Seelsorge-Gedichte

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Special Guest

Als du das Licht der Welt erblickt,

 

da war dein Schöpfer so entzückt,

 

dass er sich kurz vor dir verbeugte

 

und auf dein kleines Bäuchlein zeigte.

 

Man hörte ihn, wie er mit Macht 

 

ganz leise, lächelnd zu dir sprach:

 

„Ich hab’ mir einen Wunsch erfüllt:

 

Ich schuf dich — als mein Ebenbild,

 

so ganz brillant und wunderbar;

 

du bist ein Einzelexemplar!“

 

So sieh’ dich doch mit Gottes Blick: 

 

Du bist ein echtes Meisterstück — 

 

ein Original, ein Unikat,

 

das so viel von dem Meister hat. 

 

Drum höre auf, dich zu vergleichen; 

 

gedenke mehr an Gottes Zeichen: 

 

das kleine Loch in deinem Bauch!

 

Du bist auch hier durch seinen Hauch —

 

sein Atem, der dich leben lässt … 

 

auf Erden hier als „Special Guest“!

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Du bist eine Kostbarkeit –

 

seit jeher und für allezeit…

 

ob du dich auch dagegen wehrst

 

oder dich noch selbst entehrst,

 

ob du alt bist oder jung –

 

mit ganz viel oder wenig Schwung,

 

ob du in Dur singst oder Moll –

 

für Gott bist du stets wunder-voll! 

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Unbezahlbar

In meiner Hand habe ich hier 

 

ein dünnes, kleines Stück Papier – 

 

unerheblich, nutzlos, nichtig … 

 

eigentlich auch gar nicht wichtig. 

 

Doch die Bundesbank hat überlegt, 

 

den Wert des Scheinchens festgelegt. 

 

Fünfzig Euro – hoch geschätzt – 

 

wurde für ihn durchgesetzt.

 

Nun kann ich diesen Geldschein halten 

 

oder auch zusammenfalten, 

 

kann ihn kräftig auch zerknüllen, 

 

beschmutzen, schlagen, anbrüllen, 

 

kann ihn feste treten, werfen 

 

und die Falten noch verschärfen. 

 

Doch er bleibt von uns begehrt: 

 

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet – 

 

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

 

Er besteht aus Wasser größtenteils, 

 

aus Mineralien – ebenfalls. 

 

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar: 

 

„Du bist gut und unbezahlbar, 

 

weil ich dich liebe, um dich warb, 

 

meinen Sohn auch für dich gab! 

 

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet, 

 

oft genug zusammengefaltet, 

 

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt. 

 

Doch ganz egal, was bisher war:

 

Für mich bist du ganz wunderbar – 

 

Durch Jesus habe ich dich befreit. 

 

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!“ 

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Bevor durch mich die Welt entstand,

 

da hatte ich dich schon geplant.

 

Wie war und bin ich doch beseelt!

 

Gerade du hast mir gefehlt —

 

als Unikat und Lieblingsmensch!

 

Mit dir erfüllt sich mir ein Wunsch …

 

Drum werde einfach, wer du bist;

 

such‘, was einmalig in dir ist

 

und lebe aus, was du entdeckst,

 

damit du es nicht untergräbst.

 

Gib dich ganz hin und steh‘ dazu.

 

So bleib’ dir treu, denn du bist du!

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Des Höchsten Mathematik

Mein liebes Kind, hast du gewusst:

 

Für mich bist du ein großes Plus?

 

Und wenn du auch ins Minus kommst,

 

die ganzen Brüche nur betonst,

 

will ich das Mahl gern mit dir teilen 

 

und bei dir ewiglich verweilen!

 

So rechne mit mir — Stück für Stück;

 

das ist des Höchsten Mathematik!

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die kleine Hütte

Hier ist die kleine Hütte —

 

vielleicht ein großes Schloss

 

Ich gehe ein paar Schritte;

 

die Neugier ist sehr groß.

 

Es ist hier leider düster;

 

im Innern brennt kein Licht.

 

Ich hör’ nicht mal Geflüster

 

und sehe kein Gesicht.

 

Wer mag hier drinnen wohnen; 

 

warum ist niemand da?

 

Sind es vielleicht Personen, 

 

die ich noch niemals sah?

 

Ich warte noch sehr lange,

 

dann öffne ich die Tür.

 

Mir wird nun angst und bange;

 

wer lebt in dem Quartier?

 

Ich schleiche durch die Räume

 

und wundere mich schier.

 

Sind das nur meine Träume?

 

War ich schon früher hier?

 

Es ist das Haus des Herzens;

 

vorzeiten ging ich fort.

 

Mich trieben viele Schmerzen

 

an manchen fremden Ort.

 

Doch fand ich nirgends Heimat;

 

so komm’ ich wohl zurück

 

und nehme das, was wehtat, 

 

bewusst in meinen Blick.

 

Ich repariere Schäden, 

 

entsorge allen Schmutz

 

und öffne Fensterläden,

 

das Haus kriegt hellen Putz.

 

Es strahlt im neuen Glanze —

 

so herrlich frisch und rein.

 

Ich singe laut und tanze …

 

im wärmsten Sonnenschein. 

 

Für immer will ich bleiben;

 

ich wohne bei mir selbst.

 

Von hier kann mich nichts treiben, 

 

weil du mich trägst und hältst!

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.