Wenn es uns die Sprache verschlägt

Wenn es uns die Sprache verschlägt

Ein Jahr ist am Ende! Es entpuppte sich als „alles außer gewöhnlich“. Denn in null Komma nichts war alles anders als sonst. In den vergangenen 12 Monaten entstand so manche Wortneuschöpfung rundum das kleine Virus, welches die Welt zum Erlahmen brachte. Hier in Deutschland gehören „Corona-Abitur“, „Abstandsgebot“, „Mundschutzmoral“, „zweite Welle“, „Klopapierhysterie“ oder „Hamsteritis“ dazu. Und was sich an Gedanken, an Gefühlen, an Einstellungen dahinter verbirgt, können wir oft gar nicht in Worte fassen. Manches verschlägt uns die Sprache.

Bei dem ganzen Elend, das Corona und auch die individuellen Katastrophen so mit sich bringen, fehlen uns oft die Worte. Das Leid verschlägt uns die Sprache. Vieles kommt uns spanisch vor; vieles ist – auf gut deutsch – beängstigend; für viele ist Unbeschwertheit ein Fremdwort geworden.

Ein äthiopisches Sprichwort sagt: „Das Wort, das dir weiterhilft, kannst du dir nicht selber sagen!“ Und da Gott das natürlich auch weiß, ist ihm kein Weg zu weit. Er verlässt den Himmel, um uns Stummen wieder eine Stimme zu geben. In Johannes 1,14 heißt es „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns…“ Genau genommen kommt die göttliche Wortneuschöpfung zu uns. Sozusagen wohnt sie in uns – durch Jesus Christus und den Heiligen Geist. Sie ist das Machtwort, das Leitwort, das Trostwort in Person.

Wenn wir durch unsagbares Leid mundtot sind, kann Jesus Christus uns neu beleben. „Sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ (Matthäus 8,8) Das sagt eines Tages ein Hauptmann zum Herrn. Und da nicht nur die Not, sondern auch der Glaube sehr groß ist, heilt er den Gelähmten, ohne ihn auch nur gesehen oder berührt zu haben. 

Ein göttliches Wort genügt manchmal, um eine Situation oder auch uns persönlich zu verändern, um uns Kraft und Heil zu bringen, um die Sprache wieder zu finden. Glaubst du das? Wenn ja, dann wird es sich in deinem Herzen ausbreiten, sodass du es – buchstäblich – auch in deinem Umfeld verbreiten kannst!

Jana Schumacher

Ich bin Jana Schumacher und lebe in Rostock - an der Ostsee... Ich liebe das Meer; ich liebe das Mehr, das "das Leben" mir mehr und mehr schenkt!