Total erfüllt

Wir waren bereits etliche Kilometer unterwegs, als das Armaturenbrett unseres Autos anzeigte, dass der Kraftstoff allmählich zur Neige ging. Also wollten wir schleunigst eine Tankstelle anfahren, damit wir nicht früher oder später auf der Strecke (liegen)bleiben würden. An der Zapfsäule dachte ich auf einmal: „Abgefahren …“ Nachdem unser Fahrer nämlich getankt hatte, war mir so, als ob aus der Motorhaube ein Freudenruf drang: „SUPER! Danke, jetzt bin ich wieder total erfüllt!“  Als wir wieder abgefahren waren, musste ich noch länger über diese Szene nachdenken. Mir wurde…

0 Kommentare

Über-flüssig

Was meinst du: Sind Zeiten, in denen uns das Wasser bis zum Hals steht, überflüssig? Oder können sie womöglich zu Erfahrungen werden, weil wir — im Nachhinein — durch sie neue Erkenntnisse über-flüssig an andere Menschen weitergeben dürfen? Wir wissen alle: In unserem Leben ist nicht immer alles in Fluss. Hin und wieder geht manches den Bach herunter. Die Wogen — von Krankheit, Krisen und Konflikten — bringen das Lebensboot mächtig ins Wanken. Wir kommen ins Rudern und die „Blauen Flecken am Himmel“ lassen sich nicht…

0 Kommentare

Kraft-Quelle

Kraft-Quelle: Was auch immer mich beschwert,  die Seele hin und wieder leert —  das lege ich vor dir jetzt hin. Ich komm’ zu dir, so wie ich bin. Du bist die Quelle, die mich tränkt,  mir kostbar guten Wein einschenkt,  die meinen Durst nach Leben stillt,  sodass das Herz bald überquillt. Drum nehme ich mir öfters Zeit  für die Begegnung nur zu zweit. Ich spüre, wie du mich auffängst,  mich mit Liebe reich beschenkst.  Ich sprech’ mich aus und hör’ dir zu;  die Seele findet wieder…

0 Kommentare

Heute Morgen

Heute Morgen hatte ich ein wenig Zeit für mich. Und so setzte ich mich in meinen Rollstuhl und fuhr wieder einmal an meine Lieblingsstelle. Beim Warnowufer in Rostock konnte ich im Grunde immer Kraft sammeln … für die Herausforderungen, die mich an diesem Tag erwarteten.  Da stand ich nun und sah in den wolkenlosen Himmel und auf das Wasser, das mich heute Morgen ganz ruhig begrüßte. Irgendwie bot mir das Bild, das mir hier vor Augen gemalt wurde, eine so wohltuende Stille an, dass ich recht…

0 Kommentare

Mein Auf-Richter

Mein Auf-Richter: Weil ich dir stets vertrauen kann,  lehn’ ich mich arglos bei dir an. Ich will getrost die Augen schließen, die Gegenwart mit dir genießen. Du gibst dem Herzen ein Zuhaus‘, nutzt mich – als Papa – niemals aus. Und darum lasse ich jetzt zu,  dass ich auftank’ und gar nichts tu’. Doch bin ich dann erholt, gelöst,  nachdem ich länger eingedöst,  darf ich in deinem Arm erwachen  und meine Augen weit aufmachen,  nehm’ – was ermüdet – in den Blick,  betrachte, was mich nicht…

0 Kommentare

In mich gehen

In mich gehen:  Ich mach’ mal eine Pause,  begebe mich zur Rast,  such’ in mir das Zuhause,  befrei’ mich von der Last,  zu geben und zu müssen,  und immer nur zu soll’n. Ich darf heut nur genießen  und spiele keine Roll’n. Ich bin mir nicht zu wenig  und hör’ in mich hinein. In mir wohnt ja ein König,  besuche ihn — allein.  Er wird mich neu erquicken; ich sammle bei ihm Kraft. Nur so wird mir dann glücken,  was er bald durch mich schafft.  Gedichte zu…

0 Kommentare

Inhalts-Ende

Es existieren keine weiteren Seiten