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Seine Tochter

Seine Tochter:

Seit Jahren hat sie ihre Tage.

Und das ist wirklich eine Plage, 

weil die Erkrankung regelrecht 

behindert und natürlich schwächt. 

Sie hat schon alles ausprobiert 

und jeden Facharzt konsultiert.

Ihr „Fall“ gilt nun als hoffnungslos. 

Und ihre Not bleibt riesengroß.

 

Obwohl sie sich — bei allem Frust — 

an jede Vorschrift halten muss, 

mischt sie sich in das Gedränge; 

die Ohnmacht treibt sie in die Enge.

Sie will sich selbst nicht isolieren,

des Herrn Gewand nur kurz berühren,

weil das Vertrauen in ihr klingt, 

dass ihr das schon Gesundheit bringt.

 

Doch Jesus, der ja alles sieht, 

weiß schon längst, was da geschieht. 

Er ruft — mit Liebreiz — die Gesunde 

in die große Männerrunde 

und lässt sie lauthals offenbaren, 

was sie bedrückte … schon seit Jahren. 

Er sagt: „Meine Tochter!“ zart und sacht: 

„Dein Glaube hat dich heil gemacht!“

 

                            ~ ~

 

Es ist und bleibt wohl Jesu Sitte:

Vom Rand holt er dich in die Mitte, 

wenn du beschämt, verzweifelt bist, 

das Leben langsam aus dir fließt.

So traue dich und komm’ zu ihm — 

ist deine Not auch recht intim.

Er wird behutsam dir begegnen 

und dich mit Heil und Hoffnung segnen!

„Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren und hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut dafür aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war nur schlimmer geworden. Da sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühre, so werde ich gesund. Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage geheilt war. Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt? Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und sprichst: Wer hat mich berührt? Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!“ (Markus 5,25-34)

Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was andere Menschen eventuell anspricht. Und wenn Sie, meine liebe Leserin und mein lieber Leser, das Geschriebene dann auch noch im Herzen berühren sollte, freut es „Seine Tochter“ sind Gedanken über Gott und seine Welt. Aber lesen Sie es selbst … Ich habe schon sehr früh angefangen, Worte zu reimen. Der erste Vierzeiler entstand so etwa mit acht Jahren. Aber — es hat sich mein ganzes Leben durchzogen. Und heute schreibe ich nicht nur, weil es mir auf das Herz gelegt wurde; ich selbst verarbeite in meinen Texten, was ich erlebe und was ich irgendwie in Worte fassen muss, damit es aus meinem Kopf und meinem Herzen kommt. Schon sehr oft wurde ich gefragt, wie lange ich an einem Gedicht arbeite: Nun, ich schreibe nur, wenn ich den Eindruck habe, dass mich die himmlische Muse geküsst hat. Meistens schwirrt dann eine Anfangszeile durch meine Seele. Und wenn ich jene kenne, ist das Gedicht in der Regel nach ungefähr zehn Minuten bereits fertig. Das ist ein besonderes Geschenk, das der allmächtige Gott mir gegeben hat und mich erfreut. Wenn Ihnen das Gedicht „Seine Tochter“ — gefallen sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie unten auf der Seite „Über mich“ einen Kommentar hinterlassen oder auf meine vielen Werke verweisen. Vielen herzlichen Dank dafür — im Voraus! Ihre Jana Schumacher. Autorin aus Rostock.

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Als Autorin wohne ich in Rostock und lasse mich hier oft vom Meer inspirieren - und vom Mehr, das "das Leben" mir schenkt! Ich schreibe für mein Leben gern. Geschichten, Andachten, Gebete, Rätsel und Bücher habe ich im Angebot. Doch am liebsten verfasse ich Gedichte!