Lebens-Gedichte 

Dank bei Sonnenuntergang

Dank bei Sonnenuntergang

Und wieder geht ein Tag zu Ende.

Ich lege ihn in deine Hände — 

mit dem, was glückte und misslang,

mit Klagen und mit Lobgesang.

 

Solange hier die Sonne scheint, 

bleibst du bei mir, mit mir vereint.

 Und selbst in tiefster, dunkler Nacht 

hältst du dann über mir die Wacht.

 

So sag’ ich dir von Herzen Dank — 

bei diesem Sonnenuntergang! 

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Glücksschwimmer

Glücksschwimmer

Das Leben hat mich eingeladen, 

in der Sonne jetzt zu baden,

wieder in dem Glück zu schwimmen;

derzeit kann das Licht nichts dimmen.

 

Ich bin hier still, bin ganz entspannt —

am schönen, weiten Ostseestrand … 

und tanke auf, fass’ neuen Mut;

die Wärme tut der Seele gut.

 

Auch die Haut wird neu erfrischt;

zu dem Weiß wird Braun gemischt.

Selbst auf meiner großen Narbe 

zeigt sich diese schöne Farbe …

 

Somit lass’ ich mich durchdringen: 

Ich will ins Mee(h)r der Liebe springen; 

denn das verwandelt mich ganz krass. 

Ich jauchze froh im kühlen Nass!

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Sehnsucht nach Mee(h)r

Sehnsucht nach Mee(h)r

Ich stehe auf der Seebrücke,

wo ich auf das Wasser blicke.

Des Meeres Weite macht mir klar:

Das Leben bietet weit mehr dar,

als meine klitzekleine Welt,

die ab und an mir nicht gefällt.

Der Wind weht meine Enge fort –

an diesem wunderschönen Ort.

Ich atme neues Leben ein,

lass’ das Glück in mich hinein.

Segeln wollen meine Träume;

sie bieten neue Lebensräume.

Staunend seh’ ich nun nach oben,

 spüre auch den heil’gen Boden,

auf dem ich fest und aufrecht steh’ —

an diesem Mee(h)r, der weiten See.

 Hier fühl’ ich lange … mit Genuss …

das Leben jetzt im Überfluss!

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Gut genug

Gut genug

Du warst lange auf der Flucht — 

vor dir selbst, vor deinem Leben.

Du hast Bestätigung gesucht, 

dir keine Zuwendung gegeben. 

Du hast dich stetig aufgerafft, 

drehst dich immerzu in Kreisen, 

hast dann dich dabei geschafft, 

willst es andern nur beweisen. 

 

Ja, du bist nicht ganz perfekt

du bist einzigartig anders.

Hier und dort ist ein Defekt.

Trotzdem bist du doch besonders. 

Denn du bist ein Einzelstück, 

musst mit keinem dich vergleichen.

Du hast Stärken und Geschick, 

Schönheitsfehler auch desgleichen. 

 

Du bist Licht und Dunkelheit, 

machst die Nacht ein wenig heller, 

bist mit dir nicht mehr entzweit; 

du wirst individueller,

 nimmst dein Können in den Blick

 und gestaltest Zug um Zug. 

Du entdeckst darin dein Glück:

Du bist gut, bist gut genug!

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Ent-Wicklung

Ent-Wicklung

Die Raupe kriecht am Boden rum 

und findet dieses Dasein dumm.

Sie möchte einmal anders leben —

möchte wachsen, fliegen, schweben. 

Dann windet sie sich hin und her; 

das fällt ihr im Kokon sehr schwer. 

Doch so entpuppt sich dieses Ding 

und wird ein schöner Schmetterling.

 

Im Leben kann sich alles wandeln — 

vertrau’ ich meines Schöpfers Handeln 

und tu’ ich selber, was ich kann,

denn darauf kommt es zeitgleich an!

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Zeilensteine

Zeilensteine

Das habe ich noch nie erlebt, 

bin im Himmel fast geschwebt,

als wir uns vor Jahren fanden, 

uns auf Anhieb gut verstanden. 

Es war so unheimlich … Magie; 

sie stimmte bei uns: die Chemie. 

Alles haben wir uns anvertraut

und zueinander aufgeschaut.

