Horizont
Wo Hoffnung langsam sichtbar wird
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Es war einmal eine alte, eine altbekannte Frau, die schon einige Jahre auf dem Buckel hatte. Und dennoch war sie jung … so frisch wie der neue Tag, der gerade erwacht war. Zwar ging sie gebeugt an einem Stock, aber irgendwie wanderte sie auch leichten Schrittes durch die Welt. Sie hatte tiefe Falten im Gesicht, doch sie ließ sich – im Laufe der Jahre – noch kein einziges graues Haar wachsen. Auch trug sie eine Brille, aber ihre Augen blickten mit Weitsicht auf die Menschenkinder… Ja, mehr noch: Sie lebte in den Herzen der Menschenkinder, indem sie immer wieder ein Licht entzündete, wenn es in ihnen dunkel geworden war. Sie machte sie stark, wenn sie schwach wurden. Sie richtete sie auf, wenn die Not und das Leid sie in die Knie zwangen. Und sie hauchte ihnen neues Leben ein, wenn ihre Träume oder Wünsche wieder einmal starben. Bei alledem war sie irgendwie nicht totzukriegen…
Horizont
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Die Hoffnung
Die Hoffnung reicht die Hand mir dar;
sie will mein Herz auch streifen.
Sogleich macht sich die Schwermut rar;
ich kann nun auf sie pfeifen.
Jetzt fühle ich mich wieder jung;
ich kann das Leben spüren.
Die Hoffnung gibt mir neuen Schwung;
sie darf mich fortan führen.
Ein Tänzchen fordert sie nun ein;
ich lass‘ mich nicht lang bitten.
Wir beide schwingen Bein für Bein —
mit eleganten Schritten.
Sie singt ein Lied — so schön wie nie;
es bringt mein Herz zum Klingen.
Die sanfte Zukunftsmelodie
darf mich jetzt schon durchdringen!
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Zur rechten Zeit
Mein lieber Vater,
ich weiß: Du bist immer bei mir. Aber — gerade darum verstehe ich dich nicht. Wenn ich beim Anstieg auf einen Berg müde werde, wenn mir im dunklen Tal der Weg kaum noch vor Augen steht oder wenn ich den Gegenwind zu spüren bekomme, könnte ich deine Unterstützung sofort gebrauchen. Und deshalb frage ich dich: Hörst du meine vielen Hilferufe überhaupt? Schaust du weg, wenn ich leide? Und — warum greifst du oft erst in der letzten Sekunde ein?
Mein liebes Kind,
glaube mir bitte: Ich spüre deine Angst, noch bevor du sie aussprechen kannst. Ich höre dein Seufzen, noch bevor du glaubst, dass ich dich vergessen habe. Und es zerreißt mir das Herz, wenn du deine Hoffnung verlierst und nahe daran bist aufzugeben. Ja, ich lasse dich manchmal warten, aber ich verliere dich keinen Augenblick aus meinem Herzen. Auch wenn ich nicht alle deine Wünsche erfülle — erfülle ich doch meine guten Pläne mit dir.
Glaube mir bitte: Ich sehe tiefer; ich denke größer; ich gehe weiter. Während du noch im Dunkeln gehst, habe ich die Lichtung hinter der nächsten Biegung längst im Blick. Während du den Abgrund vor dir wahrnimmst und spürst, wie unsicher deine Schritte werden, strecke ich meine Hand aus, die dich auffangen kann. Während du die Zeit der Not erlebst, leite ich dich zum Ziel, das weiter reicht als alles, was du jetzt verstehst.
Glaube mir bitte: Manchmal lasse ich zu, dass alles still um dich wird, damit du meine Stimme wieder hören kannst. Manchmal halte ich den Wind nicht sofort von dir fern, damit dein Herz spürt, dass du auch im Sturm nicht allein bist. Manchmal nehme ich dir die Angst nicht gleich, damit du erkennst, dass ich größer bin als das, was dich erschreckt.
