Das ewige Ja

Es war stets da: Das ewige Ja,  was auch mir gilt  und mich erfüllt. Es lädt mich ein,  ich selbst zu sein,  mit meinen Werken  und meinen Stärken,  mit allen Fehlern,  in dunklen Tälern. Ich bin geschätzt  und darf ab jetzt  befreiter leben,  mir auch vergeben.  Nicht frei von Schuld,  doch mit Geduld  nehm’ ich mich an…

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Das Akku ist leer

Das Akku ist leer!  „Das Akku ist nicht nur leer, sondern auch kaputt!“, teilte mir die Sekretärin meiner Reha-Firma letzte Woche am Telefon mit, nachdem mein elektrischer Rollstuhl zur Durchsicht abgeholt worden war. „Unser Mitarbeiter baut jetzt zwei neue Batterien ein und bringt Ihnen das gute Stück wieder vorbei!“ Ich war dankbar und erwartete sehnsuchtsvoll meinen fahrbaren…

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Sehnsucht nach Mee(h)r

Ich stehe auf der Seebrücke, wo ich auf das Wasser blicke. Des Meeres Weite macht mir klar: Das Leben bietet weit mehr dar, als meine klitzekleine Welt,  die ab und an mir nicht gefällt. Der Wind weht meine Enge fort - an diesem wunderschönen Ort. Ich atme neues Leben ein, lass’ das Glück in mich hinein.  Segeln…

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Ich schaue nach …

Ich schaue nach hinten,  lass das Gewesene los.  Ich kann überwinden,  denn ich bin jetzt groß. Ich werde im Herzen  das Gute behalten,  das Leid so verschmerzen;  ich trenn’ mich vom Alten. Ich schaue nach innen  und staune nur schier. Ich will mich besinnen: Ein König wohnt hier. Er will mich nicht knechten,  hält mich niemals klein. …

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Neues wagen

Fehler machen,   daraus lernen,  wieder lachen —  herzerwärmend. Weiter blicken,   größer denken,   niederbücken, Tiefe schenken. Neues wagen, was riskieren, nichts vertagen, sich verlieren  und auch finden, Angst besiegen, Licht entzünden, Herzen lieben. Neue Träume,  vorwärts gehen,  weite Räume Schönes sehen,  sich entfalten  und hingeben,  nun gestalten,  sinnvoll leben.

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Omama und Opapa

Omama und Opapa waren die besten — für mich! Als ich sie nach der Wende 1989 kennenlernte, war ich bereits 19 Jahre alt. Zum ersten Mal fuhr ich allein von Rostock nach Hamburg. Ich wollte wissen, wer und wie die Eltern meines Vaters waren, was sie dachten, fühlten — und machten. Bisher kannte ich sie nämlich nur…

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O, Gott

O, Gott,  mir gilt dein Wort:  Du sagst „Ja“ — zu mir! Dabei bin ich längst kein unbeschriebenes Blatt mehr.  Mein Leben liegt offen vor dir wie ein Buch.  Es hat so viele Genre ... so viele Seiten … so viele Kapitel  und so viele Ab-Schnitte … Du kennst den Anfang ... die ersten Worte — Punkt…

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Das Weizenkorn

Ein kleines, junges Weizenkorn  beginnt vor Angst zu zittern;  es ist enttäuscht und voller Zorn und will nun schier verbittern. Der Gärtner hat ihm kundgetan:  „Du sollst vergraben werden!  Damit mehr Leben wachsen kann,  musst du nun einmal sterben!“ Das Weizenkorn versteht das nicht;  es fühlt sich wie beschrieben.  Es liebt sein Dasein, liebt das Licht,  will…

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Gesund geliebt

Ich hatte einmal einen Vogel — einen kleinen Wellensittich. Vor ungefähr 25 Jahren wurde er ganz verängstigt, total abgemagert und krank bei mir zu Hause eingeflogen. Damals hätte ich mir noch nicht vorstellen können, dass ich so viel Freude mit ihm haben würde, nachdem ich ihn gesund geliebt hatte!                 …

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Frühlingsherz im Winter

Das Herz hat sich erkältet  im Winter jener Zeit. Es gab so viel, was quälte …  die große Traurigkeit.  Nun liegt es matt danieder — so leer und doch so voll. Es singt zwar seine Lieder,  doch leider nur in Moll. Es möchte so gern tanzen  und nicht im Schnee erfrier’n,  will neue Hoffnung pflanzen, den Frühling…