 

Wir haben gern und oft gelacht 

und viele Pläne auch gemacht, 

bis die schweren Zeiten folgten.

Der Himmel zeigte dunkle Wolken, 

die unsere Herzen frieren ließen.

Die Liebe konnte nicht mehr fließen. 

Allmählich wurden wir uns fremd.

Und deshalb sind wir nun getrennt.

 

Die Zeit für uns ist nun vorbei

ich seh’ zurück  — ganz ohne Scheu.

Nicht das Schlechte ist geblieben,

 im Herzen trage ich das Lieben. 

Wir haben’s gut mit uns gemeint; 

so warst du mir ein guter Freund.

Zusammen gingen wir die Meilen.

So widme ich dir diese Zeilen! 

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Frühlingsherz im Winter

Frühlingsherz im Winter

Das Herz hat sich erkältet 

im Winter jener Zeit.

Es gab so viel, was quälte … 

die große Traurigkeit. 

Nun liegt es matt danieder —

so leer und doch so voll.

Es singt zwar seine Lieder, 

doch leider nur in Moll.

 

Es möchte so gern tanzen 

und nicht im Schnee erfrier’n, 

will neue Hoffnung pflanzen,

den Frühling wieder spür’n.

Da hat es sich entschlossen, 

die Not sich anzuseh’n.

Die Tränen sind geflossen,  

das Schwere konnte geh’n. 

 

Das Herz kann sich nun regen  

und fühlt den eignen Schlag, 

sagt wieder Ja zum Leben 

und wird in sich ganz stark.

In ihm darf alles fließen; 

es muss sich nicht bemühen. 

So können Blumen sprießen, 

in nächster Zeit erblühen.

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Alltagsheld

Alltagsheld

Weißt du, was? Ich bin begeistert! 

Du hast schon so viel erreicht, 

hast dein Leben gut gemeistert.

Dabei war es niemals leicht!

Du hast Menschen Mut gegeben,

Hoffnungszeichen auch gesetzt.

Und du wirst in deinem Leben 

von so vielen sehr geschätzt. 

 

Dabei lagst du tief am Boden, 

hast den Abgrund oft geschaut. 

Doch du hast dich dann erhoben,  

auch wenn dir vor Schwerem graut.

Schmerzhaft spürst du deine Wunden, 

siehst im Aufstehen eine Chance, 

hast dich darin neu erfunden. 

Und nun lebst du die Balance.

 

Du hast dich von dem entfernt, 

was dir schadet, dich beschwert, 

hast zu lieben dich gelernt

und zeigst Menschen ihren Wert. 

Du hast Großes dir bewahrt…

Das spürt jetzt deine kleine Welt –

durch die so einfühlsame Art.

Ich danke dir, du Alltagsheld!

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Mein Du

Gott als Gegenüber

Ruhe ich, bist du die Bank.

Singe ich, gibst du den Klang.

Lache ich, bist du mein Glück.

Schaue ich, gibst du den Blick.

Gehe ich, bist du die Meile.

Schreibe ich, wirst du zur Zeile.

Rede ich, bist du mein Wort.

Fliehe ich, schenkst du den Ort.

Weine ich, wirst du zur Träne.

Träume ich, hast du die Pläne. 

Scheiter ich, bist du mein Heil.

Suche ich, bist du mein Teil.

Gebe ich, zeigst du Gewinn.

Leide ich, gibst du noch Sinn.

Schweige ich, bist du das Reden.

Sterbe ich, bist du das Leben.

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Bedenken - Bedanken

christliche Gedichte über das Leben

Suche ich das große Glück –

wende ich ganz schnell den Blick

von dem, was fehlt, was ich nicht hab’:

Ich seh’ auf das, was Gott mir gab

und was er mir heut zugedacht,

weil mich das reich und dankbar macht!

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Fair-wandeln

Fair-wandeln

Selbst wenn wir alle Mühsal tragen

in diesen schweren, dunklen Tagen –

lasst uns nicht den Mut verlieren

und nicht auf Dauer resignieren,

ständig streiken, schimpfen, jammern,

uns an düstere Worte klammern. 

