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Vernebelt

Vernebelt:

Lieber Gott!

 

Manchmal sehe ich alles vernebelt … nicht nur in dieser Jahreszeit, sondern auch in meinem Alltag. Ich weiß nicht, wo es langgeht; ich sehe meinen Weg nicht… Ich sehe kaum die Hand vor meinen Augen. Es ist eben mehr, als keinen Dunst zu haben! 

 

Im gewissen Sinne bin ich geistig umnachtet! Mein Verstand stochert wie im Nebel herum – und mein Herz irgendwie auch!

 

Doch dann gehe ich ihn … den ersten Schritt; ich gehe ihn im Glauben, dass du mich führst und leitest. 

 

Aus dem blinden Vertrauen heraus erkenne ich dann den nächsten Schritt. Es ist ein Wagnis in dem Augenblick, im Jetzt. 

 

Ich bin ganz unsicher, tappe mich ein Stück im Dunkeln voran. Doch mir wird klar: Je mehr Schritte ich wage, desto mehr erkenne ich den Weg, meinen Weg. 

 

Ja, und irgendwann bricht sich das Licht, die Sonne wieder Bahn. Jetzt wird mir – besonnen – sonnenklar, dass es eine gute Strecke ist, die du mich führst … und wenn ich zurücksehe, merke ich, wie „Gutes und Barmherzigkeit“ mir gefolgt sind – und das sogar „mein Leben lang“. (nach Psalm 23,6) Und – du warst auch immer bei mir! Dafür danke ich dir, mein Gott! Mit einem Mal ist nichts mehr „vernebelt“.

 

Wie benebelt ich doch war…?!

Gebete sind keine Monologe. Sie sind das Gespräch zwei Gott und einem Menschen oder auch zwischen Gott und mehreren Menschen. Ich darf meine Klagen, meine Fragen, meine Zweifel äußern; ich darf ihm meine Freuden bringen, meine Erfolge mit ihm feiern, meine Träume mit ihm träumen. Ich kann alles mit dem lebendigen Gott besprechen. Er kennt mich ja sowieso durch und durch — mit Haut und Haaren. „Vernebelt“ habe ich einmal aufgeschrieben, um dem allmächtigen Gott dafür zu danken, wer er für mich ist und was er für mich tut.- Nun fragen Sie sich bestimmt, warum man überhaupt ein Gebet sprechen soll, wenn der Schöpfer von Himmel und Erde doch ohnehin alles weiß. Nun, nicht er braucht unser Gebet, sondern wir. Denn indem ich vor ihm ausspreche, sammeln sich meine Gedanken und Gefühle. Vieles klärt sich innerlich, obwohl äußerlich alles vielleicht noch beim Alten ist. Außerdem hört mir der Allmächtige ja zu. Und wenn sich während des Gebetes so mancher Sturm legt, wird es in meinem Herzen ganz still, um hören zu können, was Gott mir sagen möchte. Dann höre, dann spüre ich immer wieder, wie er mich liebevoll ermutigt, mich tröstet oder auch Wegweisungen gibt. Die Stimme meines Herzens versteht ihn schon, denn er hat sie gemacht. Tja, und wenn ich mich dann auch noch in Gottes Wort — der Bibel — auskenne, erinnert er mich womöglich an einen Text oder Vers, der mir weiterhilft. Gott kann auf vielfältige Art zu mir sprechen: Durch sein Wort — wie gesagt, durch die Natur, durch die Worte eines Menschen und, und, und. Ich würde mich freuen, wenn Sie „Vernebelt“ zu Ihrem Gebet machen und erleben: Gott erhört Gebete! Ihre Jana Schumacher. Autorin aus Rostock 

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Als Autorin wohne ich in Rostock und lasse mich hier oft vom Meer inspirieren - und vom Mehr, das "das Leben" mir schenkt! Ich schreibe für mein Leben gern. Geschichten, Andachten, Gebete, Rätsel und Bücher habe ich im Angebot. Doch am liebsten verfasse ich Gedichte!