Unter-stützt

Unter-stützt Sind Adlerjungen erstmal groß,  dann wird die Mutter rigoros  und auch ein bisschen rabiat,  weil sie den Wunsch im Herzen hat: Die Kleinen sollen bald erkennen,  dass sie — wie Mama — fliegen können.  Sie wirft die Daunen aus dem Nest,  in die es sich gut kuscheln lässt. Auch das Moos muss nun verschwinden. Die Kinder sollen nichts mehr finden,  was ihnen Nestwärme verspricht;  sie spüren, wie es pikst und sticht … Zum Nachwuchs sagt sie dann beizeiten:  „Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten:  „Ihr könnt…

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Schreibt euch selbst einmal einen Brief

Es war eine unbeschreiblich gute Erfahrung: Als sich im Jahre 1995 die Zeit auf der Bibelschule dem Ende neigte, ermutigten uns unsere Lehrer: „Schreibt euch selbst einmal einen Brief! Haltet darin fest, was ihr — hier in Berlin Wannsee — für euch erkannt habt, was ihr euch immer wieder einmal in Erinnerung rufen wollt, woraus ihr Lehren gezogen habt … Steckt das Blatt Papier in einen Kuvert, notiert die Adresse von eurem Zuhause darauf. Und — dann gebt uns die Schriftstücke. Nach ungefähr einem Jahr werden…

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Wutdurchbrüche

Ich habe einem Bekannten vor einigen Monaten ganz beiläufig erzählt, dass ich auf meiner Homepage einer meiner Rubriken den Namen „Mut-Entbrannt“ gegeben habe. Und da er Psychologe von Beruf ist, ging er sofort davon aus: „Na, wenn du jetzt mutentbrannt bist, dann musst du auch schon öfters so richtig wutentbrannt gewesen sein!“ Ich glaube: Damals schaute ich ihn nur entgeistert an und dachte für mich ganz begeistert: „Ich möchte in meinem Leben — in der Tat — keine Wutdurchbrüche haben!“ Ehrlich gesagt: Mit der Wut hatte…

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Eine Weide für meine Augen

Endlich hatte ich wieder einmal einen freien Tag … ganz ohne Termine. Das kommt selten bei mir vor. Und genau darum genieße ich solche „Frei-Tage“ umso mehr. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auf — in „meinen“ Park. Hier kam ich immer zur Ruhe; hier konnte mich der Himmel erden. „Wie lange habe ich hier schon keinen Spaziergang mehr gemacht?“, überlegte ich. „Es muss vor der Weihnachtszeit und dem harten, kalten Winter gewesen sein — vor meiner Corona-Erkrankung und den langwierigen Nachwirkungen …“ Als ich…

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Mitten im Frühling

Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen die letzten Tage des Wonnemonats Mai an mir vorüber. Ich sehe aus dem Fenster und staune, wie die Bäume in voller Blüte stehen. Das saftige Grün an den Büschen und auf der Wiese tut meinen Augen wohl. Fröhlich zwitschern die Vögel ihre Lieder, wobei sie von der Sonne angestrahlt werden. Und die Menschen, die eilig oder bedächtig vorbeigehen, tragen T-Shirts und kurze Hosen. Ihnen scheint warm zu sein — mitten im Frühling.  Auf mich färben diese Frühlingsgefühle im Augenblick allerdings…

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Blaue Flecken am Himmel

Blaue Flecken am Himmel  Mein Himmel,  meine blauen Flecken, muss ich entdecken. Weil ich nicht verstehe,  wohin ich jetzt gehe —  wohin du mich bringst,   mich doch nicht auffingst. Durch den freien Fall  frier’ ich jetzt im Tal,  das steinig und trist,  richtig dunkel auch ist. Mein Himmel,  jene blauen Flecken  will ich aufdecken  und mich ihnen stellen,   das Dunkel erhellen. Ich mach’ mir bewusst: Durch manchen Verlust  sind Zweifel vorhanden  und Wunden entstanden. Hämatome im Herzen verursachen Schmerzen.  Mein Himmel,  deine blauen Flecken  können…

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Selbstwert mit Gefühl

Selbstwert mit Gefühl  Du lässt dich heute treiben …  im Meer, das dich bewegt. Du kannst es kaum beschreiben,  wie dich das Wasser trägt. Das willst du nur erspüren,  bewahrst jetzt ruhig Blut. Es gibt nichts zu verlieren. Mit dir ist alles gut! Du hast dich abgestrampelt —  vielleicht dein Leben lang,  in dir auch viel zertrampelt;  das war kein schöner Gang. Du wurdest immer müder, bewahrtest deinen Schein. Doch heute bist du klüger;  es geht nur um dein Sein.  Du hast doch eine Ehre,  ein…