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Selbstwert mit Gefühl

Du lässt dich heute treiben …  im Meer, das dich bewegt. Du kannst es kaum beschreiben,  wie dich das Wasser trägt. Das willst du nur erspüren,  bewahrst jetzt ruhig Blut. Es gibt nichts zu verlieren. Mit dir ist alles gut! Du hast dich abgestrampelt —  vielleicht dein Leben lang,  in dir auch viel zertrampelt;  das war kein…

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Mitten im Frühling

Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen die letzten Tage des Wonnemonats Mai an mir vorüber. Ich sehe aus dem Fenster und staune, wie die Bäume in voller Blüte stehen. Das saftige Grün an den Büschen und auf der Wiese tut meinen Augen wohl. Fröhlich zwitschern die Vögel ihre Lieder, wobei sie von der Sonne angestrahlt werden. Und…

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Durch-Tragen

Die Spuren im Sand, die Schritte im Schnee: Ich bin recht entspannt,  weil ich durch sie seh’,  — dreh’ ich mich nur um — der Eine geht mit.  Ganz treu, froh und stumm  hält er mit mir Schritt.  Er ist auch bei mir in schweren Tagen.  Und falle ich hier, so wird er mich tragen. Er sagt…

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Zeilensteine

Das habe ich noch nie erlebt,  bin im Himmel fast geschwebt, als wir uns vor Jahren fanden,  uns auf Anhieb gut verstanden.  Es war so unheimlich … Magie;  sie stimmte bei uns: die Chemie.  Alles haben wir uns anvertraut und zueinander aufgeschaut. Wir haben gern und oft gelacht  und viele Pläne auch gemacht,  bis die schweren Zeiten…

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Begeistert

Die Kraft kommt von oben,  bist du müde und schwach. Nun siehe, da droben ... Der Geist macht dich wach. Der Atem des Lebens  strömt neu in dich ein. Das ist nicht vergebens;  du bist nie mehr allein.  Der Geist will begeistern; du startest jetzt neu,  kannst vieles hier meistern;  denn er bleibt dir treu. Du darfst…

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Blaue Flecken am Himmel

Mein Himmel,  meine blauen Flecken, muss ich entdecken. Weil ich nicht verstehe,  wohin ich jetzt gehe —  wohin du mich bringst,   mich doch nicht auffingst. Durch den freien Fall  frier’ ich jetzt im Tal,  das steinig und trist,  richtig dunkel auch ist. Mein Himmel,  jene blauen Flecken  will ich aufdecken  und mich ihnen stellen,   das Dunkel…

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Sein Sterben

Es ist auf seinem letzten Gang.  Vorbei ist längst der Lobgesang. Nun warten auf den Gottes Sohn  nur Schmerzen, Schläge, Spott und Hohn. Er muss das schwere Kreuz nun tragen  und wird daran sogar geschlagen. Sein letztes Wort: „Es ist vollbracht!“,  das klingt im Herzen mir noch nach… Ich bin bewegt und auch ergriffen: Der Vater hat…

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Es piepte leise, aber beständig

Ich lag im Vorgarten auf unserer Terrasse und badete in der Sonne, in der Ruhe, im Glück. Es war ein herrlicher Frühlingstag im März 2021 und es piepte leise, aber beständig … Nein, mein Handy wies mich auf keine neue Nachricht hin. Auch das Telefon im Wohnzimmer meldete sich nicht. Und sowohl der Fernseher als auch das…

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Dazwischen

Zwischen Himmel und Erde   hingst du für uns in der Luft …   damit überwunden werde die Schlucht … die große Kluft — die Kluft von Fluch und Segen,  von Finsternis und Licht,  die Kluft von Tod und Leben, von Furcht und Zuversicht.  Mit ausgestreckten Armen  ziehst du uns zu dir hin. Du zeigst uns dein Erbarmen.…

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Heute Morgen

Heute Morgen hatte ich ein wenig Zeit für mich. Und so setzte ich mich in meinen Rollstuhl und fuhr wieder einmal an meine Lieblingsstelle. Beim Warnowufer in Rostock konnte ich im Grunde immer Kraft sammeln … für die Herausforderungen, die mich an diesem Tag erwarteten.  Da stand ich nun und sah in den wolkenlosen Himmel und auf…

