Unbezahlbar

Unbezahlbar: In meiner Hand habe ich hier ein dünnes, kleines Stück Papier – unerheblich, nutzlos, nichtig … eigentlich auch gar nicht wichtig. Doch die Bundesbank hat überlegt, den Wert des Scheinchens festgelegt. Fünfzig Euro – hoch geschätzt – wurde für ihn durchgesetzt. Nun kann ich diesen Geldschein halten oder auch zusammenfalten,  kann ihn kräftig auch zerknüllen, beschmutzen, schlagen, anbrüllen, kann ihn feste treten, werfen  und die Falten noch verschärfen.  Doch er bleibt von uns begehrt: Denn er behält ja seinen Wert!  Der Mensch – materiell betrachtet…

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Versprechen

Versprechen:   Wie oft hab‘ ich von euch gehört: „Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“ Dadurch habt ihr mich sehr geprägt  und mich ganz langsam lahmgelegt. Mir ist seitdem nichts mehr gelungen.  Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen. Was ich bis heute nicht kapier’: Dass ich mich selber so verlier’,  wenn Menschen solche Sätze sagen  und über mich ein Urteil wagen,  obwohl sie mich nicht richtig kennen  und gar nicht alles wissen können? Was höre ich in diesen Stimmen? Ich kann ja schließlich selbst…

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Die Treffen mit ihr

Seit ungefähr einem Jahr verabrede ich mich täglich mit ihr: der innigsten Bekannten, mit der ich zeit meines Lebens verbunden bin. Je nach dem, wie es das Wetter erlaubt, suchen wir uns am Meer — für ungefähr eine halbe Stunde — ein ruhiges Plätzchen. Wir machen im Park einen Spaziergang oder setzen uns zusammen auf mein Sofa. Die Treffen mit ihr sind für mich etwas ganz Besonderes geworden!  Wenn wir uns — ganz bewusst — begegnen, fragen wir uns stets:  Wo bist du heute am Rudern? …

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Über-Wunden

Über-Wunden: Es fällt mir schwer, mich abzufinden und das, was war, zu überwinden. Noch immer bin ich tief entsetzt. Du hast mich viel zu sehr verletzt.  Die ganze Ungerechtigkeit  wirkt sich nun aus im Lauf der Zeit. Doch bringt er nichts: Mein Zorn auf dich. Am Ende fesselt er nur mich. Ich lass‘ dich los, will dir verzeih’n, um endlich wieder frei zu sein. Das ist der rechte Weg zum Leben: Dem Schicksal bin ich nicht ergeben. Ich stehe doch auf beiden Beinen, muss meine Not…

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Der Perlenkrug

Es war einmal ein Krug, der in sich zerrissen war. Er lamentierte oft: „Keiner mag mich! Ich werde überhaupt nicht von den Menschen geschätzt. Dabei bin ich doch der Perlenkrug!“, meinte er.  Als Johanna das Wehklagen dieses gebeutelten Gefäßes vernahm, setzte sie sich zu ihm. Irgendwie weckten seine Worte ihre Neugier. „… der Perlenkrug?“, fragte sie zurück. Davon habe ich noch niemals etwas gehört… Was möchtest du denn von uns Menschen?“  „… eure Tränen!“, antwortete er wie selbstverständlich. Johanna war irritiert. „Warum ausgerechnet unsere Tränen…?“, wollte…

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Vom verlorenen Vater…

Ein Mann hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: „Vater, gib mir den Anteil deiner Zeit, deiner Aufmerksamkeit, deiner Freundschaft und deines Rates, der mir zusteht.“ Und der Vater beteiligte ihn an seinem Einkommen, indem er dem Jungen viel Spielzeug kaufte, ihm eine Privatschule finanzierte, ihn auf eine besonders gute Universität schickte und sich mit dem Gedanken zu beruhigen versuchte, dass er damit vollauf seinen Vaterpflichten nachkäme. Indes sammelte der Vater all seine eigenen Interessen, Wünsche und ehrgeizigen Pläne zusammen und…

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Vergessen

Kennt Ihr die Redewendung: „Das / den kannst du vergessen? In der heutigen Predigt geht es um das Vergessen - im gesunden Sinne… Predigttext: Philipper 3,12-18 „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist…“ (3,13). Das schreibt Saulus, der zum Paulus wird. Bis vor kurzem hat er Christus und seine Anhänger verfolgt. Er hat er zugesehen und befürwortet, wie Stephanus gesteinigt wurde. Und nun verfolgt er nur noch ein Ziel: Jesus Christus nachzufolgen! Sicherlich hat…

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