Anker

Halt finden, wenn das Leben schwankt

Anker

Nicht alles, was dich hält,
muss sichtbar sein

Anker

Geborgenheit 

Kommt zu mir

Kommt zu mir, ihr lieben Kinder, 

 

und lasst alle Sorgen los,

 

denn als Gott und der Erfinder

 

sind meine Möglichkeiten groß,

 

um euch wieder zu erquicken 

 

und von Nöten zu befreien.

 

Nie soll eure Last erdrücken;

 

ich will Hoffnung euch verleihen.

 

Kommt zu mir, ihr lieben Kinder,

 

nehmt mein Anliegen auf euch,

 

denn als großer Überwinder

 

ist es für euch sanft und leicht.

 

Lernt aus mir heraus zu leben,

 

gebt euch hin in meiner Kraft.

 

Dann kann ich euch Ruhe geben,

 

durch die ihr Liebenswertes schafft.

 

Kommt zu mir, ihr lieben Kinder,

 

ruht euch bei mir zunächst aus.

 

Dann … als großer Weltbegründer

 

sende ich euch auch hinaus.

 

Sucht die Menschen, die noch stöhnen 

 

unter ihrem Schmerz, der Last.

 

Ich will sie gern mit mir versöhnen —

 

und ihr macht alle bei mir Rast!

Anker 

Mut

Mein Schatz

Schatz, ich muss es heute wagen 

 

und dir ehrlich etwas sagen:

 

Ich liebe dich nicht mehr wie einst 

 

und weiß auch gar nicht, was du meinst,  

 

wenn du mir permanent versprichst, 

 

dass du mich lebenslang beruhigst, 

 

befreist und glücklich machen willst …

 

Ich spüre nur, wie du aufwühlst!

 

Schatz, ich will es nun auch zeigen 

 

und nicht länger bei dir bleiben, 

 

liegst bei mir – als Dominante – 

 

nicht mehr auf der hohen Kante.

 

Ich lebe nicht in Saus und Braus; 

 

das macht dir hoffentlich nichts aus.

 

Der Groschen ist bei mir gefallen; 

 

ich teile dich jetzt gern mit allen.

 

So will ich mich jetzt umdrehen 

 

und auf neuen Wegen gehen.

 

Die große Liebe wartet längst, 

 

die Liebe, Ruhe, Glück verschenkt – 

 

dafür mit ihrem Namen bürgt

 

und dann Geborgenheit bewirkt.

 

Sie hat im Herzen nur noch Platz 

 

und ist in Ewigkeit mein Schatz!

Mut

Geborgenheit 

Gottes Liebeserklärung

Ich liebe dich, so wie du bist

 

und habe dich schon sehr vermisst.

 

Mir ist die Sehnsucht nur geblieben;

 

ich werde dich auf ewig lieben.

 

So hab’ ich alles hingegeben —

 

meine Würde und mein Leben.

 

Es geht mir niemals um dein Haben

 

und zuerst um deine Gaben.

 

Mich zieht es hin zu deinem Herz,

 

zu deinen Lasten und dem Schmerz.

 

Es lässt mich überhaupt nicht kalt —

 

fehlt dir die Kraft und auch der Halt.

 

Ich kann dich trösten, motivieren,

 

deine Seele sanft berühren,

 

in schweren Krisen dich begleiten

 

und deinen Horizont auch weiten.

 

Ich hülle dich in Liebe ein.

 

Darf ich dein Freund und Retter sein?

Geborgenheit 

Anker

Gott gibt me(e)hr

Du schickst mich auf das weite Meer, 

 

wo nur Zweifel an mir nagen, 

 

weil ich spür’, dass ringsumher 

 

meine Füße kaum noch tragen.

 

Ich bin von Wellen hier umgeben. 

 

Auch der Wind bläst ins Gesicht. 

 

Ich fürchte mächtig um mein Leben, 

 

und es sinkt die Zuversicht.

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

 

kann ich mich auf dich verlassen.

 

Da bist auch du, mein treuer Herr.

 

Ich will deine Hand erfassen, 

 

die mich hält und weiterbringt.

 

Im Glauben darf ich auf dich sehen, 

 

weil das Wagnis auch gelingt: 

 

Ich kann — mit dir — auf Wellen gehen.

Geborgenheit 

Anker 

Beschirmt

Wer unter‘m Schirm des Höchsten sitzt,

 

der fühlt sich hier gut aufgehoben,

 

weil er nicht durch die Gegend flitzt;

 

vorüber sind der Stress, das Toben.

 

Er atmet bei Gott ganz tief durch

 

und macht gerade bei ihm Rast.

 

Er bringt ihm Sorgen und die Furcht,

 

teilt mit ihm die Not und Last.

