Zuhause

Ankommen, um für immer zu bleiben

Zuhause

Zuhause

Jede Reise sehnt sich nach einem Ziel.

Zuhause 

Ich mach' mich auf

Ich mach’ mich auf und komm’ zu dir,

 

lass’ das, was stört, nun hinter mir.

 

Die Sehnsucht hat damit ein Ende; 

 

ich leg’ mein Sein in deine Hände.

 

Längst kamst du, Gott, mir entgegen –

 

mit deiner Liebe, mit dem Segen.

 

Und weil du mir ganz nahe kommst,

 

sogar in meiner Seele wohnst,

 

kann ich es auch in mir erspüren,

 

wie Himmel und Erde sich berühren.

 

Trotz Grenzen und so mancher Schmerzen

 

hab‘ ich nun den Himmel im Herzen!

Zuhause 

Zuhause

Da-Heim

Die Tür geht auf. Ich trete ein.

 

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!“

 

Jetzt bin ich wirklich angekommen,

 

denn du hast mich längst angenommen.

 

Was künftig wird — nun bin ich dein;

 

du bist auf ewig mein Da-Heim. 

Zuhause 

Zuhause

Lebensschiff

Ich steige in mein Schiff 

 

und verlasse den Steg.

 

Ich hab’ alles im Griff,

 

als ich mich beweg’.

 

Die Segel gesetzt —

 

das Steuer in der Hand.

 

Ich bin nicht gehetzt, 

 

bin aufs Ziel gespannt. 

 

Ich schmecke die Weite 

 

auf dem offenen Meer.

 

Ich leb’ ganz im Heute; 

 

das befreit mich so sehr. 

 

Ich hab’ das Vertrauen:

 

Du bist mit an Bord.

 

Du willst mich erbauen 

 

an dem herrlichen Ort.

 

Doch bald will es winden; 

 

es regnet in Strömen. 

 

Ich kann dich nicht finden; 

 

was willst du mir nehmen?

 

Das Schiff kommt ins Wanken; 

 

es droht fast zu sinken.

 

Ich fang an zu bangen — 

 

soll ich hier ertrinken?

 

Das Leben ist grässlich —

 

bei diesem Unwetter.

 

Du bist nicht verlässlich 

 

und doch nicht mein Retter.

 

Denn ich hab’ gedacht

 

Vor allen Gefahren 

 

willst du mich mit Macht 

 

für immer bewahren.

 

Es hat lang gedauert, 

 

bis der Wind sich gelegt.

 

Und dass es geschauert,  

 

hab’ ich auch überlebt. 

 

Das Schiff ging nicht unter; 

 

ich sitz’ schon am Strand.

 

Ich bin ziemlich munter, 

 

weil ich eines erkannt:

 

Du bist es, der rettet, 

 

weil du mich so liebst.

 

Du wirst Wogen glätten, 

 

weil du Schutz mir gibst.

 

Doch vor Leid und Krisen

 

bleib’ ich nicht verschont.

 

Du hilfst mir in diesen.

 

Denn das hast du betont!

Zuhause

Zuhause

So bist du

Wie ein Leuchtturm in der Nacht,

 

der ein Licht ganz still entfacht,

 

weil es mich auf den Weg lenkt

 

und mir neue Hoffnung schenkt —

 

so bist du, mein Gott, für mich.

 

Ich liebe dich inniglich.

 

Wie ein Anker, der mich hält,

 

wenn der Regen niederfällt

 

und der raue Sturmwind tobt,

 

was mein Lebensschiff erprobt —

 

so bist du, mein Gott, für mich.

 

Ich liebe dich inniglich.

 

Wie ein Segel, das bewegt,

 

mich zu neuen Ufern trägt,

 

bis ich schließlich Neuland seh’

 

und auf festem Boden steh’ —

 

so bist du, mein Gott, für mich.

 

Ich liebe dich inniglich.

