Schatzküste
Glaubensschätze zum Entdecken
Schatzküste
Schatzküste
Manche Botschaft finden genau den Menschen, für den sie bestimmt ist.
Schatzküste
Mein liebes Kind, hast du gewusst:
Für mich bist du ein großes Plus?
Und wenn du auch ins Minus kommst,
die ganzen Brüche nur betonst,
will ich das Mahl gern mit dir teilen
und bei dir ewiglich verweilen!
So rechne mit mir — Stück für Stück;
das ist des Höchsten Mathematik!
Reichtum
Schatzküste
Schatz, ich muss es heute wagen
und dir ehrlich etwas sagen:
Ich liebe dich nicht mehr wie einst
und weiß auch gar nicht, was du meinst,
wenn du mir permanent versprichst,
dass du mich lebenslang beruhigst,
befreist und glücklich machen willst …
Ich spüre nur, wie du aufwühlst!
Schatz, ich will es nun auch zeigen
und nicht länger bei dir bleiben,
liegst bei mir – als Dominante –
nicht mehr auf der hohen Kante.
Ich lebe nicht in Saus und Braus;
das macht dir hoffentlich nichts aus.
Der Groschen ist bei mir gefallen;
ich teile dich jetzt gern mit allen.
So will ich mich jetzt umdrehen
und auf neuen Wegen gehen.
Die große Liebe wartet längst,
die Liebe, Ruhe, Glück verschenkt –
dafür mit ihrem Namen bürgt
und dann Geborgenheit bewirkt.
Sie hat im Herzen nur noch Platz
und ist in Ewigkeit mein Schatz!
Reichtum
Schatzküste
Er war noch klein — der Elefant,
ich hätt‘ ihn gern gerettet!
Denn dieser wurde kurzerhand
an einen Baum gekettet …
Er wehrte sich mit seinem Fuß,
doch er begann zu leiden.
Und nach dem zwölften Bluterguss
ließ er es einfach bleiben.
Der Elefant gab somit auf;
es starben seine Träume
von einem freien, guten Lauf;
ihm fehlten Lebensräume.
Er fühlte sich total allein,
sodass er manchmal murrte.
Ihn störte so der Klotz am Bein,
auch wenn er nicht mehr zurrte.
Die Jahre gingen in das Land;
die Not wurde gesehen.
Doch — unser alter Elefant
blieb trotzdem bei sich stehen,
weil ihm zu entgangen schien:
Ein Mensch trat längst herbei;
er beugte sich still bei ihm hin
und machte ihn einst frei!
Reichtum
Ehepaar Mut war fast 25 Jahre verheiratet. Jan war Rechtsanwalt, während Ina als Architektin großmütig tätig war.
Mit 45 Jahren wurde Ina krank. Unmut machte sich in ihrem Herzen breit. Denn unmittelbar nach der unheilbaren Diagnose stand fest, dass sie sich eine Wohnung im Erdgeschoss suchen mussten, was das Pärchen wehmütig und kleinmütig machte. Mit viel Unmut im Gepäck zogen sie um.
Ben — der Sohn — half natürlich mit recht viel Gleichmut beim Einrichten des neuen Heims mit. Und während er die Möbel aufstellte oder die Kartons auspackte, redete er Ina ganz bewusst ständig mit „Miss Mut“ an. „Steht der Schrank so gut, ‚Miss Mut‘? „Wo soll ich das Geschirr einräumen, ‚Miss Mut‘? „Hängt das Bild gerade, ‚Miss Mut‘?“
Irgendwann bekam Ina Wut. „Auch wenn ich jetzt nicht mehr alles allein machen kann — ich bin immer noch deine Mutter! Vergiss das bitte nicht!“, fauchte sie ihren Sohn an.
„Und du vergiss bitte nicht, dass du nicht umsonst ‚Frau Mut‘ bist!“, gab Ben zurück. „Dass du Trauer empfindest, weil viele deiner Lebensträume geplatzt sind, kann ich verstehen. Das ist auch normal. Aber traue dich, in eine neue Richtung zu denken und dich anders einzurichten — dennoch!“
Ina horchte auf. Sie hinterfragte sich: „Bin ich wirklich als ‚Miss Mut’ in den letzten Wochen voller Missmut durch das Leben gegangen? Das will ich nicht! Auch wenn ich nicht mehr die Freiheit habe, meine Umstände zu ändern — so bleibt mir doch die Freiheit, meine Einstellung zu den Umständen zu ändern!
Nach der Trauerphase wurde Ina wagemutig. Sie suchte Möglichkeiten, die ihr geschenkt wurden, um noch einmal neu anzufangen und etwas anderes aufzubauen als Häuser. Sie trotzte den vielen Herausforderungen und der inneren Armut, die sie eine Zeit lang empfunden hatte. Und genau das schenkte „Frau Mut“ neuen Lebensmut.
Manche Schätze entdeckt man erst auf den zweiten Blick.
Schatzküste
Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.