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Mein Herz steht auf

Mein Herz steht auf dem Hügel  und wird von dem Meer umspült. Ihm wachsen kleine Flügel,  weil es nun wieder fühlt. Es hat die große Trauer,  die Wut kennengelernt. Die Sonne hat auf Dauer  es zärtlich, sanft erwärmt.  Trotz seiner großen Narben fühlt es sich fast wie neu,  erstrahlt in hellen Farben  und fliegt sich langsam frei. Es wird vom Wind getragen —  dorthin, wo es gern schlägt,  wo Herzen fast verzagen …  mit Liebreiz angeregt! Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir.…

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Das ewige Ja

Das ewige Ja Es war stets da: Das ewige Ja,  was auch mir gilt  und mich erfüllt. Es lädt mich ein,  ich selbst zu sein,  mit meinen Werken  und meinen Stärken,  mit allen Fehlern,  in dunklen Tälern. Ich bin geschätzt  und darf ab jetzt  befreiter leben,  mir auch vergeben.  Nicht frei von Schuld,  doch mit Geduld  nehm’ ich mich an —  ganz ohne Scham. Denn ich begreife,  dass ich noch reife,  wachsen werde  auf der Erde,  um zu sehen  und zu verstehen,  dass der Nächste, ja,…

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Gut genug

Gut genug Du warst lange auf der Flucht —  vor dir selbst, vor deinem Leben. Du hast Bestätigung gesucht,  dir keine Zuwendung gegeben.  Du hast dich stetig aufgerafft,  drehst dich immerzu in Kreisen,  hast dann dich dabei geschafft,  willst es andern nur beweisen.  Ja, du bist nicht ganz perfekt;  du bist einzigartig anders. Hier und dort ist ein Defekt. Trotzdem bist du doch besonders.  Denn du bist ein Einzelstück,  musst mit keinem dich vergleichen. Du hast Stärken und Geschick,  Schönheitsfehler auch desgleichen.  Du bist Licht und…

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Verglücklicht

Verglücklicht Ich kann es kaum glauben:  Doch du lädst mich ein,  mir selbst zu erlauben,  hier glücklich zu sein. Ich hatte mich verurteilt,  mich selbst abgelehnt. Die Seele schien verbeult;  ich hatte mich geschämt — für alles, was nicht glückte,  was nicht glorreich war,  worin ich mich verstrickte … So machte ich mich rar. Ich sah mich ungern an,  hab’ wertlos mich gefühlt  und glaubte irgendwann: Ich hab’ das Glück verspielt,  bis du mich sanft berührt, an mich erinnert hast. Ich war dann unbeirrt, warf ab…

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Das Märchen vom ungleichen Pärchen

Das Märchen vom ungleichen Pärchen  Es gibt da das Märchen  vom ungleichen Pärchen. Da geht‘s um Gestalten,  die sich unterhalten …  Die Junge merkt gleich, die Greisin ist bleich  und still noch dazu.   Sie fragt: „Wer bist du?“ „Ich heiße ‚Traurigkeit‘. Es ist längst soweit:  Ich werde verkannt  und auch verbannt.  Dabei gehe ich erst, erfühlt man den Schmerz.  Ich kleide mich weit!“, sagt die Traurigkeit.  Die Junge hört hin. Für sie macht das Sinn. Sie pflichtet ihr bei: „Du machst wirklich frei,  um sich…

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Alltagsheld

Alltagsheld Weißt du, was? Ich bin begeistert!  Du hast schon so viel erreicht,  hast dein Leben gut gemeistert. Dabei war es niemals leicht! Du hast Menschen Mut gegeben, Hoffnungszeichen auch gesetzt. Und du wirst in deinem Leben  von so vielen sehr geschätzt.  Dabei lagst du tief am Boden,  hast den Abgrund oft geschaut.  Doch du hast dich dann erhoben,   auch wenn dir vor Schwerem graut. Schmerzhaft spürst du deine Wunden,  siehst im Aufstehen eine Chance,  hast dich darin neu erfunden.  Und nun lebst du die…

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Der Perlenkrug

Es war einmal ein Krug, der in sich zerrissen war. Er lamentierte oft: „Keiner mag mich! Ich werde überhaupt nicht von den Menschen geschätzt. Dabei bin ich doch der Perlenkrug!“, meinte er.  Als Johanna das Wehklagen dieses gebeutelten Gefäßes vernahm, setzte sie sich zu ihm. Irgendwie weckten seine Worte ihre Neugier. „… der Perlenkrug?“, fragte sie zurück. Davon habe ich noch niemals etwas gehört… Was möchtest du denn von uns Menschen?“  „… eure Tränen!“, antwortete er wie selbstverständlich. Johanna war irritiert. „Warum ausgerechnet unsere Tränen…?“, wollte…