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Verglücklicht

Ich kann es kaum glauben:  Doch du lädst mich ein,  mir selbst zu erlauben,  hier glücklich zu sein. Ich hatte mich verurteilt,  mich selbst abgelehnt. Die Seele schien verbeult;  ich hatte mich geschämt — für alles, was nicht glückte,  was nicht glorreich war,  worin ich mich verstrickte … So machte ich mich rar. Ich sah mich ungern…

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Das Wunder der Auferstehung

Das Wunder der Auferstehung — ich wusste bis vor einem Jahr noch nicht, dass ich das auch „durch die Blume“ erleben kann! Während der Karwoche 2020 kaufte meine Freundin nämlich einen Strauß Tulpen und dekorierte ihn hübsch auf unserem Esstisch. Wir strahlten wie ein Primelpott. Denn er brachte nicht nur Farbe in unsere Wohnung, sondern auch in…

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In mich gehen

Ich mach’ mal eine Pause,  begebe mich zur Rast,  such’ in mir das Zuhause,  befrei’ mich von der Last,  zu geben und zu müssen,  und immer nur zu soll’n. Ich darf heut nur genießen  und spiele keine Roll’n. Ich bin mir nicht zu wenig  und hör’ in mich hinein. In mir wohnt ja ein König,  besuche ihn…

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Was wir widerspiegeln

Schaust du manchmal in den Spiegel und hast du schon einmal gedacht: „Das ist ein echtes Gütesiegel —   ich bin wunderbar gemacht!?“ Wie häufig nörgelst du herum? Das Haar ist dünn, die Nase krumm. Das Grübchen stört dich im Gesicht   und vielleicht auch dein Gewicht.  Du hast Wunden, Narben, Risse. Doch — das sind nur…

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Jesus erwarte ich bewusst

Wenn Gottes Liebe in mir brennt,  lebe ich immer im Advent:  Dezember oder Januar — Jesus ist doch immer da! Wenn Gottes Liebe in mir brennt,  lebe ich immer im Advent: Dezember oder Februar — Gottes Wort ist ewig wahr! Wenn Gottes Liebe in mir brennt,  lebe ich immer im Advent: Ob im Dezember oder März — …

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Die Zahnarztpraxis als heilige Stätte

Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, dass die Zahnarztpraxis als heilige Stätte dienen kann? Wenn du jetzt den Kopf schüttelst oder die Stirn runzelst, kann ich das gut nachvollziehen. Ich konnte es auch lange nicht glauben. Aber lass mich dir von meinen Erfahrungen erzählen …                      …

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Gethsemane

In einer tiefen Dimension  erlebe ich, wie Gottes Sohn  sich menschlich und verletzlich zeigt,  sodass mein Herz nur staunend schweigt. Er ist hier in Gethsemane,  wo ich ihn voller Schmerzen seh’ -  so mächtig hilflos, kräftig schwach. Mir geht lang sein Erleben nach… Es ist vor seinem letzten Gang…  Nun wird er traurig. Ihm ist bang;  er…

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Mächtig hilflos, kräftig schwach

Als mein Pastor mich neulich bat, für unsere Gemeindezeitung etwas zum Thema „Kraft“ zu schreiben, war mein erster Gedanke: „Oh, mein Gott! Ich kann doch im Moment selbst keine Berge versetzen, weil ich mich mächtig hilflos, kräftig schwach fühle. Und da soll ich auch noch etwas auf das Papier bringen, was andere Menschen stärkt?“      …

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Du bist geschickt

Du bist geschickt  und reich bedacht. Du bist ein Glück,  sehr gut gemacht. Keiner ist so, wie du hier bist! Drum sei nur froh: Du bist begrüßt! Du bist geschickt  und angeseh’n. Das ist ein Glück,  kannst zu dir steh’n. Bedingungslos  bist du geliebt. Drum denke groß,  sei nicht betrübt. Du bist geschickt  in diese Welt. Du…

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Hafen „Mee(h)r der Liebe“

Du sitzt am letzten Steg und an der neuen Schwelle; Du spürst, was dich bewegt …  den Sturm, die große Welle. Dein Schiff steht schon zur Abfahrt, für die Ankunft nun bereit. Du wirst vom Kapitän bewahrt;  er schenkt dir sein Geleit. Am Ufer bleib ich wohl allein;  sag’ leise: „Schiff ahoi!” Ich werde lange traurig sein, …

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