Mein Herz steht auf

Mein Herz steht auf dem Hügel  und wird von dem Meer umspült. Ihm wachsen kleine Flügel,  weil es nun wieder fühlt. Es hat die große Trauer,  die Wut kennengelernt. Die Sonne hat auf Dauer  es zärtlich, sanft erwärmt.  Trotz seiner großen Narben fühlt es sich fast wie neu,  erstrahlt in hellen Farben  und fliegt sich langsam frei.…

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Das ewige Ja

Es war stets da: Das ewige Ja,  was auch mir gilt  und mich erfüllt. Es lädt mich ein,  ich selbst zu sein,  mit meinen Werken  und meinen Stärken,  mit allen Fehlern,  in dunklen Tälern. Ich bin geschätzt  und darf ab jetzt  befreiter leben,  mir auch vergeben.  Nicht frei von Schuld,  doch mit Geduld  nehm’ ich mich an…

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Selbstwert mit Gefühl

Du lässt dich heute treiben …  im Meer, das dich bewegt. Du kannst es kaum beschreiben,  wie dich das Wasser trägt. Das willst du nur erspüren,  bewahrst jetzt ruhig Blut. Es gibt nichts zu verlieren. Mit dir ist alles gut! Du hast dich abgestrampelt —  vielleicht dein Leben lang,  in dir auch viel zertrampelt;  das war kein…

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Mitten im Frühling

Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen die letzten Tage des Wonnemonats Mai an mir vorüber. Ich sehe aus dem Fenster und staune, wie die Bäume in voller Blüte stehen. Das saftige Grün an den Büschen und auf der Wiese tut meinen Augen wohl. Fröhlich zwitschern die Vögel ihre Lieder, wobei sie von der Sonne angestrahlt werden. Und…

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Blaue Flecken am Himmel

Mein Himmel,  meine blauen Flecken, muss ich entdecken. Weil ich nicht verstehe,  wohin ich jetzt gehe —  wohin du mich bringst,   mich doch nicht auffingst. Durch den freien Fall  frier’ ich jetzt im Tal,  das steinig und trist,  richtig dunkel auch ist. Mein Himmel,  jene blauen Flecken  will ich aufdecken  und mich ihnen stellen,   das Dunkel…

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Verglücklicht

Ich kann es kaum glauben:  Doch du lädst mich ein,  mir selbst zu erlauben,  hier glücklich zu sein. Ich hatte mich verurteilt,  mich selbst abgelehnt. Die Seele schien verbeult;  ich hatte mich geschämt — für alles, was nicht glückte,  was nicht glorreich war,  worin ich mich verstrickte … So machte ich mich rar. Ich sah mich ungern…

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Ent-Wicklung

Die Raupe kriecht am Boden rum  und findet dieses Dasein dumm. Sie möchte einmal anders leben — möchte wachsen, fliegen, schweben.  Dann windet sie sich hin und her;  das fällt ihr im Kokon sehr schwer.  Doch so entpuppt sich dieses Ding  und wird ein schöner Schmetterling. Im Leben kann sich alles wandeln —  vertrau’ ich meines Schöpfers…

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Das Märchen vom ungleichen Pärchen

Es gibt da das Märchen  vom ungleichen Pärchen. Da geht‘s um Gestalten,  die sich unterhalten …  Die Junge merkt gleich, die Greisin ist bleich  und still noch dazu.   Sie fragt: „Wer bist du?“ „Ich heiße ‚Traurigkeit‘. Es ist längst soweit:  Ich werde verkannt  und auch verbannt.  Dabei gehe ich erst, erfühlt man den Schmerz.  Ich kleide…

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Alltagsheld

Weißt du, was? Ich bin begeistert!  Du hast schon so viel erreicht,  hast dein Leben gut gemeistert. Dabei war es niemals leicht! Du hast Menschen Mut gegeben, Hoffnungszeichen auch gesetzt. Und du wirst in deinem Leben  von so vielen sehr geschätzt.  Dabei lagst du tief am Boden,  hast den Abgrund oft geschaut.  Doch du hast dich dann…

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Der Perlenkrug

Es war einmal ein Krug, der in sich zerrissen war. Er lamentierte oft: „Keiner mag mich! Ich werde überhaupt nicht von den Menschen geschätzt. Dabei bin ich doch der Perlenkrug!“, meinte er.  Als Johanna das Wehklagen dieses gebeutelten Gefäßes vernahm, setzte sie sich zu ihm. Irgendwie weckten seine Worte ihre Neugier. „… der Perlenkrug?“, fragte sie zurück.…

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Das Perlen-Wunder im Leben

Ich hörte von der Muschel, in die ein Sandkorn drang. Sodann folgte Genuschel: „Das ist mein Untergang! Ich will das Ding nicht haben… Es tut nur weh; es stört!“ So fing sie an zu klagen; danach war sie empört. Es dauerte sehr lange - die Muschel fügte sich. Ihr war zwar angst und bange, weil dieses Korn…

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Versprechen

Wie oft hab‘ ich von euch gehört: „Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“ Dadurch habt ihr mich sehr geprägt  und mich ganz langsam lahmgelegt. Mir ist seitdem nichts mehr gelungen.  Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen. Was ich bis heute nicht kapier’: Dass ich mich selber so verlier’,  wenn Menschen solche Sätze sagen  und über…

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Vergessen

Kennt Ihr die Redewendung: „Das / den kannst du vergessen? In der heutigen Predigt geht es um das Vergessen - im gesunden Sinne… Predigttext: Philipper 3,12-18 „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist…“ (3,13). Das schreibt Saulus, der zum Paulus wird. Bis vor kurzem hat er…

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Geh Fühlen

Ich bin nicht mehr so aufgeschreckt, denn ich hab’ jetzt ganz neu entdeckt: Ich kann viel mehr, als ich heut spür’, sodass ich schon die Angst verlier, ganz klein und ohnmächtig zu sein. Ich lass’ mich neu aufs Leben ein. Es hält viel Schönes noch bereit – trotz mancher großer Traurigkeit. Und außerdem stehst du zu mir.…

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Gottes Ebenbild

„Gottes Ebenbild“ ist die Begegnung von „Christin“ mit einer weisen Unbekannten, die ihr über Nacht erklärt, wer sie in Gottes Augen ist: eine neue Schöpfung, die aus dem Vollen schöpfen darf. Diese innere Verwandlung führt dazu, dass sich etliches in Christins Leben wandelt… „Gottes Ebenbild“ ist ein Lehrbuch der besonderen Art, das in der Seelsorge Hilfestellungen bietet. …

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Der Ermutiger

Durch einen Unfall war eine Frau gezeichnet. Vor der Operation setzte sich ein Seelsorger zu ihr ans Bett. „Wie fühlen Sie sich heute?“, fragte der Ermutiger die Patientin. „Ach, irgendwie schlagen zwei Seelen in meiner Brust!“, gestand die kranke Frau. „Ich bin so froh, dass ich überlebt habe. Dadurch habe ich begriffen, dass ich stärker bin, als…

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Ein süßes Mädchen

Am Morgen eines kalten Tages wollte ich einen kühlen Kopf bewahren, obwohl ich einen Termin beim Zahnarzt hatte. Da ich früh dran war, setzte ich mich auf eine Bank hinter dem Ärztehaus und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Ich schaute mich um. Die Vögel zwitscherten im Schatten der Bäume fröhlich ihre Hoffnungslieder. Friedlich raunte der Wind…

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