Lebensbuch

Lebensbuch Dieses Buch mit ein paar Seiten  hast du schon ganz oft gelesen,  kannst den Inhalt für dich deuten,  weißt um Titel und die Thesen.   Doch du bist nicht weit gekommen,   nach einem Punkt war immer Schluss,  sahst die Sätze nur verschwommen,  hieltst, was folgt, nur noch für Stuss. Und nun liegt es in der Ecke —  ganz vergilbt und auch verstaubt. Auf dem Umschlag wenig Flecken,  hast dir’s Blättern nie erlaubt.  Dieses Buch — das ist dein Leben;  du hast den Stift in…

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Sport ist dort

In meiner ehemaligen Praxis für Physiotherapie stand am Eingang ganz groß das Zitat von Leonardo da Vinci: „Alles Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben.“ Irgendwie hatte mich diese Weisheit immer inspiriert, obwohl die Fachmänner und -frauen nach diesem Motto bei mir nicht vorgingen. Gerade weil mich jeden Tag starke Schmerzen quälten, meinten sie es gut und schonten mich. Sie massierten mich jedes Mal und bewegten mich durch, ohne dass ich etwas dabei tun musste. Sport ist dort also nicht zu finden gewesen!  Dann wechselte ich die…

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Lebenselixier

Lebenselixier  Je länger, je mehr  lieb’ ich dich, Herr.  Du bist mein Wir, Lebenselixier, mein Me(e)hr und Fels,  weil du mich hältst.  Je länger, je mehr  lob’ ich dich, Herr.  Du willst mein Leben,  hast deines gegeben, die Stürme gestillt  und mich neu erfüllt. Je länger, je mehr  brauch’ ich dich, Herr. Ich bin nicht perfekt,  hab’ manchen Defekt. Du liebst mich total,  siehst mein Potential. Je länger, je mehr  glaub’ ich dir, Herr. In allen Zeiten  darfst du mich leiten. Denn dein Wort ist wahr.…

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Mein Herz steht auf

Mein Herz steht auf dem Hügel  und wird von dem Meer umspült. Ihm wachsen kleine Flügel,  weil es nun wieder fühlt. Es hat die große Trauer,  die Wut kennengelernt. Die Sonne hat auf Dauer  es zärtlich, sanft erwärmt.  Trotz seiner großen Narben fühlt es sich fast wie neu,  erstrahlt in hellen Farben  und fliegt sich langsam frei. Es wird vom Wind getragen —  dorthin, wo es gern schlägt,  wo Herzen fast verzagen …  mit Liebreiz angeregt! Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir.…

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Das Weizenkorn

Das Weizenkorn Ein kleines, junges Weizenkorn  beginnt vor Angst zu zittern;  es ist enttäuscht und voller Zorn und will nun schier verbittern. Der Gärtner hat ihm kundgetan:  „Du sollst vergraben werden!  Damit mehr Leben wachsen kann,  musst du nun einmal sterben!“ Das Weizenkorn versteht das nicht;  es fühlt sich wie beschrieben.  Es liebt sein Dasein, liebt das Licht,  will nicht im Dunkeln liegen. Der Gärtner nimmt es in die Hand  und streichelt es bewogen. Dann setzt er es ganz eklatant,  behutsam in den Boden.   Da…

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Frühlingsherz im Winter

Frühlingsherz im Winter  Das Herz hat sich erkältet  im Winter jener Zeit. Es gab so viel, was quälte …  die große Traurigkeit.  Nun liegt es matt danieder — so leer und doch so voll. Es singt zwar seine Lieder,  doch leider nur in Moll. Es möchte so gern tanzen  und nicht im Schnee erfrier’n,  will neue Hoffnung pflanzen, den Frühling wieder spür’n. Da hat es sich entschlossen,  die Not sich anzuseh’n. Die Tränen sind geflossen,   das Schwere konnte geh’n.  Das Herz kann sich nun regen…

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Verglücklicht

Verglücklicht Ich kann es kaum glauben:  Doch du lädst mich ein,  mir selbst zu erlauben,  hier glücklich zu sein. Ich hatte mich verurteilt,  mich selbst abgelehnt. Die Seele schien verbeult;  ich hatte mich geschämt — für alles, was nicht glückte,  was nicht glorreich war,  worin ich mich verstrickte … So machte ich mich rar. Ich sah mich ungern an,  hab’ wertlos mich gefühlt  und glaubte irgendwann: Ich hab’ das Glück verspielt,  bis du mich sanft berührt, an mich erinnert hast. Ich war dann unbeirrt, warf ab…

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Lebensfest

Lebensfest Wenn's draußen wieder wärmer ist, der Krokus aus der Erde sprießt, dann weiß ich voller Heiterkeit: Das Osterfest ist nicht mehr weit. Die Natur zeigt es mit Macht: Sie ist vom Tode aufgewacht. Und auch der Mensch ist aufgeweckt, wenn er mit Staunen neu entdeckt, dass Jesus stirbt und aufersteht,  mit uns durch das Leben geht,  uns niemals alleine lässt. Er lädt uns ein zum Lebensfest! Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht…

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Hafen „Mee(h)r der Liebe“

Hafen "Mee(h)r der Liebe" Du sitzt am letzten Steg und an der neuen Schwelle; Du spürst, was dich bewegt …  den Sturm, die große Welle. Dein Schiff steht schon zur Abfahrt, für die Ankunft nun bereit. Du wirst vom Kapitän bewahrt;  er schenkt dir sein Geleit. Am Ufer bleib ich wohl allein;  sag’ leise: „Schiff ahoi!” Ich werde lange traurig sein,  obwohl ich mich auch freu’,  dass du nicht mehr am Rudern bist;  es legt sich jetzt dein Wind,  weil alles Leid zu Ende ist, das…

