Gedichte
Gedichte
Reime, die Glauben wecken
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Will-Kommen
Ich halte meine Augen offen
und mache auch mein Herz ganz weit,
denn du willst Wunder-Volles schaffen
und wartest auf die rechte Zeit.
Ich nehme Abschied — will gesunden —,
weil Altes doch von selbst verrinnt.
Ich schaue fortan auch nach unten,
weil Großes immer klein beginnt.
Dann … endlich sehe ich es kommen,
weil du stets hältst, was du versprichst.
Ich hab’ das Kleine wahrgenommen;
du schufst das Ganze aus dem Nichts.
Und nun erfüllt mich dieser Zauber,
den jeder Anfang in sich trägt.
Sowohl das Herz als auch die Augen
sind von dem Wunder tief bewegt.
Ich nehm’ es zaghaft in die Hände,
womit du mich jetzt — hier bedacht.
Es wird mich stärkend auch verändern —
in deiner gütig sanften Macht!
Angenommen
Angenommen — ich wäre hier
und ich sehnte mich nach dir,
weil ich dich wollte und erdachte
und dich wunderbar auch machte …
würdest du mir das denn glauben?
Sähst du mich mit andren Augen?
Angenommen — ich wäre gut
und opferte für dich mein Blut,
weil ich hier alles überschaute
und die Brücke für dich baute …
würdest du dich dann bewegen?
Kämst du mir denn auch entgegen?
Angenommen — ich wär‘ für dich
und ließe dich niemals im Stich,
ganz egal, was du auch tätest,
ob du Schuld und Sorgen hättest …
würdest du die Hand mir geben
und aus meiner Gnade leben?
~ ~
Nun habe ich dich angenommen,
bin zu dir, mein Gott, gekommen,
weil du mich vorbehaltlos liebst
und mir aus heit‘rem Himmel gibst,
was meine Seele nie bekommen;
das hat sie einst nicht „angenommen“!
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Gedichte
Ich schaue nach
Ich schaue nach hinten,
lass das Gewesene los.
Ich kann überwinden,
denn ich bin jetzt groß.
Ich werde im Herzen
das Gute behalten,
das Leid so verschmerzen;
ich trenn’ mich vom Alten.
Ich schaue nach innen
und staune nur schier.
Ich will mich besinnen:
Ein König wohnt hier.
Er will mich nicht knechten,
hält mich niemals klein.
Auch in meinen Nächten
will er mein Licht sein.
Ich schaue nach vorne.
Das Herz wird ganz weit,
hab’ so viel bekommen,
was mir Flügel verleiht.
Ich fühle das Freie
und geh’ Schritt für Schritt,
entdecke das Neue.
Und du kommst ja mit.
Ich schaue nach oben
und darf hier noch hoffen.
So will ich dich loben;
der Himmel ist offen.
Ich habe den Glauben;
mich erwartet noch viel.
Nichts kann das rauben,
denn du bist mein Ziel!
(K)Ein Aus
Wenn du jetzt alle Türen schließt,
dann öffnest du ein Tor,
zu dem du meine Seele ziehst;
und bald steh ich davor.
Ich sehe hier ein weites Land —
mit neuen Perspektiven.
Es zieht mich ganz in seinen Bann;
die Spur wird sich vertiefen.
Ich blicke fortan nicht zurück;
die Zukunft steht mir offen.
Du gibst die Fülle, willst mein Glück;
das lässt mich glauben, hoffen:
Es gibt kein Aus und kein zu spät;
ganz weit wird nun mein Herz.
Ich weiß jetzt, dass es weitergeht;
drum schreite ich vorwärts.
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Die Träne
Die Träne kommt ins Laufen;
jetzt endlich will sie fort
von diesem Scherbenhaufen
am stillgelegten Ort.
Sie hat schon viel zu lange
das Elend angesehen.
Der Pfad auf ihrer Wange
geleitet sie beim Gehen.
Doch sie läuft nicht alleine;
die Trauer hält auch Schritt.
Und ungelebte Träume,
Enttäuschung nimmt sie mit.
So hilft sie einem Herzen;
sie steht ihm richtig bei.
Es weichen alle Schmerzen;
sie spült es wahrhaft frei.
Die Träne kommt ins Laufen
und ist jetzt selbst berührt.
Sie darf alsbald verschnaufen,
wo sie erwartet wird.
Gott nimmt sie in die Hände
und legt sie in den Krug.
Sie trägt ein Kleid — am Ende —
mit Perlenüberzug!
Langsam schnell
Wenn du es eilig hast, geh langsam!
Denn somit bleibst du wachsam.
Im Schreiten überlegst du gut,
worin dein Herz wahrhaftig ruht
und nicht so heftig um sich schlägt,
weil sich dein Leben schnell bewegt.
Von da an gehst du Schritt für Schritt.
Du nimmst den Takt, den Rhythmus mit,
den du im Stress, bei aller Hast
noch nicht so tief empfunden hast,
der aus dem Herzen nun entspringt
und dich nicht aus der Puste bringt.
Auf deinem Weg bleibst du gelassen,
in Zukunft nichts mehr zu verpassen.