Lasst uns doch „nach oben“ schauen

und ganz fest auf Gott vertrauen,

der unsre Herzen hier erhellt.

Denn er macht uns zum „Licht der Welt“,

damit wir für den Nächsten brennen,

für ihn leuchten, strahlen können,

öfter jetzt ein Licht anzünden,

in die Finsternis verkünden,

dass es wieder heller wird,

weil Jesus uns ganz sicher führt.

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Was ein Freund schafft

Was ein Freund schafft

Wenn du einen Menschen hast,

der dich meint, der zu dir passt,

in jeder Lage zu dir steht –

egal, wie es dir wirklich geht,

dann bist du reich. Denn das ist Glück.

Du hast vom Himmel schon ein Stück.

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AktiVieren

AktiVieren

Es ist nicht zu begreifen:

Ein Virus lähmt die Welt,

will jeden hier angreifen.

Das ist die Angst, die quält.   

Wir sind jetzt völlig hilflos

und haben längst erkannt:

Das kleine Leben liegt bloß

allein in Gottes Hand. 

Indem wir uns besinnen

auf das, was wirklich zählt,

kann jeder Kraft und Trost gewinnen –

bei Gott, der wirklich hält.

Nichts ist mehr, wie es war.

Die Zeit wird alle prägen.

Ich bete, dass wir ab dem Jahr

das Miteinander pflegen!

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Die Fühler ausstrecken

Die Fühler ausstrecken

Die kleine Schnecke hält nicht Schritt,

kommt kaum mit unsrem Tempo mit.

Nur langsam kriecht sie hier voran –

erreicht das Ziel doch irgendwann…

 

Von Wert ist, niemals zu vergessen:

Ich muss mich nicht an andern messen!

 

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RoTieren

RoTieren

Dem Tausendfüßler fehlt ein Bein,

und mancher sagt: „Wie kann das sein?

Ein Tier mit solchem Handicap 

darf es nicht geben. Es muss weg,

entspricht auch gar nicht unsrer Norm,

ist ja kaum – wie wir – in Form!“

 

Der Tausendfüßler ist verletzt,

weil sein Dasein stört, entsetzt.

Er will doch nur in Frieden leben

und jeden Tag sein Bestes geben…

So reißt er sich ein Bein stets aus,

um das zu zeigen – Katz’ und Maus.

 

Jeder hat doch Schönheitsflecken –

ob Bremsen, Tauben, Pumas, Schnecken,

Schweine, Hunde oder Mücken…

Sie sollten doch zusammenrücken,

um einander zu ergänzen.

So entwichen große Grenzen!

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Segen im Regen

Segen im Regen

Auch wenn’s heute wieder regnet – 

bin ich der Freude doch begegnet.

Nichts verhagelt mir die Laune,

worüber ich jetzt mächtig staune:

Für mich ist nämlich sonnenklar:

Der Regen ist nicht immer da!

Die Sonne bricht sich ihre Bahn.

Und darauf kommt es schließlich an!

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Vorübergehen(d)

Vorübergehen(d)

Im Hier hat alles seine Zeit;

auf dieser Welt ist nichts von Dauer.

Im Wechsel liegt Beständigkeit.

Denn gestern war ich voller Trauer.

 

Ich lag am Boden – tief verletzt,

verstand dieses Desaster nicht.

Ich war empört, total entsetzt,

verlor jedwede Zuversicht.

 

Auch heute bin ich noch betroffen,

doch wächst in mir ein Hoffnungsschimmer.

Ganz langsam kann ich wieder hoffen:

Der Schmerz von jetzt bleibt nicht für immer…

 

Denn morgen hab’ ich überwunden,

was mich hier quälte – insgeheim.

Im Leid hab‘ ich mich neu gefunden.

Mein Ende wird sein Anfang sein.

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Aufbruch

Aufbruch

Ich brech’ zu neuen Ufern auf,

nehm’ Wind und Wellen auch in Kauf,

denn dieser Aufbruch bringt mich weiter

und stimmt mich letztlich ziemlich heiter!

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(Aus-)Flug

(Aus-)Flug

Bist du einmal hingefallen,

bleibe nicht am Boden liegen.

Höre auf, dich festzukrallen.

Du kannst trotzdem wieder fliegen.

