Aus-Gesorgt
Aus-Gesorgt
„Ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll.
Oft sehe ich voraus und schrecke vor der Strecke zurück, die vor mir liegt.
Was ich vorfinde, scheint kaum für den nächsten Schritt zu reichen.
Wie soll es dann für einen ganzen Weg genügen?
Ich glaube nicht an deine Fürsorge, und deshalb kümmere ich mich um meine Versorgung.
Ich sichere mich lieber ab, bevor ich zu kurz komme.
Ich möchte das, was ich habe, festhalten.
Ich möchte nichts verlieren, was mir den Mut zum Weitergehen gibt.
Doch vieles zerrinnt mir zwischen den Fingern.
Und manchmal habe ich das Gefühl, mit leeren Händen dazustehen.
Ich kann doch nicht Däumchen drehen.
Wie soll es nur weitergehen?“, habe ich mich sorgenvoll gefragt. „Ich möchte nicht auf der Strecke bleiben.“
Dann schaute ich eines Tages zurück.
Ein langer Weg lag schon hinter mir —
so viele Tage, von denen ich einmal geglaubt hatte, ich würde sie nicht schaffen.
„Wie bin ich nur bis hierher gekommen?“, fragte ich Gott.
„Ich hatte doch so oft nichts mehr.
Und jeden Tag hatte ich Angst, dass es morgen nicht reichen würde.“
Da sprach Gott zu mir:
„Ich weiß, mein Kind, wie sehr du dir gewünscht hast,
heute schon die Gewissheit zu haben,
dass es auch morgen noch reichen wird.
Du wolltest für dich ausgesorgt haben.
Dabei sorge ich für dich — an jedem Tag neu.“
Aus-Gesorgt
Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.