Vom verlorenen Vater…

Vom verlorenen Vater…

Ein Mann hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: „Vater, gib mir den Anteil deiner Zeit, deiner Aufmerksamkeit, deiner Freundschaft und deines Rates, der mir zusteht.“ Und der Vater beteiligte ihn an seinem Einkommen, indem er dem Jungen viel Spielzeug kaufte, ihm eine Privatschule finanzierte, ihn auf eine besonders gute Universität schickte und sich mit dem Gedanken zu beruhigen versuchte, dass er damit vollauf seinen Vaterpflichten nachkäme. Indes sammelte der Vater all seine eigenen Interessen, Wünsche und ehrgeizigen Pläne zusammen und reiste in ein fernes Land – in ein Land der Aktien, der Wertanlagen und anderer Dinge, die einen Jungen nicht interessierten und verschleuderte hier die kostbare Gelegenheit, seinem Sohn ein guter Kamerad und Lebensgefährte zu sein. Ob er schon einmal etwas vom verlorenen Vater gehört hatte?

Als er nun die besten Jahre seines Lebens verbracht hatte, war er zwar finanziell reich. Aber innerlich machte sich eine große Leere in ihm breit. Es erhob sich ein großer Hunger in seinem Herzen. Und er begann, Mangel zu leiden – Mangel an Sympathie, Verständnis und echter Liebe. Da ging er hin und hängte sich an ein Mitglied der vielen Klubs jenes Landes, der ihn zum Vorsitzenden machte. Und er begehrte, sein Herz zu füllen … mit den Abfällen, die jener Mann aß, aber er blieb hungrig – und allein. 

Da ging er in sich und sprach: „Wie viele Männer aus meinem Bekanntenkreis haben Jungen, die sie verstehen und denen sie Verständnis entgegenbringen … die mit ihren Söhnen reden und Umgang mit ihnen haben … die in der Beziehung mit ihren Kindern glücklich sind, während ich hier innerlich verhungern muss! Ich will mich aufmachen und zu meinem Sohn gehen und zu ihm sagen: ‚Mein Sohn, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Vater heiße. Mache mich doch zu einem deiner Bekannten!“

Und er machte sich auf und kam zu seinem Sohn. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Sohn und war sehr verwirrt… Würde er ihm nun entgegenlaufen, ihm um den Hals fallen und küssen…? Gäbe es ein großes Versöhnungsfest mit einem Kalbsbraten? Reden wir – am Ende – vom verlorenen Vater? 

~ ~ ~

Wenn du die Bibel kennst, hast du es sicherlich schon erkannt, dass ich das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ aus Lukas 15 einmal umgeschrieben habe. Die Geschichte ist so beschrieben, wie viele Menschen ihre Vater-Kind-Beziehung erleben… 

Ich berichte vom verlorenen Vater. Musstest du vielleicht ähnliche Erfahrungen mit deinem „alten Herrn“ machen? Und – wie würdest du reagieren, wenn er – in Reue – wieder auf dich zukäme?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schmerzhaft es ist, als mich meine Eltern in meiner Kindheit übersahen… Irgendwann dachte und fühlte ich, dass ich überhaupt nicht sehenswert und liebenswürdig bin. Das verletzte meine kleine Seele tief.  Das Herz schmerzte

Doch ich ließ es zu, dass mein himmlischer Vater und auch Freunde mir die Tränen vom Gesicht wischten, mich mit ihrer Zuwendung trösteten und die Wunden verbanden. Demzufolge verstand ich mit der Zeit, dass ich mir am meisten damit half, wenn ich meine Enttäuschung und Wut aufgab … wenn ich zugab, dass auch ich nicht perfekt war … wenn ich meine Eltern freigab. Das änderte nichts an der Situation; das änderte nur mich. Denn mir wurde eine große Last von den Schultern, von meinem Herzen genommen. Im Laufe der Zeit habe ich somit erkannt: Es ist nicht vergebens, wenn ich meiner Mutter – und im speziellen Fall – meinem Vater vergebe!