 

Wer unter‘m Schirm des Höchsten sitzt, 

 

der fühlt sich bald erfrischt, gestärkt,

 

weil Gott ihn immer unterstützt, 

 

was nun sein Leib, die Seele merkt.

 

Er atmet endlich wieder auf 

 

und lässt sich gern bewegen,

 

nimmt Sonne, Regen nun in Kauf

 

und wird — beschirmt — zum Segen!

Anker 

Anker

Ein Hoch auf dich

Ein Hoch auf dich, mein guter Gott;

 

du bist erfahrbar und nicht tot.

 

Ich weiß, du — mein Erlöser — lebst,

 

weil du durch schwere Zeiten trägst.

 

Du hast mir manches schon genommen,

 

was ich zuvor von dir bekommen.

 

Doch es gibt nichts, was uns hier trennt;

 

so dank‘ ich dir für das Präsent.

 

Die Wohltat hatte ich erschlossen

 

und diesen Reichtum sehr genossen.

 

Es war ja ein Geschenk auf Zeit;

 

und darum bin ich jetzt bereit,

 

vor dir den Groll hier abzulegen

 

und es auch wieder freizugeben —

 

in deine liebevollen Hände.

 

Mein Herz erlebt nun eine Wende.

 

Auch wenn ich noch mit Tränen säe

 

und deine Pläne nicht verstehe,

 

will ich mich dir ganz anvertrauen

 

und stets auf deine Güte schauen.

 

Ich möchte dich auf ewig preisen,

 

dir Ehrerbietung jetzt erweisen,

 

weil du das Beste für mich willst,

 

mein Leben auch mit Neuem füllst!

Anker

Was können wir nicht alles verlieren

Was können wir nicht alles verlieren? Uns können Gegenstände wie der Schlüsselbund, die Geldbörse, ein Rucksack, die Brille, das Handy oder ein Schmuckstück abhanden kommen. Darüber hinaus können wir noch ganz anderes einbüßen. Wir können zum Beispiel unser Herz an einen Menschen oder ihn dann auch wieder aus den Augen verlieren. Wir können den Kopf beziehungsweise die Nerven verlieren, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es soll. Und das Wesentliche können wir natürlich auch aus dem Blick verlieren.

Wir können den Glauben verlieren, wenn wir Gott in seiner Liebe oder seinem Handeln nicht verstehen. Wir können die Liebe unseres Lebens verlieren. Leider verlieren wir oft die Hoffnung, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden. Das Leben hier auf Erden können… – nein, wir werden es sogar todsicher irgendwann verlieren. Und … unter Umständen verlieren wir auch hier schon immer wieder einmal uns selbst, indem wir nur auf die Meinung anderer Menschen hören, wenn wir es allen recht machen wollen oder uns selbst nicht treu bleiben. 

In der Bibel erzählt Jesus auch ein paar Gleichnisse darüber. Ein Hirte bemerkt eines Tages zum Beispiel voller Entsetzen, dass sich eins seiner Schäfchen verlaufen hat. Im Grunde hätte es ihm egal sein können; er hatte ja noch 99 andere Tiere dieser Art. Doch er hält das eine Schaf für so wertvoll und wichtig, dass er die ganze Herde in der Wüste zurücklässt, um dem Verlorenen nachzugehen. Aufgeregt und voller Angst, dass dem Kleinen etwas zugestoßen sein könnte, sucht er es, bis er es gefunden hat. Und dann hebt er es auf seine Schultern und trägt es voller Freude und Erleichterung zu den anderen Lieblingen zurück. 

Seien wir doch einmal ehrlich: Manchmal haben wir keinen Bock mehr, weil wir – im Laufe des Lebens – so viel aufgeben müssen, weil uns eine Menge abhanden kommt. Und wie oft fühlen wir uns belämmert, wenn wir uns selbst irgendwie verlieren. Aber wir haben einen guten Hirten, der auf die Suche nach uns geht, weil er uns in seiner Nähe haben möchte. Und wenn wir uns von ihm finden lassen, zieht er uns nicht die Hammelbeine lang; er will uns trösten, stärken und unsere Wunden verbinden. Anschließend hebt er auch uns behutsam auf seine Schultern und trägt uns. Wir dürfen uns bei ihm ausruhen, bis wir – auch mit so manchen Verlust – wieder allein laufen können. Er möchte uns spüren lassen, dass wir keine dummen, schwarzen Schafe für ihn sind. 

Ja, beinahe alles können wir im Leben verlieren. Doch wenn wir uns bewusst in Gottes Liebe verlieren, gehen wir am Ende keineswegs als Verlierer hervor!

