Seelsorge-Gedichte

Seelsorge-Gedichte: Diese Zeilen sind für leise Zeiten – für Trost, für Zweifel und für alles, was im Herzen Halt sucht.

Diese Zeilen sind für leise Zeiten,
wenn das Herz Trost, Ermutigung und Halt sucht.

Seelsorge-Gedichte: Diese Zeilen sind für leise Zeiten – für Trost, für Zweifel und für alles, was im Herzen Halt sucht.

Special Guest

Als du das Licht der Welt erblickt,

 

da war dein Schöpfer so entzückt,

 

dass er sich kurz vor dir verbeugte

 

und auf dein kleines Bäuchlein zeigte.

 

Man hörte ihn, wie er mit Macht 

 

ganz leise, lächelnd zu dir sprach:

 

„Ich hab’ mir einen Wunsch erfüllt:

 

Ich schuf dich — als mein Ebenbild,

 

so ganz brillant und wunderbar;

 

du bist ein Einzelexemplar!“

 

So sieh’ dich doch mit Gottes Blick: 

 

Du bist ein echtes Meisterstück — 

 

ein Original, ein Unikat,

 

das so viel von dem Meister hat. 

 

Drum höre auf, dich zu vergleichen; 

 

gedenke mehr an Gottes Zeichen: 

 

das kleine Loch in deinem Bauch!

 

Du bist auch hier durch seinen Hauch —

 

sein Atem, der dich leben lässt … 

 

auf Erden hier als „Special Guest“!

Seelsorge-Gedichte: Diese Zeilen sind für leise Zeiten – für Trost, für Zweifel und für alles, was im Herzen Halt sucht.

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Es reicht

„Es reicht!“, schreit meine Seele auf,

 

wenn ich gegen Windmühlen lauf,

 

weil mir der Sturm entgegensteht

 

und ich nicht weiß, wie‘s weitergeht.

 

Es ist genug, ich kann nicht mehr;

 

das Leben wird mir viel zu schwer.

 

Wie wird es denn ein wenig leicht?

 

Was mach‘ ich, wenn mir alles reicht?“

 

„Es reicht, wenn du dich jetzt umdrehst,

 

auf mich nur einen Schritt zugehst,

 

zu mir jetzt einmal kurz aufsiehst

 

und deine Seele nicht verschließt,

 

wenn du von hinten dich anschleichst

 

und mir den kleinen Finger reichst,

 

den „Senfkorn-Glauben“ dir aufsparst,

 

das Fünkchen Hoffnung auch bewahrst.

 

Aus diesem Wenig mach ich mehr!

 

Drum bitte ich: Komm zu mir her

 

und lebe ganz aus meiner Kraft,

 

die aus dem Nichts das Neue schafft

 

und Unerschöpfliches vollbringt,

 

weil sie der Quelle ganz entspringt.

 

So wird dein Leben wieder leicht;

 

ich sorg‘ dafür, dass alles reicht!

Seelsorge-Gedichte

Seelsorge-Gedichte: Diese Zeilen sind für leise Zeiten – für Trost, für Zweifel und für alles, was im Herzen Halt sucht.

Die Hütte

Hier ist die kleine Hütte —

 

vielleicht ein großes Schloss

 

Ich gehe ein paar Schritte;

 

die Neugier ist sehr groß.

 

Es ist hier leider düster;

 

im Innern brennt kein Licht.

 

Ich hör’ nicht mal Geflüster

 

und sehe kein Gesicht.

 

Wer mag hier drinnen wohnen; 

 

warum ist niemand da?

 

Sind es vielleicht Personen, 

 

die ich noch niemals sah?

 

Ich warte noch sehr lange,

 

dann öffne ich die Tür.

 

Mir wird nun angst und bange;

 

wer lebt in dem Quartier?

 

Ich schleiche durch die Räume

 

und wundere mich schier.

 

Sind das nur meine Träume?

 

War ich schon früher hier?

 

Es ist das Haus des Herzens;

 

vorzeiten ging ich fort.

 

Mich trieben viele Schmerzen

 

an manchen fremden Ort.

 

Doch fand ich nirgends Heimat;

 

so komm’ ich wohl zurück

 

und nehme das, was wehtat, 

 

bewusst in meinen Blick.

 

Ich repariere Schäden, 

 

entsorge allen Schmutz

 

und öffne Fensterläden,

 

das Haus kriegt hellen Putz.

 

Es strahlt im neuen Glanze —

 

so herrlich frisch und rein.

 

Ich singe laut und tanze …

 

im wärmsten Sonnenschein. 

 

Für immer will ich bleiben;

 

ich wohne bei mir selbst.

 

Von hier kann mich nichts treiben, 

 

weil du mich trägst und hältst!

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Seelsorge-Gedichte: Diese Zeilen sind für leise Zeiten – für Trost, für Zweifel und für alles, was im Herzen Halt sucht.

Unbezahlbar

In meiner Hand habe ich hier 

 

ein dünnes, kleines Stück Papier – 

 

unerheblich, nutzlos, nichtig … 

 

eigentlich auch gar nicht wichtig. 

 

Doch die Bundesbank hat überlegt, 

 

den Wert des Scheinchens festgelegt. 

 

Fünfzig Euro – hoch geschätzt – 

 

wurde für ihn durchgesetzt.

 

Nun kann ich diesen Geldschein halten 

 

oder auch zusammenfalten, 

 

kann ihn kräftig auch zerknüllen, 

 

beschmutzen, schlagen, anbrüllen, 

 

kann ihn feste treten, werfen 

 

und die Falten noch verschärfen. 

