Das Lebensschiff

Das Lebensschiff Ich steige in mein Schiff  und verlasse den Steg. Ich hab’ alles im Griff,  als ich mich beweg’. Die Segel gesetzt — das Steuer in der Hand. Ich bin nicht gehetzt,  bin aufs Ziel gespannt.  Ich schmecke die Weite  auf dem offenen Meer. Ich leb’ ganz im Heute;  das befreit mich so sehr.  Ich hab’ das Vertrauen:  Du bist mit an Bord. Du willst mich erbauen  an dem herrlichen Ort. Doch bald will es winden;  es regnet in Strömen.  Ich kann dich nicht finden; …

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Mitten im Frühling

Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen die letzten Tage des Wonnemonats Mai an mir vorüber. Ich sehe aus dem Fenster und staune, wie die Bäume in voller Blüte stehen. Das saftige Grün an den Büschen und auf der Wiese tut meinen Augen wohl. Fröhlich zwitschern die Vögel ihre Lieder, wobei sie von der Sonne angestrahlt werden. Und die Menschen, die eilig oder bedächtig vorbeigehen, tragen T-Shirts und kurze Hosen. Ihnen scheint warm zu sein — mitten im Frühling.  Auf mich färben diese Frühlingsgefühle im Augenblick allerdings…

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Gehalten

Du ruderst nur mit kleiner Kraft –und doch mit großer Leidenschaft.Dennoch bleibt die Angst – vielleicht,dass sie am Ende kaum noch reicht,und dass dein Boot wohl untergeht,dein gutes Werk vom Wind verweht! Doch sieh auf mich – bist du verstimmt ...Ich geb´ dir mächtig Rückenwindim großen Sturm, der in dir tobt.Vertraue mir: Ich hab’s erprobt.Dein Boot halt´ ich in meinen Händen.Mit mir wirst du das Werk vollenden!

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Nicht einsam, sondern gemeinsam

Wieder lag ein dunkles Tal vor mir. Voller Angst und mit Tränen im Gesicht sagte ich zu meinem himmlischen Vater: „Wenn ich da schon durch muss – kannst du mir nicht wenigstens eine Fackel in die Hand geben, damit es ein wenig heller wird und ich mich nicht so entsetzlich fürchten muss?“ Aber mein Vater sah mich gütig an, reichte mir seine Hand und sprach: „Mein Kind, wozu brauchst du eine Fackel? Wir gehen zusammen durch das dunkle Tal. Und wenn du meine Hand nicht loslässt,…

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