Himmelfahrt / Pfingsten

Himmelfahrt / Pfingsten

Himmelfahrt / Pfingsten

Himmelfahrt öffnet den Blick, und Pfingsten verändert die Blickrichtung.

Himmelfahrt / Pfingsten

Nach deinem Tod und Auferstehen

 

willst du nun zum Vater gehen.

 

Dann sitzt du endlich auf dem Thron,

 

wirst für die Niedrigkeit belohnt,

 

indem du jetzt das Zepter schwingst

 

und uns mit seinem Geist durchdringst.

 

Doch hin und wieder … dann und wann

 

trägst du die Kluft des Zimmermanns.

 

Du hast uns nämlich unterbreitet,

 

dass du nun vieles vorbereitest:

 

Du nagelst, hämmerst und du bohrst

 

die neue Städte immerfort …

 

Wenn wir von dieser Erde gehen

 

und wir uns endlich einmal sehen,

 

hast du alles zurechtgezimmert.

 

Wir wohnen bei dir nun für immer —

 

in Häusern … schön, wie hier Paläste

 

und feiern mit dir ewig — feste!

Reichtum

Himmelfahrt / Pfingsten

Mancher ahnt nicht im Geringsten,

 

wen uns Jesus längst verheißt.

 

So schickt er uns nun zu Pfingsten 

 

Gott in uns — den Heil‘gen Geist.

 

Er soll uns hier trösten, leiten,

 

uns in alle Wahrheit führen,

 

jeden Horizont auch weiten

 

und die Herzen sanft berühren.

 

Als die Kraft, der Wind, das Feuer

 

wirkt er durch uns forsch: der Geist.

 

Er bleibt Helfer und Befreier;

 

nun ist niemand hier verwaist.

 

Und so wird er uns bewegen,

 

was Begeisterung erweckt.

 

Wir verbreiten ganz viel Segen,

 

weil Geistreiches in uns steckt!

Reichtum

Himmelfahrt / Pfingsten

Gott ist unser Über-Haupt;

 

durch ihn sind wir geboren.

 

Und wer von Herzen an ihn glaubt,

 

ist niemals mehr verloren.

 

Er gibt das Beste für uns hin;

 

wir dürfen ewig leben.  

 

Er schenkt uns einen Neubeginn;

 

wir wollen ihn erheben.

 

Gott ist unser Über-Haupt;

 

er steht an erster Stelle.

 

Und fühlen wir uns ausgelaugt,

 

so treten wir zur Quelle.

 

Da werden Herzen ganz durchtränkt,

 

genährt und neu erfrischt.

 

Ein guter Wein wird eingeschenkt

 

und Brot wird aufgetischt.

 

Gott ist unser Über-Haupt —

 

vom Anfang bis zum Schluss.

 

Und weil die Liebe es erlaubt,

 

kriegt Glaube Hand und Fuß.

 

Gemeinsam packen wir mit an; 

 

zu Taten werden Wörter.

 

Das Über-Haupt schenkt uns Elan, 

 

macht uns zu seinem Körper!

Reichtum

Finsternis bedeckte den ganzen Erdkreis und hüllte die Menschen, die darauf wohnten, in einen schwarzen Schleier, der sie niederdrückte. Das Licht der Sonne hatte sich schon längst verzogen. Keiner sah einen Funken der Liebe mehr. Die Flamme des Glaubens loderte nicht mehr auf. Und niemand nahm noch irgendeinen Hoffnungsschimmer wahr. Alle tappten im Dunkeln, bis nach vielen, vielen Jahren der Feuerzeuge auf der Welt erschien …

Er war nicht nur heißersehnt, sondern schien auch sehr warmherzig zu sein. Er hatte eine mitfühlende Ausstrahlung. Er suchte förmlich die Nähe der Menschen. Und so spürten sie, dass er gekommen war, um Licht in das Dunkel zu bringen.

Vorsichtig begann der Feuerzeuge, diejenigen mit Liebe zu erwärmen, deren Herzen erkältet waren, weil sie zum Beispiel aufs Glatteis geführt worden oder mit denen andere Menschen Schlitten gefahren waren. Diejenigen, die immer nur an Schnee von gestern dachten, machte er bewusst auf das Heute aufmerksam. Er schenkte allen Trost und Zuversicht, bei denen Krisen, Krankheiten und Konflikte hereingeschneit waren. Und denen, die durch Misserfolge und Versagen ins Schlittern kamen, reichte er die Hand, damit sie wieder aufrecht stehen konnten.

Aber der Feuerzeuge ging noch einen Schritt weiter … Es gab viele gebrannte Menschenkinder, die das Feuer scheuten, weil sie sich im Laufe ihres Lebens die Finger oder den Mund verbrannt hatten. Wiederum litten einige darunter, dass sie vom Chef gefeuert wurden und nun arbeitssuchend waren. Und nicht allzu wenige hatten das Strohfeuer kennengelernt — in einer Freundschaft, in ihrer Beziehung, in der Partnerschaft. Jetzt waren sie alle regelrecht ausgebrannt. Aber mit seiner Herzenswärme berührte der Feuerzeuge die Menschen. Schweigend verband er ihre Wunden. Außerdem machte er ihnen klar, dass jeder und jede von ihnen seine große Flamme war.

Die Menschen erhoben sich ganz langsam aus der Asche. Sie fingen wieder Feuer. Und — der Funke sprang über, sodass sie keine kalten Füße bekamen und einander nicht mehr die kalte Schulter zeigten. Sie wärmten sich gegenseitig und machten sich wieder auf, licht zu sein. Ohne es zu bemerken, wurde es dadurch auf der Welt wieder heller.

Der Feuerzeuge blieb natürlich mitten unter den Menschen. Fortan war er nicht mehr so deutlich zu sehen, weil das Strahlen auf die Erde zurückgekehrt war. Aber spürbar mischte er sich weiterhin unter sein Volk, um die Einzelnen mit der Flamme der Liebe zu entzünden, wenn sie wieder einmal zu erlöschen drohte …

Seit Pfingsten weht ein anderer Wind: der Rückenwind, der Aufwind und manchmal auch der Gegenwind.

Himmelfahrt / Pfingsten

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.