Kurz und Fündig

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Windwärts

Ich wünsche dir Gegenwind,

 

der dich zurückträgt,

 

wenn du dich verlierst 

 

und mit dem Strom schwimmst.

 

Ich wünsche dir Rückenwind,

 

der dich voranträgt,

 

wenn deine Kräfte schwinden

 

und du nur nach hinten schaust.

 

Ich wünsche dir Aufwind,

 

der dich emporträgt,

 

wenn du am Boden liegst

 

und keine Kraft zum Fliegen mehr spürst.

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Nachdrücklich

„Mein Kind, was andere von dir erwarten,

 

kann dich mächtig unter Druck setzen.

 

Du versuchst, Eindruck zu machen,

 

und verlierst dabei leicht dich selbst.

 

Du bist schon ein Unikat.

 

Ich habe dir deinen eigenen Ausdruck gegeben,

 

deine Stimme, deine Art, dein Wesen.

 

Du bist genauso von mir gewollt.

 

Hinterlasse deinen eigenen Abdruck,

 

unverwechselbar, weil du mein Gedanke bist.

 

Du musst niemandem etwas beweisen —

 

und aller Druck fällt von dir ab.“

Sind Gottes Versprechen Versprecher?

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Preiswert

Du bist sehenswert –

 

Gott sieht dich an mit einem Blick,

 

der nicht an deinen Fehlern hängen bleibt, 

 

sondern dich niemals mit Güte aus den Augen verliert.

 

Du bist liebenswert –

 

nicht erst, wenn du anders wirst.

 

Gott fragt nicht danach, was du vorzuweisen hast, 

 

sondern wer du in seinen Augen bist: sein geliebtes Kind.

 

Du bist den Preis wert, 

 

den Gott für deine Erlösung gezahlt hat.

 

Nichts kannst und musst du mehr tun, um wertvoll zu sein.

 

Ist das nicht bemerkenswert? 

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Lebensmeer

„Mein Kind, 

 

in deinem Leben wirst du die Ebbe kennenlernen.

 

Manches zieht sich zurück und fehlt dir schmerzlich.

 

Doch wo dein Lebensmeer leer geworden ist,

 

kann Wesentliches zum Vorschein kommen – 

 

und ich schenke dir meine Tiefe und Zuversicht.

 

In deinem Leben wirst du die Flut kennenlernen.

 

Neues strömt herein und fordert dich heraus.

 

Doch wo dein Lebensmeer voll und voller wird,

 

kann auch Kostbares bei dir angespült werden –

 

und ich schenke dir meine Weite und Zuversicht.

 

In deinem Leben wirst du die Strömung kennenlernen.

 

Du wirst hin- und hergerissen, manchmal mitgerissen.

 

Doch wenn dein Lebensmeer dich ruhelos umhertreibt,

 

will ich deine Mitte, dein Mittelpunkt sein —

 

und ich schenke dir meine Nähe und Zuversicht.

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Du sagst: Ich glaube nur, was ich sehe!
Ich sage dir: Du siehst, was du glaubst!

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Drüber-blick

Manchmal hält dich der Rückblick fest,

 

weil du nicht loslassen kannst, was war.


Manchmal fehlt dir der Ausblick,

 

weil du nicht weißt, was kommt.

 

Dann suchst du nach dem Durchblick,

 

möchtest den ganzen Weg überblicken

 

und übersiehst dabei vielleicht

 

den einen Lichtblick, der dir heute genügt.

 

Da sagte Gott:

 

„Du musst nicht alles im Blick haben –

 

ich habe dich im Blick 

 

und den Überblick.“

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Meereslauschen

Eine Muschel trägt Spuren

 

von Wellen, Sand und Wind.

 

Das Meer hat sie gezeichnet.

 

Doch legst du sie an dein Ohr,

 

erzählt sie dir nichts von Rissen.

 

Sie lässt dich das Meer erlauschen.

 

Vielleicht sind auch deine Brüche

 

nicht nur Erinnerung an schwere Zeiten.

 

Darin rauscht noch immer das Mehr Gottes.

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Kämpfst du auf den Sieg zu,
oder lebst du vom Sieg her?

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Zufall?

Manches fällt dir zu,

 

ohne dass du danach gesucht oder damit gerechnet hast. 

 

Genau dann, wenn du es brauchst, ist es plötzlich da.

