Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Zwischen Ich und Du wächst manchmal ein Wir aus Worten der Wertschätzung.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Ich liebe dich, so wie du bist

 

und habe dich schon sehr vermisst.

 

Mir ist die Sehnsucht nur geblieben;

 

ich werde dich auf ewig lieben.

 

So hab’ ich alles hingegeben —

 

meine Würde und mein Leben.

 

Es geht mir niemals um dein Haben

 

und zuerst um deine Gaben.

 

Mich zieht es hin zu deinem Herz,

 

zu deinen Lasten und dem Schmerz.

 

Es lässt mich überhaupt nicht kalt —

 

fehlt dir die Kraft und auch der Halt.

 

Ich kann dich trösten, motivieren,

 

deine Seele sanft berühren,

 

in schweren Krisen dich begleiten

 

und deinen Horizont auch weiten.

 

Ich hülle dich in Liebe ein.

 

Darf ich dein Freund und Retter sein?

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Meine Liebe

Du bist die Blume in dem Schnee, 

 

wächst ganz ohne Bemühen —

 

wie eine schöne Orchidee.

 

Du bringst mein Herz zum Blühen.

 

Du bist die frohe Melodie;

 

mit dir möchte ich singen.

 

Durch dich bin ich die Harmonie;

 

vereint können wir klingen.

 

Ich bin so froh: Du bist bei mir.

 

Mein ganzes Herz gehört nur dir — 

 

wir haben uns gefunden.

 

Du hast dich dafür entschieden,

 

mich mit meiner Art zu lieben — 

 

wir haben uns verbunden.

 

Du machst mich vollkommen ganz.

 

Wir achten uns mit Toleranz — 

 

das wollen wir bekunden.

 

Du bist die Sonne in der Nacht;

 

hier bringst du mich zum Strahlen.

 

Die Farben hast du mitgebracht,

 

ums Dunkel zu bemalen. 

 

Du bist der Ankerplatz vor Ort, 

 

denn du machst keine Wellen.

 

Und bleibe ich bei dir an Bord,

 

bist du für mich die Quelle.

Miteinander-Gedichte

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Ruhe ich, bist du die Bank.

 

Singe ich, gibst du den Klang.

 

Lache ich, bist du mein Glück.

 

Schaue ich, gibst du den Blick.

 

Gehe ich, bist du die Meile.

 

Schreibe ich, wirst du zur Zeile.

 

Rede ich, bist du mein Wort.

 

Fliehe ich, schenkst du den Ort.

 

Weine ich, wirst du zur Träne.

 

Träume ich, hast du die Pläne. 

 

Scheiter ich, bist du mein Heil.

 

Suche ich, bist du mein Teil.

 

Gebe ich, zeigst du Gewinn.

 

Leide ich, gibst du noch Sinn.

 

Schweige ich, bist du das Reden.

 

Sterbe ich, bist du das Leben.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Krafträuber

Manche Leute tun nicht gut:

 

Sie rauben Kraft und jeden Mut.

 

Wie sie wollen, soll ich springen,

 

und dabei wird mir nie gelingen,

 

die Erwartung zu erfüllen —

 

ihre Sehnsucht ganz zu stillen.

 

Stetig plagt mich das Gewissen,

 

noch mehr für sie tun zu müssen

 

Denn das reden sie mir ein:

 

Ich muss für sie verfügbar sein. 

 

Selbstverständlich will ich lieben 

 

und mich auch in Demut üben.

 

Doch – hab’ ich alles ausprobiert 

 

und die Herzen nicht berührt,

 

mache ich mich mächtig gerade, 

 

begebe mich auf neue Pfade.

 

Ich ziehe fortan Konsequenzen‚

 

setz‘ dem Gegenüber Grenzen

 

und merke, wie ich Kraft gewinne, 

 

weil ich mich auf mich besinne.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Rollenwechsel

Du spielst deine kleine Rollen,

 

willst halt auf der Bühne stehen.

 

Schöpfst du wirklich aus dem Vollen?

 

Wie soll es denn weitergehen?

 

Lass doch diese Maskerade,

 

zeig dich mir ganz ungeschminkt.

 

Dir gilt längst schon meine Gnade,

 

die nur Liebe mit sich bringt.

 

Sei nicht länger Hauptdarsteller;

 

ich bin gern dein Intendant.

 

Dein Leben wird viel essenzieller.

 

Leg das Stück in meine Hand.

 

So wirst du mir applaudieren:

 

Ich erkämpfte dir das Recht.