 

Stehe auf, suche den Hügel, 

sieh nach oben, laufe los!

Spanne endlich deine Flügel –

schwebe… Das ist grandios!

 

Denn dazu bist du berufen –

egal, was dir bisher geschah,

wie dich andere einstufen…

Ich bin auf ewig für dich da.

 

Erschrecke nicht vor einem Fall. 

Niemals lass’ ich dich allein.

Ich halt’ dich immer, überall.

Denn ich will dein Fallschirm sein.

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G(l)anz-Stücke

G(l)anz-Stücke

Zeig´ mir nicht nur deine Stärke;

bringe mir auch deine Fehler.

Weise nicht nur auf die Berge;

ich begleite dich durch Täler.

 

Gern bin ich mit dir verbunden

und schenke deinen Scherben Glanz.

Mit allem Können und den Wunden

sehe ich dich jetzt schon ganz!

 

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Umgedreht

Umgedreht

Es gibt so manchen Grund zum Fallen

und am Boden aufzuprallen –

was lahmlegt, die Bewegung raubt,

sodass der Glaube auch verstaubt. 

 

Lande ich mal auf dem Bauch,

mache ich es mir zum Brauch,

mich umzudrehen – auf den Rücken.

So kann ich in den Himmel blicken,

mich getrost geschlagen geben,

wieder aufstehen und erleben,

wie Einer mir die Hände reicht

und nicht von meiner Seite weicht,

mir neue Perspektiven gibt,

weil er bedingungslos mich liebt!

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Tief bewegt

Tief bewegt

Die Hälfte meines Lebens

lebte ich vergebens.

Ich suchte Halt, Liebe und Schutz.

Doch ich fiel tief, lag nur im Schmutz. 

Ja, oft hab´ ich Beton berührt

und tiefe Wunden dann gespürt.

Ich glaubte nicht, ich sei zu retten.

 

Dann kamst du, sprengtest die Ketten.

Nun steh´ ich hier und bin befreit.

Mein Herz ist voller Dankbarkeit.

Du halfst mir hoch, stelltest mich hin,

gabst meinem Leben neuen Sinn.

Ich lebe heute nur noch für dich,

werfe das Alte hinter mich

und gehe aufrecht meinen Pfad –

mit Wert und Kraft … als Unikat!

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Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Auf halber Strecke aufzugeben,

das ist gar nicht mein Bestreben:

Nach dem „Bergab“ gibt’s das „Bergauf“.

So ist in dieser Welt der Lauf.

 

 

Doch manchmal sitz’ ich kurzerhand

ganz abgekämpft am Wegesrand:

Ich schau’ nach vorn und stöhne nur:

„Es ist noch eine schwere Tour,

bis ich am großen Ziel ankomme…

Ich sehe es nur recht verschwommen!“

Doch irgendwann fällt auch der Blick

auf meinen Lebensweg zurück.

„Ich hab’ ja  schon so viel geschafft…“

Und diese Sicht gibt neue Kraft.

So kann ich hoffnungsvoll aufstehen,

auf meinem Pfad auch weitergehen.

Vielleicht bleib’ ich ja länger fit –

marschiere ich stets Schritt für Schritt

mit – hin und wieder – einer Pause;

es wartet auf mich: das Zuhause!

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Zurück zu den Wurzeln

Zurück zu den Wurzeln

Lange war ich heut im Wald,

sah mehr als einen Baum.

Doch einer war besonders alt.

Erst schätzte ich ihn kaum.

 

Die Wurzeln wachsen tief und fest

seit Jahren in den Boden ein. 

Doch streckt sich der gesamte Rest

weit, hoch bis in den Sonnenschein.

 

Sein Standpunkt ist damit ganz klar.

Der Baum kann zu sich stehen.

Doch ist er keineswegs nur starr,

kann Stürme überstehen.

 

Er atmet für uns Gifte ein,

hilft Schlechtes umzuwandeln.

Der Baum will Lebensspender sein.

Ich dank ihm für sein Handeln.

 

Nach jedem Winter treibt er neu – 

das ist nunmehr sein Ziel.

Trotz Kälte bleibt er uns so treu.

Der Baum steht für so viel!