 

Vielleicht ist manches nicht einfach ein Zufall,

 

sondern fällt dir von Gott her zu: 

 

ein Zu-Fall.

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Punkt

Mein Kind, du denkst: 

 

„Das ist das Ende —Schluss … Punkt.“

 

Doch ich schreibe weiterhin Geschichte mit dir.

 

Aus deinem Schlusspunkt wird bei mir ein Doppelpunkt:

 

Du bist niemals festgeschrieben – Punkt.

Wer sich nur über das Außen beschwert,
beschwert ganz tief sein Inneres!

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Zwischenzeit

Manche Zeiten fühlen sich an,

 

als würde nichts geschehen.

 

Du wartest auf das Neue,

 

doch es lässt auf sich warten.

 

Vielleicht ist das Dazwischen

 

gar keine verlorene Zeit, 

 

weil im Verborgenen gerade das wächst,

 

was du noch nicht sehen kannst.

 

Gott war gestern für dich 

 

und wird es auch morgen sein.

 

Doch er ist vor allem heute hier –

 

mitten in deiner Zwischen-Zeit.

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Auf-Richtung

„Mein Kind, 

 

viel zu lange hast du dich selbst gerichtet. 

 

Und ja, du hast nicht alles richtig gemacht.

 

Aber — du darfst trotzdem zu dir stehen.

 

Ich kenne dich und deine Fehler.

 

Du darfst sie aufrichtig bekennen:

 

vor mir, vor dir, vor deinem Nächsten.

 

Ich möchte dich stärken und aufrichten.

 

Ich zeige dir die richtige Richtung: 

 

Auf … steh wieder auf — und lebe!“

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Wirst du ihm noch folgen,
wenn du ihm nicht mehr folgen kannst?

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Kleinigkeiten?

Ein Sonnenstrahl auf deinem Gesicht,

 

ein Lächeln, das dir gilt,

 

ein unerwartet gutes Wort,

 

ein Moment zum Atemholen …

 

Wir nennen das Kleinigkeiten,

 

als wären sie kaum der Rede wert.

 

Dabei braucht es manchmal gar nicht viel, 

 

um dein Herz zu berühren. 

 

Manchmal sind gerade die kleinen Dinge 

 

Zeichen der Zuwendung Gottes: 

 

fast unscheinbar und schnell vorübergehend —

 

und dennoch großartig.

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Fair-Sammeln

Es ist Mittag — die Mitte des Tages.

 

Ich gönne mir eine Pause und halte inne.

 

Während ich mich ausstrecke, frage ich mich:

 

„Was habe ich bis zu diesem Zeitpunkt aufgesammelt?“

 

Da sind viele Stimmen, viele Eindrücke, viele Worte …

 

Ich entdecke Ansichten, Erwartungen, Spannungen …  

 

Es gibt auch Enttäuschungen, Hoffnungen, Reize …

 

Ich sehe Schwierigkeiten, Wunder, Sorgen …

 

Was ich außen aufsammle, sammelt sich innen rasch an.

 

Ich überlege, woran ich das merke:

 

Es herrscht in mir Lärm, aber keine Klarheit.

 

Ich spüre Schwere, aber kein Gewicht.

 

Aus Angesammeltem kann ich manches wieder einsammeln.

 

Ich sortiere, ich erspüre, ich reflektiere, 

 

was jetzt friedvoll, was gehaltvoll, was sinnvoll ist.

 

Ich wähle keineswegs das Nichtige, sondern das Richtige.

 

Ich sammle nicht nur ein; ich sammle mich wieder

 

und finde Ganzheit, Standhaftigkeit, Zufriedenheit.

 

In der Mittagshitze habe ich meine Mitte gefunden — 

 

durch dich, in dir!

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Steigert man Wunde, kommt Wunder heraus!

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Rückwärts voran

Wenn ich festgefahren bin, 

 

hilft mir oft eine Bestandsaufnahme. 

 

Ich frage mich: „Wo stehe ich gerade?“ 

 

Dann schaue ich bewusst in den Rückspiegel.

 

Nun kann ich den Rückwärtsgang einlegen, 

 

ein Stück zurückfahren 

 

und einen neuen Weg einschlagen, 

 

damit ich das Alte hinter mir lasse.

