Über-flüssig

Was meinst du: Sind Zeiten, in denen uns das Wasser bis zum Hals steht, überflüssig? Oder können sie womöglich zu Erfahrungen werden, weil wir — im Nachhinein — durch sie neue Erkenntnisse über-flüssig an andere Menschen weitergeben dürfen? Wir wissen alle: In unserem Leben ist nicht immer alles in Fluss. Hin und wieder geht manches den Bach herunter. Die Wogen — von Krankheit, Krisen und Konflikten — bringen das Lebensboot mächtig ins Wanken. Wir kommen ins Rudern und die „Blauen Flecken am Himmel“ lassen sich nicht…

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Sturmfrei

Sturmfrei: Ich habe gerade sturmfrei und bin doch nicht allein. Denn du, mein Gott, bist mir treu  und wirst es ewig sein. Bei Wolken, Blitz und Regen  und wenn die Winde wehen, bist du bei mir zugegen,  willst mir zur Seite stehen. Ich habe gerade sturmfrei; der Wind hat sich gelegt. Das Tief ist endlich vorbei; es hat mich sehr geprägt. Ich durfte nun erfassen: Was es von dannen bläst, kann ich getrost loslassen. Das Gute halt’ ich fest. Ich habe gerade sturmfrei  und sitze windgeschützt,…

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Frühlingsherz im Winter

Frühlingsherz im Winter: Das Herz hat sich erkältet  im Winter jener Zeit. Es gab so viel, was quälte …  die große Traurigkeit.  Nun liegt es matt danieder — so leer und doch so voll. Es singt zwar seine Lieder,  doch leider nur in Moll. Es möchte so gern tanzen  und nicht im Schnee erfrier’n,  will neue Hoffnung pflanzen, den Frühling wieder spür’n. Da hat es sich entschlossen,  die Not sich anzuseh’n. Die Tränen sind geflossen,   das Schwere konnte geh’n.  Das Herz kann sich nun regen   und fühlt den…

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Aufgebäumt

Aufgebäumt: „Ob der Baum im Innern wettert?”,  frag’ ich in der Winterzeit.  „Denn der Sturm hat ihn entblättert.  Wo ist denn sein Sommerkleid? In dem Frühling gab er Blüten  und nach Wochen reife Frucht. Doch dann kam des Windes Wüten,  das Entlauben auch mit Wucht.“ „Nein, ich bin nicht aufgelöst  und schon gar nicht durch den Wind. Hat der Herbst mich auch entblößt —  etwas Neues schon beginnt.  Jede Wurzel tief im Boden  nährt das Leben in mir drin. Und die Krone zeigt nach oben;  ich…

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Land in Sicht

Land in Sicht: Starker Sturm ist aufgezogen;  das Meer in dir ist aufgewühlt  und du kämpfst mit großen Wogen.  Das Leben hat sich abgekühlt.  Doch obwohl die Wellen toben  und der Regen in dir fällt, schaust du hoffnungsvoll nach oben —  zu dem Einen, der dich hält. Denn er hat dich schon getragen  durch so manchen starken Sturm. In den Nächten — nicht an Tagen  sahst du das Licht am Leuchtturm,  das die Hoffnung nicht verwehte  und das dir die Richtung wies,  bis der Wind sich…

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Nicht einsam, sondern gemeinsam

Nicht einsam, sondern gemeinsam: Wieder lag ein dunkles Tal vor mir. Voller Angst und mit Tränen im Gesicht sagte ich zu meinem himmlischen Vater: „Wenn ich da schon durch muss – kannst du mir nicht wenigstens eine Fackel in die Hand geben, damit es ein wenig heller wird und ich mich nicht so entsetzlich fürchten muss?“ Aber mein Vater sah mich gütig an, reichte mir seine Hand und sprach: „Mein Kind, wozu brauchst du eine Fackel? Wir gehen zusammen durch das dunkle Tal. Und wenn du…

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