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Unverhofft kommt oft

Unverhofft kommt oft

Einer leisen, weisen Alten 

 – von kleinem Wuchs, mit großen Falten – 

wuchsen in dem Lauf des Lebens  

graue Haare … ganz vergebens,

obwohl sie Not und Leid bedrückt.

Sie geht ganz langsam … tief gebückt …

den Menschenkindern hier entgegen,

bringt Heil und Licht, Kraft und Segen.

So wird sie hier beliebt geschätzt:

Wenn alles stirbt – sie stirbt zuletzt!

Weil sie erleichtert, nicht beschwert, 

ist ihre Gegenwart begehrt.

Sie gibt Weitblick, wenn wir weinen, 

wenn Wege aussichtslos erscheinen,

 wenn wir die Zuversicht vermissen.

Ach, wie sie heißt, willst du noch wissen?! – 

Hoffnung ist der Eigenname

dieser ehrenwerten Dame.

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Unerschöpflich

Unerschöpflich

Eine kleine, hübsche Pflanze

blüht und strahlt im vollen Glanze.

Sie zeigt uns ihre Position

in den Rissen von Beton.

 

„Bewundernswert…“, so denk´ ich mir,

„… an diesem Standort – solche Zier!

Wie hat sie das denn nur geschafft?

Und – woher kamen Mut und Kraft?“

 

Der Same war für sie gelegt.

Gott selbst hat sie gehegt, gepflegt,

hat Wachstum ihr gegeben.

Er wollte – unbedingt – ihr Leben,

um uns Menschen Mut zu machen.

Sie ist ein Sinnbild für sein Wachen,

wenn wir ermatten, nichts erreichen:

In Wüsten schenkt er Hoffnungszeichen!

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Weg-weisend

Wegweisend

Wieder geht ein Weg zu Ende.

Chaotisch sind die Umstände.

Ich weiß nicht mehr, wieso – wohin,

bin verzweifelt, such‘ den Sinn,

einen Ausweg, Zuversicht,

bis du tröstend zu mir sprichst:

Nicht im Gestern liegt dein Glück!

Sieh nach vorn, schau‘ nicht zurück!

Gehe weiter! Bleib‘ nicht stehen!

Ich werde immer mit dir gehen

und zeige dir den Weg, das Licht,

bis der neue Tag anbricht,

an dem du längst zu Hause bist

und keine Träne mehr vergießt!

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Geh Fühlen

Geh Fühlen

Ich bin nicht mehr so aufgeschreckt,

denn ich hab’ jetzt ganz neu entdeckt:

Ich kann viel mehr, als ich heut spür’,

sodass ich schon die Angst verlier,

ganz klein und ohnmächtig zu sein.

Ich lass’ mich neu aufs Leben ein.

Es hält viel Schönes noch bereit –

trotz mancher großer Traurigkeit.

Und außerdem stehst du zu mir.

Für deine Liebe dank’ ich dir.

Du lässt mich wirklich nie allein.

Mir gilt dein Ja und nicht dein Nein.

So wird dies Fühlen zum Geschenk:

Ich bin viel größer, als ich denk’!

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Hafen "Mee(h)r der Liebe"

Hafen „Mee(h)r der Liebe"

Du sitzt am letzten Steg

und an der neuen Schwelle;

Du spürst, was dich bewegt … 

den Sturm, die große Welle.

Dein Schiff steht schon zur Abfahrt,

für die Ankunft nun bereit.

Du wirst vom Kapitän bewahrt; 

er schenkt dir sein Geleit.

 

Am Ufer bleib ich wohl allein; 

sag’ leise: „Schiff ahoi!”

Ich werde lange traurig sein, 

obwohl ich mich auch freu’, 

dass du nicht mehr am Rudern bist; 

es legt sich jetzt dein Wind, 

weil alles Leid zu Ende ist,

das Neue schon beginnt.

 

Meilenweit bist du nun fort; 

das Schiff weicht aus dem Blick.

Es fährt in Richtung Nord 

Und ich schau nur zurück!

Die Hoffnung bleibt bestehen, 

obwohl ich mich verabschiede.

Es gibt das Wiedersehen 

im Hafen „Mee(h)r der Liebe“.

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