 

Anschließend richte ich meinen Blick nach vorn,

 

erfahre das Neue, das Gott mir schenkt – 

 

und merke: Manchmal muss ich zurück, 

 

um voranzukommen.

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Scheinbar

„Mein Kind, 

 

du hältst dich für unscheinbar, 

 

weil du nicht besonders glänzt.

 

Doch der Schein trügt. 

 

Was in meinen Augen zählt, 

 

ist nicht der äußere Glanz, 

 

sondern das, was in dir leuchtet.

 

Du bist wertvoller, als du scheinst.

 

Dort, wo du erscheinst,

 

strahlt das Licht der Welt!“

Kurz und fündig

Bist du wirklich gescheitert, wenn du gescheiter aus der Situation hervorgegangen bist?

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Wind-Stärke

Glaube ist so leicht wie eine Feder, 

 

die sich tragen lässt vom Wind.  

 

Federleicht darf er sie führen,

 

denn er weiß schließlich, wohin.

 

Glaube ist so leicht wie eine Feder, 

 

die sich tragen lässt vom Wind.  

 

Sie steigt hinauf und fällt hernieder,

 

mal tänzelt sie nur so dahin.

 

Glaube ist so leicht wie eine Feder, 

 

die sich tragen lässt vom Wind. 

 

Sie ist so frei in seiner Stärke —

 

stürmt es auch manchmal mittendrin.

 

Glaube ist so leicht wie eine Feder, 

 

die sich tragen lässt vom Wind.

 

Vertrauensvoll und ganz beflügelt

 

schwebt sie mit ihm ins Weite hin.

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Wer andere aufrichtet,
richtet sich auf!

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Einsicht

Jeder von uns hat nur eine Sicht –

 

auf Dinge, Personen und Umstände.

 

Wir schauen durch unsere eigene Brille aufs Leben.

 

Manchmal sind wir weitsichtig, manchmal kurzsichtig.

 

Doch Gott hat uns verschieden geschaffen.

 

Darum muss meine Sicht nicht deine sein.


Vielleicht beginnt Einsicht dort,

 

wo die Sicht des anderen meine eigene bereichert.

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Zu Recht: Rücken

Wir haben Rücken.

 

Oft reden wir, ohne uns zu verstehen.

 

Zu viele schweigen aus Angst oder Enttäuschung.

 

Missverständnisse wachsen.

 

Und manches ist schwer geworden.

 

Deshalb rücken wir ab

 

von argwöhnischen Blicken,

 

vom schnellen Urteilen,

 

von der Angewohnheit, 

 

immer nur das Trennende zu sehen.

 

Deshalb rücken wir beiseite,

 

was zwischen uns steht:

 

Berge der Erwartungen,

 

Scherbenhaufen des Misstrauens,

 

Mauern in unseren Köpfen.

 

Deshalb rücken wir entgegen,

 

mit offenen Herzen,

 

mit ausgestreckten Armen,

 

mit der Bereitschaft zuzuhören,

 

auch wenn wir nicht alles teilen.

 

Deshalb rücken wir zusammen,

 

weil wir uns nur im Miteinander tragen,

 

Schließlich merken wir,

 

dass niemand allein weiterkommt.

 

Einigkeit macht stark.

 

Deshalb rücken wir gerade,

 

was schiefgegangen und ver-rückt ist:

 

Achtung, Respekt oder Liebe.

 

Wir können rücken —

 

mit Gottes Hilfe.

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Musst du wirklich spuren,
um Spuren zu hinterlassen?

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Wellen

Ich wünsche dir Wellen der Kraft,

 

die sanft in dein Innenmeer fließen,

 

um die verborgen Schätze in dir freizuspülen,

 

damit du deinen Wert und deine Würde erkennst.

 

Ich wünsche dir Wellen der Liebe,

 

die sanft in dein Innenmeer fließen,

 

um das Verstoßene darin zu umspülen,

 

damit du umarmen kannst, was zu dir gehört.

 

Ich wünsche dir Wellen der Freiheit,

 

die sanft in dein Innenmeer fließen,

 

um den Ballast der Vergangenheit fortzuspülen,

 

damit du unbeschwert in die Zukunft siehst.

 

Ich wünsche dir Wellen des Mutes,

 

die sanft in dein Innenmeer fließen,

 

um Güte und Mitgefühl anzuspülen,

 

damit du für andere ein Segen bist.

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Aphorismen

Kurz und fündig

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.