 

 

~ ~ ~

 

Die Geschichte von der „Jenny“ 

und dem verlornen Silberpenny 

hat der Eine einst erwähnt

der sich nach den Menschen sehnt, 

die das große Etwas suchen,
den Glauben noch als Ulk verbuchen, 

die die Trennung lieber wählen,

sich seiner Liebe selbst bestehlen. 

 

Er will sie nicht mehr vermissen, 

in die Arme jeden schließen  

und ihnen beide Hände reichen,

nicht von ihrer Seite weichen, 

ihnen Angst und Zweifel nehmen, 

und sie dann auch oft verwöhnen, 

indem er eine Party gibt, 

weil er sie unendlich liebt!

Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was andere Menschen eventuell anspricht. Und wenn Sie, meine liebe Leserin und mein lieber Leser, das Geschriebene dann auch noch im Herzen berühren sollte, freut es mich natürlich um so mehr! „Jenny und der Silberpenny“ sind Gedanken über das so genannte Gleichnis vom verlorenen Groschen aus  der Bibel. Aber lesen Sie es selbst … Ich habe schon sehr früh angefangen, Worte zu reimen. Der erste Vierzeiler entstand so etwa mit acht Jahren. Aber — es hat sich mein ganzes Leben durchzogen. Und heute schreibe ich nicht nur, weil es mir auf das Herz gelegt wurde; ich selbst verarbeite in meinen Texten, was ich erlebe und was ich irgendwie in Worte fassen muss, damit es aus meinem Kopf und meinem Herzen kommt. Schon sehr oft wurde ich gefragt, wie lange ich an einem Gedicht arbeite: Nun, ich schreibe nur, wenn ich den Eindruck habe, dass mich die himmlische Muse geküsst hat. Meistens schwirrt dann eine Anfangszeile durch meine Seele. Und wenn ich jene kenne, ist das Gedicht in der Regel nach ungefähr zehn Minuten bereits fertig. Das ist ein besonderes Geschenk, das der allmächtige Gott mir gegeben hat und welches ich gern weitergebe möchte — auf dieser Homepage. Wenn Ihnen meine Gedichte — und speziell „Jenny und der Silberpenny“ — gefallen sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie unten auf der Seite einen Kommentar hinterlassen oder auf meine vielen Werke verweisen. Vielen herzlichen Dank dafür — im Voraus! Ihre Jana Schumacher. Autorin aus Rostock.

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Ich bin eine Autorin aus Rostock und schreibe feste: christliche Gedichte, Geschichten, Andachten, Wortspiele, Sprüche ... und Bücher. Ich liebe das Meer. Und ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir schenkt!