Unter-stützt

Unter-stützt Sind Adlerjungen erstmal groß,  dann wird die Mutter rigoros  und auch ein bisschen rabiat,  weil sie den Wunsch im Herzen hat: Die Kleinen sollen bald erkennen,  dass sie — wie Mama — fliegen können.  Sie wirft die Daunen aus dem Nest,  in die es sich gut kuscheln lässt. Auch das Moos muss nun verschwinden. Die Kinder sollen nichts mehr finden,  was ihnen Nestwärme verspricht;  sie spüren, wie es pikst und sticht … Zum Nachwuchs sagt sie dann beizeiten:  „Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten:  „Ihr könnt…

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(Aus-)Flug

Bist du einmal hingefallen, bleibe nicht am Boden liegen. Höre auf, dich festzukrallen. Du kannst trotzdem wieder fliegen. Stehe auf, suche den Hügel,  sieh nach oben, laufe los! Spanne endlich deine Flügel – schwebe… Das ist grandios! Denn dazu bist du berufen – egal, was dir bisher geschah, wie dich andere einstufen… Ich bin auf ewig für dich da. Erschrecke nicht vor einem Fall.  Niemals lass’ ich dich allein. Ich halt’ dich immer, überall. Denn ich will dein Fallschirm sein.

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Umgedreht

Es gibt so manchen Grund zum Fallen und am Boden aufzuprallen – was lahmlegt, die Bewegung raubt, sodass der Glaube auch verstaubt.  Lande ich mal auf dem Bauch, mache ich es mir zum Brauch, mich umzudrehen – auf den Rücken. So kann ich in den Himmel blicken, mich getrost geschlagen geben, wieder aufstehen und erleben, wie Einer mir die Hände reicht und nicht von meiner Seite weicht, mir neue Perspektiven gibt, weil er bedingungslos mich liebt!

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Aufgerichtet – Ausgerichtet

Anja hatte in der letzten Zeit so viele Schicksalsschläge, so viele Rückschläge erlitten, die sie nur noch umhauten. Jetzt lag sie am Boden und verspürte keine Kraft mehr. Sie wünschte sich so sehr, wieder aufgerichtet und ausgerichtet zu werden. Da kam die Mutter zu ihr. „Kind, warum sitzt du da im Schmutz? Komm hoch - schüttele doch den Staub von den Füßen und gehe einfach weiter!“ „Ich kann nicht…“, flüsterte Anja ihrer Mutter zu, die sich bereits ein Stück von ihr entfernt hatte. Der Pastor näherte sich…

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Kontraste

Nur wer fällt, kann sich erheben. Wer tausend Tode stirbt, schätzt Leben. Im Schatten lernt man’s Licht erst lieben. Und wer Verluste kennt, kann siegen. Drum stehe ich zu meinen Schwächen, zu meinem Scheitern, den Gebrechen, trag‘ mit Stolz die Schrammen, Narben, denn Gott bringt in die Schwärze Farben. Er ist mein Ziel, er ist die Kraft, mein Licht, mein Halt, die Leidenschaft. Er gibt erst Wunder in die Wunden und lässt mich in dem Heil gesunden!

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