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Das Perlen-Wunder im Leben

Das Perlen-Wunder im Leben  Ich hörte von der Muschel, in die ein Sandkorn drang. Sodann folgte Genuschel: „Das ist mein Untergang! Ich will das Ding nicht haben… Es tut nur weh; es stört!“ So fing sie an zu klagen; danach war sie empört. Es dauerte sehr lange - die Muschel fügte sich. Ihr war zwar angst und bange, weil dieses Korn nicht wich! Sie hat es angenommen. Der kleine Querulant verwandelt sich vollkommen zur Perle - ganz brillant. So will ich mich nicht wehren, nehm’ an,…

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Der Ermutiger

Durch einen Unfall war eine Frau gezeichnet. Vor der Operation setzte sich ein Seelsorger zu ihr ans Bett. „Wie fühlen Sie sich heute?“, fragte der Ermutiger die Patientin. „Ach, irgendwie schlagen zwei Seelen in meiner Brust!“, gestand die kranke Frau. „Ich bin so froh, dass ich überlebt habe. Dadurch habe ich begriffen, dass ich stärker bin, als ich denke. Das Leben hat noch etwas mit mir vor. Da möchte am liebsten der Tiger in mir ‘raus… Doch da ist auch noch diese andere Seite in mir!“,…

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Ein süßes Mädchen

Am Morgen eines kalten Tages wollte ich einen kühlen Kopf bewahren, obwohl ich einen Termin beim Zahnarzt hatte. Da ich früh dran war, setzte ich mich auf eine Bank hinter dem Ärztehaus und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Ich schaute mich um. Die Vögel zwitscherten im Schatten der Bäume fröhlich ihre Hoffnungslieder. Friedlich raunte der Wind seine Melodie dazu. Und vor mir war das Grün der bunten Blumenwiese eine echte Augenweide für mein Herz und für die Seele. Durch diese Idylle schlängelte sich ein schmaler Weg,…

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Versprechen

Versprechen Wie oft hab‘ ich von euch gehört: „Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“ Dadurch habt ihr mich sehr geprägt  und mich ganz langsam lahmgelegt. Mir ist seitdem nichts mehr gelungen.  Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen. Was ich bis heute nicht kapier’: Dass ich mich selber so verlier’,  wenn Menschen solche Sätze sagen  und über mich ein Urteil wagen,  obwohl sie mich nicht richtig kennen  und gar nicht alles wissen können? Was höre ich in diesen Stimmen? Ich kann ja schließlich selbst bestimmen, …

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Vergessen

Kennt Ihr die Redewendung: „Das / den kannst du vergessen? In der heutigen Predigt geht es um das Vergessen - im gesunden Sinne… Predigttext: Philipper 3,12-18 „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist…“ (3,13). Das schreibt Saulus, der zum Paulus wird. Bis vor kurzem hat er Christus und seine Anhänger verfolgt. Er hat er zugesehen und befürwortet, wie Stephanus gesteinigt wurde. Und nun verfolgt er nur noch ein Ziel: Jesus Christus nachzufolgen! Sicherlich hat…

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Geh Fühlen

Ich bin nicht mehr so aufgeschreckt, denn ich hab’ jetzt ganz neu entdeckt: Ich kann viel mehr, als ich heut spür’, sodass ich schon die Angst verlier, ganz klein und ohnmächtig zu sein. Ich lass’ mich neu aufs Leben ein. Es hält viel Schönes noch bereit – trotz mancher großer Traurigkeit. Und außerdem stehst du zu mir. Für deine Liebe dank’ ich dir. Du lässt mich wirklich nie allein. Mir gilt dein Ja und nicht dein Nein. So wird dies Fühlen zum Geschenk: Ich bin viel…

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Gottes Ebenbild

„Gottes Ebenbild“ ist die Begegnung von „Christin“ mit einer weisen Unbekannten, die ihr über Nacht erklärt, wer sie in Gottes Augen ist: eine neue Schöpfung, die aus dem Vollen schöpfen darf. Diese innere Verwandlung führt dazu, dass sich etliches in Christins Leben wandelt… „Gottes Ebenbild“ ist ein Lehrbuch der besonderen Art, das in der Seelsorge Hilfestellungen bietet.  (mit Arbeitsvorlagen im Anhang) ISBN: 978-3-752970-63-0 92 Seiten  10,5 x 14,8 cm Erhältlich bei mir persönlich, bei epubli.de oder in jeder Buchhandlung für 8,50 Euro. Hier können Sie gern…

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