Ciao
Wo Loslassen Freiheit schenkt
Ciao
Jetzt
Manches darf gehen, damit meine Hände wieder frei werden.
Ich packe meinen Koffer
Ciao
Glaubens-Sätze
Es gibt so manche Glaubenssätze,
die ich im Leben wirklich schätze,
weil sie mir Kraft und Mut verleihen
und meine Seele auch befreien.
Vor vielen Tagen oder Wochen
hat Jesus sie mir zugesprochen …
„Ich bin mit dir!“, „Fürchte dich nicht!“,
„Ich bleib‘ dein Fels, die Zuversicht!“
„Glaubst du mir, dann wirst du leben!“,
„Deine Schuld ist dir vergeben!“,
„Die Riesen werden wir bezwingen!“
„Dein Leben wird mit mir gelingen!“
Es gibt auch manche Glaubenssätze,
an denen ich mich nicht ergötze.
Von Menschen hab‘ ich sie vernommen
und daraufhin sofort begonnen,
mich klein und ohnmächtig zu fühlen,
weil sie dem Herzen nicht gefielen.
Ich kenne sie nun zur Genüge,
entlarve jene heut als Lüge.
Ich werde ein paar nun ersetzen —
mit guten, wahren Glaubenssätzen!
So wird es mir gleich besser gehen
und ich kann Gottes Hilfe sehen!
Jetzt
Ciao
Was ich schätze
Schatz, ich muss es heute wagen
und dir ehrlich etwas sagen:
Ich liebe dich nicht mehr wie einst
und weiß auch gar nicht, was du meinst,
wenn du mir permanent versprichst,
dass du mich lebenslang beruhigst,
befreist und glücklich machen willst …
Ich spüre nur, wie du aufwühlst!
Schatz, ich will es nun auch zeigen
und nicht länger bei dir bleiben,
liegst bei mir – als Dominante –
nicht mehr auf der hohen Kante.
Ich lebe nicht in Saus und Braus;
das macht dir hoffentlich nichts aus.
Der Groschen ist bei mir gefallen;
ich teile dich jetzt gern mit allen.
So will ich mich jetzt umdrehen
und auf neuen Wegen gehen.
Die große Liebe wartet längst,
die Liebe, Ruhe, Glück verschenkt –
dafür mit ihrem Namen bürgt
und dann Geborgenheit bewirkt.
Sie hat im Herzen nur noch Platz
und ist in Ewigkeit mein Schatz!
Jetzt
Ciao
Rollenwechsel
Du spielst deine kleine Rollen,
willst halt auf der Bühne stehen.
Schöpfst du wirklich aus dem Vollen?
Wie soll es denn weitergehen?
Lass doch diese Maskerade,
zeig dich mir ganz ungeschminkt.
Dir gilt längst schon meine Gnade,
die nur Liebe mit sich bringt.
Sei nicht länger Hauptdarsteller;
ich bin gern dein Intendant.
Dein Leben wird viel essenzieller.
Leg das Stück in meine Hand.
So wirst du mir applaudieren:
Ich erkämpfte dir das Recht.
Du wirst nichts mehr inszenieren.
Als du selbst bist du dann echt.
Ciao
Selbstwert mit Gefühl
Du lässt dich heute treiben …
im Meer, das dich bewegt.
Du kannst es kaum beschreiben,
wie dich das Wasser trägt.
Das willst du nur erspüren,
bewahrst jetzt ruhig Blut.
Es gibt nichts zu verlieren.
Mit dir ist alles gut!
Du hast dich abgestrampelt —
vielleicht dein Leben lang,
in dir auch viel zertrampelt;
das war kein schöner Gang.
Du wurdest immer müder,
bewahrtest deinen Schein.
Doch heute bist du klüger;
es geht nur um dein Sein.
Du hast doch eine Ehre,
ein Selbstwert mit Gefühl.
Du bist befreit von Schwere,
willst nicht mehr viel zu viel.
Du bist nicht mehr getrieben —
im Meer, das Leben heißt
und kannst dich selber lieben,
was Frieden dir verheißt!
Jetzt
Ciao
Verwehen - Entstehen
Das Blatt löst sich von einem Baum;
die Welt um mich bemerkt es kaum.
Doch es streift zärtlich meinen Schopf,
und mir geht vieles durch den Kopf …
Nun liegt das Blatt ganz still am Boden,
doch ist es mein Geschenk von oben,
denn es fragt mich im sanften Ton:
„Was trägt der Wind bei dir davon?“
Die Antwort fällt mir richtig leicht:
„Ich habe schon so viel erreicht!
Doch sehe ich die Dinge schwinden.
Was werde ich denn morgen finden?
Und viele, die zu mir nicht passen,
hab ich am Ende losgelassen …
Was bleibt, wenn so viel nur vergeht,
wenn es der Wind von dannen weht?“
Dann spricht zu mir das bunte Blatt,
das Einfühlungsvermögen hat:
„Dein Herz ist, lieber Mensch, so schwer:
Du weinst dem Alten hinterher!
Sieh doch auf das, was ewig bleibt
und was dein Schöpfer dir schon zeigt.
Wenn hier der Wind auch viel fortweht —
Gott macht, dass Neues doch entsteht!
Fließend Gelernt
Ich sitze am Ufer und sehe dem Fluss zu.
Er fragt nicht, ob das sein Weg ist, sondern er fließt —
heute reißend und morgen ruhig, als würde nichts geschehen.
Und doch bleibt nichts stehen.
Ich frage mich, was der Fluss wohl weiß, was ich noch lernen muss.
Wie viel Gutes ist mir zugefllossen:
Liebe und Leichtigkeit,
Kraft und Zuversicht,
Augenblicke voller Glück, von denen manches bis heute in mir nachfließt.
Menschen kamen in mein Leben,
gingen ein Stück mit mir,
und manche blieben.
Wie viel ist davongeflossen:
Pläne und Träume nahmen einen anderen Lauf,
manche geliebten Menschen gingen weiter,
die Zeit eilte dahin.
Ich wollte festhalten, was Wert für mich hatte,
bewahren, was längst im Fließen war.
Doch was verflossen ist, fließt nicht zurück.
Und doch fließt manches weiter:
ein Wort, von dessen Kraft ich bis heute lebe,
eine Liebe, die mein Herz berührte,
ein Umweg, den ich ging und der mir eine Richtung gab.
Was an mir vorüberfloss, war nicht einfach vorbei;
es ist eingeflossen in das, was ist und werden soll.
Vielleicht habe ich zu oft geglaubt, mein Leben bestünde vor allem aus dem, was geblieben ist.
Dabei bin ich der Mensch geworden — aus allem, was zusammenfloss:
aus dem, was kam,
aus dem, was ging,
aus dem, was blieb.
Denn nicht alles, was geht, geht verloren. Vieles geht mit.
Manches muss ich loslassen.
Manches darf weiterfließen, damit auch ich weitergehen kann.
Der Fluss lässt los, ohne leer zu werden.
Er verändert sich, ohne sich zu verlieren.
Vielleicht kann ich genau das von ihm lernen:
nicht festhalten, um zu bewahren,
nicht stehen bleiben, um mir treu zu bleiben.
Ich lerne noch, aber langsam wird es fließend.
Vielleicht verliere ich beim Loslassen weniger, als ich gewinne.
Ciao
Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.