Du kannst offenbar beim Gehen
die kleinen, schönen Wunder sehen,
was dich bereichert und erfreut.
Du lebst langsam die Schnelligkeit!
T-Räume
Du sagst zu mir: „Träum‘ weiter,
ist dein Traum auch zerplatzt.
Sei offen, bleibe heiter,
mach‘ dich darauf gefasst,
dass ich dir Hoffnung schenke
und selbst die Zukunft bin,
dass ich dein Leben lenke.
Der Schluss ist mein Beginn!
So schließe deine Augen
und stelle dir jetzt vor:
Ich öffne dir im Glauben
ganz langsam Tür und Tor.
Dann wirst du vor dir sehen,
was dich erwarten wird.
Es sind mehr als Ideen;
du hast dich nicht geirrt!
Erkennst du nun die Weite;
entdeckst du neues Land?
Ich bin an deiner Seite
und reiche dir die Hand!
Es dauert nicht mehr lange,
dann sind wir endlich da.
Du wirst so viel empfangen,
dein Traum ist endlich wahr!“
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Das gute Gut
Ich habe hier ein großes Gut,
ein mächtiges Gebäude.
In diesem Wissen fass ich Mut
und schmücke es mit Freude.
Ich zähl die kleinen Dinge auf,
die ich um mich erblicke.
Und jene Wunder gibt’s zuhauf,
sodass ich nun erquicke.
Ich habe hier ein großes Gut,
ein mächtiges Gebäude.
Ich zieh vorm Geber meinen Hut
und möchte auch nicht schweigen.
Tagtäglich mach ich mir bewusst:
Ich kann ihm hier nur danken.
So leb ich ständig mit Genuss
im Gut meiner Gedanken!
Einsicht
Die Zukunft liegt noch hinter mir;
sie steht mir doch im Rücken.
Trotz Angst und Sorgen, trotz Neugier
kann ich sie nicht erblicken.
Das war mir bisher nicht bewusst,
doch lehrst du mich dein Denken.
Was spürte ich vor meiner Brust?
Du willst mich jetzt beschenken.
Vor mir steht die Vergangenheit;
sie hab ich bloß vor Augen.
Du warst bei mir in Freud und Leid;
das kann ich dankend glauben.
Aus dem Erinnern schöpf ich Mut
für das, was ich nicht sehe.
Du bleibst mir treu, denn du bist gut;
ich kann jetzt mehr verstehen.
Stille weckt das Morgenrot
Der Schatten zieht durch deine Nacht;
todmüde hat er dich gemacht.
Der Sturm tobt wild und reißt dich fort;
du findest dich am fremden Ort.
Kaum etwas ist um dich zu hör’n;
doch tief in dir schreit jetzt der Lärm.
Du hältst ihn aus und hörst gut zu,
in seinem Ton liegt schon die Ruh‘.
Die Stille weckt das Morgenrot;
mehr Leben wächst aus jedem Tod.
Nun stehst du auf und gehst ins Licht;
die Schwere hat endlich Gewicht.
Du fühlst dich somit federleicht;
in deiner Armut wirst du reich,
denn in dem, was dich eingeengt,
hab ich die Weite dir geschenkt!
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Die Hoffnung
Die Hoffnung reicht die Hand mir dar;
sie will mein Herz auch streifen.
Sogleich macht sich die Schwermut rar;
ich kann nun auf sie pfeifen.
Jetzt fühle ich mich wieder jung;
ich kann das Leben spüren.
Die Hoffnung gibt mir neuen Schwung;
sie darf mich fortan führen.
Ein Tänzchen fordert sie nun ein;
ich lass‘ mich nicht lang bitten.
Wir beide schwingen Bein für Bein —
mit eleganten Schritten.
Sie singt ein Lied — so schön wie nie;
es bringt mein Herz zum Klingen.
Die sanfte Zukunftsmelodie
darf mich jetzt schon durchdringen!
Freudentränen
Willst du Gott zum Lachen bringen,
dann erzähl’ ihm deine Pläne,
denn du kannst ja nichts erzwingen
und auch nicht vorwegnehmen,
was er schon längst für dich erdacht —
in Weisheit und in Liebe.
Schließlich hat er dich gemacht,
dein Leben aufgeschrieben …
Du darfst Träume, Wünsche haben
und davon viel erstreben.
Sie werden deine Seele laben;
Gott hat sie dir gegeben.
Und stimmen sie auch überein
mit seinen großen Plänen,
dann webt er sie ins Leben ein;
ihr lacht dann Freudentränen!
Das Gewand des Wortes
Das Wort trägt derzeit ein Gewand —
es ist schon recht verschlissen.
Vom Hoffnungs- oder Liebesband
will es hier nichts mehr wissen.
Es hat sich irgendwie verstrickt;
nun laufen schon die Maschen.
So hat es nun ein Kleidungsstück
mit Löchern in den Taschen.
Dem Wort ist dieses Kleid zu alt;
es will nichts mehr verschleiern
und möchte sich — in der Gestalt —
nun ganz und gar erneuern.
Es kleidet sich ansprechend ein
und schätzt nun das Gewand.
In aller Munde will es sein —
so hübsch und wortgewandt!