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Der Anfang nach dem Ende

Irmgard war immer noch todunglücklich. Seitdem ihr Mann vor vier Monaten gestorben war, spürte sie kein Leben mehr in sich. Mit ihm hatte sie auch ihre ganze Hoffnung und ihren Mut begraben. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie der Anfang nach dem Ende bald ganz neu beleben würde... Täglich ging Irmgard auf den Friedhof. Sie zündete immer wieder neue Kerzen an, wobei ihr die Tränen über das Gesicht liefen, weil es in ihr so dunkel war.  Auch an jenem Samstag im Oktober war sie hier. Und - wie jedes Mal machte sie…

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Liebe für Gott – Lebe für Gott

Liebe für Gott - Lebe für Gott   Du und ich - wir sind verschieden: Du bist groß, und ich bin klein. Dennoch hast du dich entschieden, mein Bruder und mein Freund zu sein. Dafür möchte ich dich preisen, will dich lieben - immerdar, im Leben stets auf dich verweisen. Denn du bist so wunderbar! Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was andere Menschen eventuell anspricht. Und wenn Sie, meine liebe…

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Auf-Leben

Auf-Leben Wenn ich heutzutage wüsste,  wann ich einmal sterben müsste, dann würde ich bewusster leben, das, was sinnlos ist, aufgeben… nicht in dem, was war, verharren und ständig in die Zukunft starren. Ich würd' das Hier und Jetzt genießen  und mir jeden Tag versüßen. Ich würde schneller überlegen,  was ist wichtig, was bringt Segen. würde zu den Liebsten eilen,  schriebe ihnen letzte Zeilen, würde lachen, würde singen – räumte auf mit manchen Dingen, würd' Werte schaffen, ernsthaft lieben, auf die lange Bank nichts schieben. Dann resümierte ich verdutzt: So…

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Wortspiele

Alles außer-gewöhnlich ... so ist das Leben mit Gott Wenn wir auf dem Holzweg sind,  dürfen wir  umkehren,  uns abkehren, auskehren,  bei Gott einkehren, um den „Kreuzweg“ zu beschreiten! Seitdem Jesus Christus  auf diese Erde gekommen ist, gilt nicht mehr:  Auge um Auge, Zahn um Zahn; es gilt die Devise: Herz an Herz und Hand in Hand! Die Sicht in die Bibel  verspricht uns  Einsichten über uns Menschen,  Ansichten und Absichten Gottes,  herrliche Zukunftsaussichten,  wenn wir beabsichtigen,  dem gütigen Herrn zu vertrauen!  Wahre Liebe rechnet  weder…

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(Aus-)Flug

Bist du einmal hingefallen, bleibe nicht am Boden liegen. Höre auf, dich festzukrallen. Du kannst trotzdem wieder fliegen. Stehe auf, suche den Hügel,  sieh nach oben, laufe los! Spanne endlich deine Flügel – schwebe… Das ist grandios! Denn dazu bist du berufen – egal, was dir bisher geschah, wie dich andere einstufen… Ich bin auf ewig für dich da. Erschrecke nicht vor einem Fall.  Niemals lass’ ich dich allein. Ich halt’ dich immer, überall. Denn ich will dein Fallschirm sein.

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Mee(h)r vom Leben

Wie das Meer – so ist das Leben. Manchmal sitz‘ ich nur daneben. Ich kann bloß den Wellen lauschen, lass‘ mich von der Sicht berauschen. Ich sehe zu, wie manche andern vergnüglich an dem Strand lang wandern. Einer will – mit seinen Füßen – das frische, kühle Nass genießen. Doch – wahres Leben fängt erst an, wenn ich es nicht erwarten kann: schwimmen lerne, baden gehe, Wind und Wellen widerstehe. Das „Festland“ nehme ich dafür  fest entschlossen ins Visier – und das bei Ebbe, in der…

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Karsamstag

Lieber Gott, ich danke dir für diesen Tag. Es ist eine besondere, einzigartige Zeit – eine Zeit „dazwischen“: – zwischen Nacht und Tag, – zwischen Erde und Himmel, – zwischen Zweifel und Glauben, – zwischen Ohnmacht und Allmacht, – zwischen Bangen und Hoffen, – zwischen Finsternis und Licht, – zwischen Ende und Anfang, – zwischen Tod und Leben, – zwischen Warten und Starten, – zwischen Abschied und Wiedersehen, – zwischen Gestern und Morgen. Ich danke dir, dass Innehalten und Aushalten nicht vergebens sind.  Amen

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Segen im Regen

Auch wenn’s heute wieder regnet – bin ich reich von Gott gesegnet. Nichts verhagelt mir die Laune, worüber ich jetzt mächtig staune: Für mich ist nämlich sonnenklar: Der Regen ist nicht immer da! Die Sonne bricht sich ihre Bahn. Und darauf kommt es schließlich an!

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Die Geschichte vom Jüngling zu Nain

Ein Unfall – unvorhergesehen… Die Zeit bleibt plötzlich für mich stehen. Ich kann es immer noch nicht fassen! Du hast mich einfach so verlassen! Viel zu früh gingst du jetzt fort ohne Abschied, ohne Wort. In meinem Kopf – ’ne Menge Fragen. Ich möchte dir noch vieles sagen: wie du mir fehlst, wie ich dich mag und dich vermisse … Tag für Tag. Wir hatten doch so große Pläne. Was bleibt, ist Leere … meine Träne.  Ich kann das Ganze nicht verstehen. Wie soll es denn…

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