Ein Mann hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: „Vater, gib mir den Anteil deiner Zeit, deiner Aufmerksamkeit, deiner Freundschaft und deines Rates, der mir zusteht.“ Und der Vater beteiligte ihn an seinem Einkommen, indem er dem Jungen viel Spielzeug kaufte, ihm eine Privatschule finanzierte, ihn auf eine besonders gute Universität schickte und sich mit dem Gedanken zu beruhigen versuchte, dass er damit vollauf seinen Vaterpflichten nachkäme. Indes sammelte der Vater all seine eigenen Interessen, Wünsche und ehrgeizigen Pläne zusammen und reiste in ein fernes Land – in ein Land der Aktien, der Wertanlagen und anderer Dinge, die einen Jungen nicht interessierten und verschleuderte hier die kostbare Gelegenheit, seinem Sohn ein guter Kamerad und Lebensgefährte zu sein. Ob er schon einmal etwas vom verlorenen Vater gehört hatte?

 

Als er nun die besten Jahre seines Lebens verbracht hatte, war er zwar finanziell reich. Aber innerlich machte sich eine große Leere in ihm breit. Es erhob sich ein großer Hunger in seinem Herzen. Und er begann, Mangel zu leiden – Mangel an Sympathie, Verständnis und echter Liebe. Da ging er hin und hängte sich an ein Mitglied der vielen Klubs jenes Landes, der ihn zum Vorsitzenden machte. Und er begehrte, sein Herz zu füllen … mit den Abfällen, die jener Mann aß, aber er blieb hungrig – und allein. 

 

Da ging er in sich und sprach: „Wie viele Männer aus meinem Bekanntenkreis haben Jungen, die sie verstehen und denen sie Verständnis entgegenbringen … die mit ihren Söhnen reden und Umgang mit ihnen haben … die in der Beziehung mit ihren Kindern glücklich sind, während ich hier innerlich verhungern muss! Ich will mich aufmachen und zu meinem Sohn gehen und zu ihm sagen: ‚Mein Sohn, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Vater heiße. Mache mich doch zu einem deiner Bekannten!“

 

Und er machte sich auf und kam zu seinem Sohn. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Sohn und war sehr verwirrt… Würde er ihm nun entgegenlaufen, ihm um den Hals fallen und küssen…? Gäbe es ein großes Versöhnungsfest mit einem Kalbsbraten? Reden wir – am Ende – vom verlorenen Vater? 

 

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Wenn du die Bibel kennst, hast du es sicherlich schon erkannt, dass ich das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ aus Lukas 15 einmal umgeschrieben habe. Die Geschichte ist so beschrieben, wie viele Menschen ihre Vater-Kind-Beziehung erleben… 

Ich berichte vom verlorenen Vater. Musstest du vielleicht ähnliche Erfahrungen mit deinem „alten Herrn“ machen? Und – wie würdest du reagieren, wenn er – in Reue – wieder auf dich zukäme?

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schmerzhaft es ist, als mich meine Eltern in meiner Kindheit übersahen… Irgendwann dachte und fühlte ich, dass ich überhaupt nicht sehenswert und liebenswürdig bin. Das verletzte meine kleine Seele tief.  Das Herz schmerzte

 

Doch ich ließ es zu, dass mein himmlischer Vater und auch Freunde mir die Tränen vom Gesicht wischten, mich mit ihrer Zuwendung trösteten und die Wunden verbanden. Demzufolge verstand ich mit der Zeit, dass ich mir am meisten damit half, wenn ich meine Enttäuschung und Wut aufgab … wenn ich zugab, dass auch ich nicht perfekt war … wenn ich meine Eltern freigab. Das änderte nichts an der Situation; das änderte nur mich. Denn mir wurde eine große Last von den Schultern, von meinem Herzen genommen. Im Laufe der Zeit habe ich somit erkannt: Es ist nicht vergebens, wenn ich meiner Mutter – und im speziellen Fall – meinem Vater vergebe!

Jana Schumacher

Mein Name ist Jana Schumacher. Ich bin eine Autorin aus Rostock und schreibe feste: christliche Gedichte, Geschichten, Andachten, Wortspiele, Sprüche ... und Bücher. Ich liebe das Meer. Und ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir schenkt!