 

Du wirst nichts mehr inszenieren.

 

Als du selbst bist du dann echt.

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Tiefer Glaube

Du kommst in mein Zimmer

 

und siehst an mir vorbei.

 

Dann sagst du wie immer,

 

dass es hoffnungslos sei.

 

„Was ich denn bloß wollte —

 

für mich käme kein Licht!“

 

Ich kann dir nicht folgen …

 

Und ich glaube dir nicht!

 

Ein jeder darf irren —

 

auch du, lieber Freund,

 

weil mit dem Verlieren

 

das Siegen sich eint.

 

Die Hoffnung lebt immer;

 

das weiß ich genau.

 

Sie ist hier im Zimmer,

 

weil ich Gott ganz vertrau.

 

Denn er ist der Größte,

 

der in Abgründe steigt.

 

Hier wird er mich trösten,

 

weil er sich zu mir beugt.

 

Und dieses Aufrichten —

 

das wird mich erheben.

 

Gott schenkt mir Aussichten,

 

die Zukunft, das Leben!

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Ich laufe an die Brücke;

 

am Ende — da stehst du.

 

Und weil ich dich erblicke,

 

geh ich auch auf dich zu.

 

Ich möchte dir begegnen,

 

verstehen, wer Du bist.

 

Die Wege sind geebnet,

 

damit auch du mich siehst.

 

Nun kommst du mir entgegen;

 

ich bin sehr aufgeregt.

 

Kann ein Gespräch bewegen,

 

das uns auch weiterträgt?

 

Wir haben uns gestritten

 

vor einer langen Zeit.

 

Gibt es nun eine Mitte;

 

kommt es zur Einigkeit?

 

Wir stehn uns gegenüber,

 

sind offen und konkret.

 

Dann lachen wir bald wieder;

 

es ist noch nicht zu spät.

 

Es gibt kein Falsch, kein Richtig;

 

das haben wir erkannt.

 

Drum bleiben wir uns wichtig

 

und herzlich zugewandt!

Still-Gehalten

Du hast so viel um die Ohren,

 

dass du auf dich nicht mehr hörst,

 

fühlst dich müde, fast verloren,

 

denn der Nächste kommt zuerst.

 

Doch dann setzt du ein paar Grenzen,

 

sagst auch öfter einmal: „Nein!“,

 

willst vor keinem Menschen glänzen,

 

suchst nur deinen wahren Schein.

 

Du genießt jetzt schon die Ruhe,

 

selbst wenn es im Herz noch lärmt,

 

bringst zu Gott auch dein „Getue“ 

 

und was dich von ihm entfernt.

 

So wird es allmählich stille —

 

in deiner Seele, um dich her.

 

Du entdeckst nun Gottes Wille;

 

sein Gebot ist gar nicht schwer.

 

Gott will dich vor allem stärken;

 

aus ihm lebst du heut bewusst.

 

Das wird auch dein Umfeld merken,

 

denn es schwinden Zwang und Frust.

 

Du tust alles mit Vergnügen,

 

gibst jetzt nur, was du empfängst.

 

Und du musst dich nicht verbiegen,

 

weil du dich — in Gott — verschenkst!

Wir-Gedichte von Jana Schumacher – Worte über Nähe, Verbundenheit und das, was Menschen gemeinsam trägt, verbindet … und trennt.

Bleiben

Die Welt hüllt sich ins Schweigen 

 

und will sich nicht mehr dreh’n.

 

Du kannst nicht länger bleiben

 

und wirst bald von mir geh’n.

 

Ich wünsche dir ganz leise:

 

„Leb‘ wohl, mein alter Freund!

 

Geh‘ mutig auf die Reise! 

 

Wir bleiben doch vereint! 

 

Du lebst in meinem Herzen

 

und oben — immerfort.

 

Dort gibt es keine Schmerzen;

 

da wird für dich gesorgt.

 

Kein Mensch kann dich ersetzen;

 

die Lücke wird besteh’n.

 

Ich weiß es sehr zu schätzen,

 

dass wir uns wiedersehen.

 

Das ist und bleibt das Hoffen,

 

der Trost in dieser Zeit.

 

Und doch bin ich betroffen;

 

ich spür‘ die Traurigkeit.

 

So nehm‘ ich deine Hände 

 

und geb‘ sie wieder frei.

 

Gott macht daraus ein Ende

 

und trotzdem alles neu!

Und manchmal trägt uns ein Wir, wenn das Ich zu schwer geworden ist!

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.