 

Doch er bleibt von uns begehrt: 

 

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet – 

 

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

 

Er besteht aus Wasser größtenteils, 

 

aus Mineralien – ebenfalls. 

 

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar: 

 

„Du bist gut und unbezahlbar, 

 

weil ich dich liebe, um dich warb, 

 

meinen Sohn auch für dich gab! 

 

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet, 

 

oft genug zusammengefaltet, 

 

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt. 

 

Doch ganz egal, was bisher war:

 

Für mich bist du ganz wunderbar – 

 

Durch Jesus habe ich dich befreit. 

 

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!“ 

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Im Einklang sein

Wenn es im Leben nicht mehr klingt,

 

die Seele nur in Moll noch singt,

 

dein Herz jetzt aus dem Takt gerät,

 

dann ist es längst noch nicht zu spät,

 

um nun zu fühlen, was nicht stimmt,

 

was dir die Luft zum Singen nimmt.

 

Bei alledem – vergiss es nie:

 

Du hast die Lebensmelodie,

 

die in dir niemals mehr verstummt,

 

in deinem Innern leise summt.

 

So gib nicht auf, such’ doch und sieh’,

 

was deine Note dir verlieh, 

 

die schön und einzigartig ist,

 

durch die du was Besondres bist.

 

Die Seele tanzt dann endlich wieder.

 

Und du — du singst ganz neue Lieder!

Seelsorge-Gedichte

Glaubenssätze

Es gibt so manche Glaubenssätze,

 

die ich im Leben wirklich schätze,

 

weil sie mir Kraft und Mut verleihen

 

und meine Seele auch befreien.

 

Vor vielen Tagen oder Wochen

 

hat Jesus sie mir zugesprochen …

 

„Ich bin mit dir!“, „Fürchte dich nicht!“,

 

„Ich bleib‘ dein Fels, die Zuversicht!“

 

„Glaubst du mir, dann wirst du leben!“,

 

„Deine Schuld ist dir vergeben!“,

 

„Die Riesen werden wir bezwingen!“

 

„Dein Leben wird mit mir gelingen!“

 

Es gibt auch manche Glaubenssätze,

 

an denen ich mich nicht ergötze.

 

Von Menschen hab‘ ich sie vernommen

 

und daraufhin sofort begonnen,

 

mich klein und ohnmächtig zu fühlen,

 

weil sie dem Herzen nicht gefielen.

 

Ich kenne sie nun zur Genüge,

 

entlarve jene heut als Lüge.

 

Ich werde ein paar nun ersetzen —

 

mit guten, wahren Glaubenssätzen!

 

So wird es mir gleich besser gehen

 

und ich kann Gottes Hilfe sehen!

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Liebe-Voll

Was hat Wert, ist wichtig

 

und was bleibt hier bestehen?

 

Was ist null und nichtig 

 

und was wird einst vergehen?

 

Ich will mich entscheiden, 

 

genauer hinzuschauen? 

 

Was wird einmal bleiben; 

 

worauf kann ich vertrauen?

 

Es sind nicht die Karriere 

 

und nicht „das liebe Geld“,

 

die Macht, der Ruhm, die Ehre,

 

was letzten Endes zählt.

 

Nur eins ist zu erstreben 

 

und was auf Erden gilt,

 

wenn wir die Liebe leben,

 

mit der uns Gott erfüllt.

 

Sie ist das Allergrößte,

 

was uns verändern wird —

 

das Schönste und das Beste,

 

weil sie das Herz berührt.

 

Mit Wurzeln und mit Flügeln

 

gibt sie uns hier Substanz,

 

sodass wir weitersegeln — 

 

mit Mut und Toleranz!

 

Wir landen bei dem Nächsten,

 

der noch nach Liebe lechzt.

 

Wir richten auf und trösten,

 

damit er nicht mehr ächzt.

 

So sind wir halt verbunden —

 

mit einem starken Band.

 

Es heilen manche Wunden,

 

weil uns die Liebe fand!

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Scherben-Mee(h)r

Ich sehe auf das Scherben-Meer

 

und staune über dich so sehr,

 

wie du es schaffst, dass sich das Licht

 

in dem Zerbrochenen nun bricht

 

und sich der Himmel widerspiegelt…

 

„Das hast du dir gut ausgeklügelt!“,

 

denk’ ich bei mir. „Nichts bleibt für immer!“

 

Es wächst in mir ein Hoffnungsschimmer,

 

dass dieser Schluss ein Anfang wird,

 

was mich ermutigt, mich berührt,

 

sodass ich wieder Gott vertraue

 

und lächelnd in die Zukunft schaue!

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Feste Größe

Du bist die feste Größe —

 

im Wandel dieser Zeit.

 

Als Vater und der Höchste 

 

bist du gestern wie heut. 

 

Du änderst nie dein Wesen,

 

bleibst Liebe in Person. 

 

Doch weitest du indessen 

 

dein Handeln und dein Tun.

 

Du bist die feste Größe 

 

und machst dich für uns klein,

 

um uns im Leid zu trösten,

 

von Ketten zu befrei’n.

 

Bei dir sind wir geborgen,

 

auch wenn noch viel verhallt.

 

Du trägst uns heut und morgen,

 

denn du bist unser Halt!

Manche Worte tragen erst dann,
wenn wir nicht mehr alles ertragen können!