Zuhause 

Zuhause

Wo befindet sich derzeit deine Seele eigentlich? An welchem Ort hältst du dich innerlich auf? Vielleicht hilft dir ja ein Stadtgespräch dabei, herauszufinden, wo du gerade stehst…

Hast du in letzter Zeit viel Gutes erlebt, dass du sowohl in „Heitersheim“ als auch in „Freudenberg“ verweilst? Vielleicht stand ja ein Ortswechsel ins Haus; vielleicht bist du – trotz Abstand – näher zu Menschen gerückt, die du liebst; vielleicht durftest du viele neue, schöne Erfahrungen sammeln… 

Oder wohnst du gerade in „Lage“, wo alles nach „Weinheim“, nach „Bitterfeld“, nach „Grimmen“ aussieht? Womöglich ist ja ein geliebter Mensch von dir gegangen; womöglich hast du gerade deine Arbeit verloren; womöglich hat dich jemand so tief enttäuscht, dass du düstere Gedanken hegst…

Ein Stadtgespräch verspricht dir eine gute Nachricht: Auch wenn du den Eindruck hast, dass du aus „Finsterwalde“ nicht mehr herauskommst: Du wirst diesen inneren Standpunkt, jenes Örtchen „Stelle“ wieder verlassen. In der Bibel wird uns nämlich verheißen: „Wir haben hier keine bleibende Stadt ….“ (Hebräer 13,14) Früher oder später wird alles anders werden! 

Nach „Schneeberg“ oder „Regensburg“ kannst du wieder „Sonnenwalde“ sehen! Aus „Leer“ darfst du ausziehen; du wirst „Neuenhaus“ bewundern. Auch „Zittau“ lässt du hinter dir; du bekommst neuen Mut und ganz viel Kraft. Lachend wirst du in „Glückstadt“ einkehren – auch schon auf dieser Welt!

Überdies kannst du irgendwann aber auch das große, schöne „Friedland“ kennenlernen … „Seligenstadt“ … „Heiligendamm“, welches auch „das neue Jerusalem“ genannt wird. Dort wird es weder Schmerz noch Leid oder Not mehr geben. Du wirst Jesus Christus begegnen, der deine Tränen von den Augen wischen und dir eine ewig wunderbare Zukunft ermöglichen möchte. 

Dafür darfst du jetzt schon immer wieder nach „Bad Kreuznach“ wandern – dem Ort der Vergebung, des Einswerdens mit Gott. Er selbst möchte dein „Trostberg“ und dein „Treuen“ sein. Und bei ihm wirst du heute schon spüren, dass er dich aus dem „Engen“ führt und dich nach „Freiberg“ begleitet. Stets und ständig will er bei dir sein – im dunklen „Thale“ wie in „Bergen“. Ist das nicht jetzt schon ein „Siegen“?

Zuhause

Ich stehe am Steg und blicke auf das Wasser. Es ist so ruhig, dass sich der Himmel darin widerspiegelt. Doch in mir schlagen die Wellen hoch — die Wellen der Angst, der Unsicherheit, der Zweifel. Denn du hast mir den Auftrag gegeben: „Brich zu neuen Ufern auf und gehe mitten durch das Meer.“

Ich frage mich, warum du mir kein Boot zur Verfügung stellst, damit ich beruhigt die Segel setzen kann, unterwegs nicht ins Rudern komme und das Gefühl habe, dass du mit an Bord bist. Auch könntest du mir die Vollmacht geben, auf dem Wasser zu laufen. Dann käme ich viel schneller voran. Und hinterher könnte ich Menschen von dem Wunder erzählen …

Ich folge deinem Ruf und verlasse den festen Boden unter mir. Langsam und vorsichtig setze ich ein Bein vor das andere und spüre, wie ich immer mehr kalte Füße bekomme. „Ob ich mein Leben gleich in den Sand setze? Ob mir das Wasser bald bis zum Hals steht?“

Es ist merkwürdig: Der entscheidende Schritt ist getan und irgendwie kommt vieles in Gang. Die Angst wird kleiner. Der Mut wird größer. Und ich bin guter Hoffnung, dass ich nicht untergehe. Ja, ich komme irgendwie in die Gänge und wachse über mich hinaus, obwohl — oder gerade weil — ich Aufwind, Gegenwind, Rückenwind erlebe …

Nach etlichen Meilen ist Land in Sicht. Und bald betrete ich Neuland — das Fest-Land. Bevor ich die neue Umgebung erkunde, halte ich noch einmal inne. Ich schaue herunter und merke erst jetzt, dass ich vom Wasser nicht nur nass, sondern auch erfrischt worden bin. Es hat mich sogar an der einen oder anderen Stelle getragen. Den Sand unter den Fußsohlen und zwischen den Zehen nehme ich wahr, sodass ich intuitiv noch einmal zurückblicke. Und dann — dann sehe ich ihn: Den Weg, der für mich vorbereitet und den ich gegangen war. Die Spuren zeigen es, dass ich im Meer(h)r deiner Liebe eingetaucht bin.

Zuhause ist dort,
wo die Seele durchatmen kann.

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.