Anker

Abwechslung

Jesus Christus bringt die Ab-Wechslung in mein Leben. 

 

Früher wollte ich unbedingt wohlhabend sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich durch seine Armut reich bin.

 

Früher wollte ich unbedingt berühmt sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich von ihm gesehen werde und angesehen bin.

 

Früher wollte ich unbedingt perfekt sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich — in ihm — vollkommen bin.

 

Früher wollte ich unbedingt beliebt sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich seit vorbehaltlos geliebt bin.

 

Früher wollte ich unbedingt gesund sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich durch seine Wunden heil bin.

 

Früher wollte ich unbedingt unabhängig sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich durch die Bindung an ihn frei bin. 

 

Früher wollte ich unbedingt stark sein.

 

Doch Jesus Christus zeigte mir,

 

dass ich — in ihm — „mächtig schwach“ bin.

 

Was für eine Ver-Wechslung! Ich fühle mich wie ausgewechselt!

Anker

Geborgenheit 

Ein-Halt

Die Gräser kommen nicht zur Ruh’,

 

der Wind bläst durch sie — immerzu,

 

sodass sie sich heut zärtlich wiegen

 

und morgen nahezu verbiegen.

 

Bei diesem Treiben frag‘ ich mich:

 

„Warum zerbrechen Gräser nicht?

 

Sie sind sehr lang, empfindlich dünn —

 

weshalb weh’n sie nicht sonst wohin?“

 

Ein Halm erhebt dann seine Stimme.

 

Ich höre zu, das Herz hält inne:

 

„Wir sind mit Wurzeln doch versehen —

 

flach im Boden, leicht zu sehen.

 

Sie halten uns nun bei der Stange.

 

Und wanken wir auch oft sehr lange,

 

so werden sie gestärkt, genährt,

 

was dann Beweglichkeit gewährt.

 

Auf dich stürmt auch so viel herein —

 

der Gegenwind nach Sonnenschein.

 

Du bist im Handeln, Fühlen, Wissen 

 

vom Grund her hin- und hergerissen.

 

Trotzdem musst du nicht verzagen;

 

du kannst ganz tiefe Wurzeln schlagen —

 

bei dem, der sich stets zu dir stellt 

 

und dich zur Ruhe bringt und hält!“

Geborgenheit 

Geborgenheit 

Ansehen

Du bist ein Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn Menschen mich hier unterschätzen,

 

sich nicht mit mir zusammensetzen,

 

wenn sie mich wirklich sehr verletzen

 

und Tränen mein Gesicht benetzen …

 

Du bist ein Gott, der bei mir kniet

 

und mir das Ansehen nie entzieht.

 

Du bist der Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn ich auch Fehler hier begehe

 

und mich dann um mich selber drehe,

 

wenn ich um dein Erbarmen flehe

 

und dir dann meine Schuld gestehe:

 

Du bist der Gott, der mir vergibt

 

und mich ganz vorbehaltlos liebt!

 

Du bist mein Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn ich auch wieder einmal klage

 

und dich vollkommen hinterfrage,

 

wenn ich an Nöten so schwer trage

 

und manchmal kein Vertrauen wage …

 

Womit mein Herz sich auch abmüht:

 

Du bleibst mein Gott, der mich stets sieht!

Geborgenheit 

Geborgenheit 

Durch-Tragen

Die Spuren im Sand,

 

die Schritte im Schnee:

 

Ich bin recht entspannt,

 

weil ich durch sie seh’,

 

— dreh’ ich mich nur um —

 

der Eine geht mit. 

 

Ganz treu, froh und stumm 

 

hält er mit mir Schritt.

 

Er ist auch bei mir

 

in schweren Tagen.

 

Und falle ich hier,

 

so wird er mich tragen.

 

Er sagt das jetzt zu;

 

es gilt das Versprechen.

 

Mein Herz findet Ruh’,

 

es wird nicht zerbrechen!

Geborgenheit 

Geborgenheit 

Feste Grösse

Du bist die feste Größe —

 

im Wandel dieser Zeit.

 

Als Vater und der Höchste 

 

bist du gestern wie heut. 

 

Du änderst nie dein Wesen,

 

bleibst Liebe in Person. 

 

Doch weitest du indessen 

 

dein Handeln und dein Tun.

 

Du bist die feste Größe 

 

und machst dich für uns klein,

 

um uns im Leid zu trösten,

 

von Ketten zu befrei’n.

 

Bei dir sind wir geborgen,

 

auch wenn noch viel verhallt.

 

Du trägst uns heut und morgen,

 

denn du bist unser Halt!

Geborgenheit 

Der Anker hält uns -
auch in den stärksten Stürmen.

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.