Herbstgedanken

Herbstgedanken: Der Baum will Farbe nun bekennen —  in grün und braun, in gelb und rot. Er kann sich leicht von allem trennen,  was nicht mehr passend ist und gut. Der Baum hat alles hingegeben —  im Lauf vom letzten halben Jahr:  die Blüten, Früchte … ja, sein Leben,  weil das der Sinn des Daseins war. Doch nun wird dieser Baum gelassen  und will in nächster Zeit nur ruh’n  und so das Leben ganz erfassen — mit Sein und Haben nach dem Tun. Ich möchte von…

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Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben: Auf halber Strecke aufzugeben, das ist gar nicht mein Bestreben: Nach dem „Bergab“ gibt’s das „Bergauf“. So ist in dieser Welt der Lauf. Doch manchmal sitz’ ich kurzerhand ganz abgekämpft am Wegesrand: Ich schau’ nach vorn und stöhne nur: „Es ist noch eine schwere Tour, bis ich am großen Ziel ankomme… Ich sehe es nur recht verschwommen!“ Doch irgendwann fällt auch der Blick auf meinen Lebensweg zurück. „Ich hab’ ja  schon so viel geschafft…“ Und diese Sicht gibt neue Kraft. So…

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In mich gehen

In mich gehen:  Ich mach’ mal eine Pause,  begebe mich zur Rast,  such’ in mir das Zuhause,  befrei’ mich von der Last,  zu geben und zu müssen,  und immer nur zu soll’n. Ich darf heut nur genießen  und spiele keine Roll’n. Ich bin mir nicht zu wenig  und hör’ in mich hinein. In mir wohnt ja ein König,  besuche ihn — allein.  Er wird mich neu erquicken; ich sammle bei ihm Kraft. Nur so wird mir dann glücken,  was er bald durch mich schafft.  Gedichte zu…

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