Was wäre ich für ein Vater, wenn ich jedes Tal ebnete, statt mit dir hindurchzugehen oder jeden Berg abtrüge, statt dich stark werden zu lassen? Ich kenne den Weg, auch wenn der Schmerz oder die Sorge dich blind machen. Niemals lasse ich dich im Stich: Ich gehe vor dir her, wenn du nicht weißt, wohin der Weg dich führt. Ich gehe neben dir her, um dir Mut zuzusprechen, wenn du verzweifelt bist. Ich gehe hinter dir her, um dir Rückendeckung zu geben. Meine Hand ist über dir, auch wenn du sie nicht spürst. Mein Kind, glaube mir bitte: Für dich kommt die Hilfe spät — für dich zu spät kommt die Hilfe nie!
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T-Räume
Du sagst zu mir: „Träum‘ weiter,
ist dein Traum auch zerplatzt.
Sei offen, bleibe heiter,
mach‘ dich darauf gefasst,
dass ich dir Hoffnung schenke
und selbst die Zukunft bin,
dass ich dein Leben lenke.
Der Schluss ist mein Beginn!
So schließe deine Augen
und stelle dir jetzt vor:
Ich öffne dir im Glauben
ganz langsam Tür und Tor.
Dann wirst du vor dir sehen,
was dich erwarten wird.
Es sind mehr als Ideen;
du hast dich nicht geirrt!
Erkennst du nun die Weite;
entdeckst du neues Land?
Ich bin an deiner Seite
und reiche dir die Hand!
Es dauert nicht mehr lange,
dann sind wir endlich da.
Du wirst so viel empfangen,
dein Traum ist endlich wahr!“
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Darf ich dich fragen, ob wir heute einmal mit offenen Karten spielen wollen? Wie geht es dir gerade? Hast du ein gutes oder eher ein schlechtes Blatt auf der Hand? Welche Position nimmt der Kreuzbube, der ein Herz für dich hat, bei dir ein?
Vielleicht hast du den Eindruck, dass du – im Spiel des Lebens – das falsche Blatt auf der Hand hast. Womöglich leidest du an einer Krankheit, sodass du denkst, dass du den schwarzen Peter gezogen hast… Eventuell hast du in deiner Ehe oder am Arbeitsplatz zu hoch gepokert und am Ende deinen Partner oder den Job verloren… Kann es sein, dass du jetzt Angst davor hast, dass alle Karten ausgespielt sind und sich das Blatt niemals wieder wendet?
Ich muss an eine Frau denken, dessen Kartenhaus schon vor 18 Jahren zusammengefallen ist. In Lukas 13 wird von ihr erzählt. Sie ist in sich verkrümmt, konnte sich nicht mehr aufrichten und hatte dadurch – buchstäblich – die A-Karte. Durch ihre Krankheit hat sie ein begrenztes Blickfeld. Sie kann den Leuten nicht richtig in die Augen sehen. Zudem leidet sie an chronischen Schmerzen. Die Last ihres Lebens zwingt sie fast in die Knie.
Aber die Frau macht an einem Sabbat einen entscheidenden Stich. Sie geht in den Tempel, wo Jesus Christus sie sieht und heilt. Er legt einfach Hand an, indem er ihr die Hände auflegt, sodass sie in Zukunft wieder aufrecht durchs Leben gehen kann. Dadurch werden ihre Karten ganz neu gemischt.
Glaubst du eigentlich daran, dass es auch für dich einen Ass im Ärmel gibt? Spiel doch diesen Triumph aus und gehe mit deiner Not zu Jesus Christus. Du bist ihm wichtig, sodass du dir gewiss sein kannst, dass er dich sieht, dass er dich hört, dass er dir hilft. Vielleicht hat er andere Pläne für dich als du. Aber in jedem Fall möchte er dich retten; er möchte dich erlösen und dir den Rücken stärken. Ihn kannst du getrost in die Karten gucken lassen. Als der Sohn Gottes möchte er dein Kreuzbube sein, der ein Herz für dich hat.
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Siehe ... ich mache alles neu
„Siehe, ich mache alles klar!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Der Weg ins Morgen ist ungewiss. Und ich habe ungeklärte Fragen.
Ich weiß nicht, wohin der Weg mich gerade führt.
Warum fehlt mir der Mut, den ersten Schritt zu gehen?
Gott ist doch bei mir!
„Siehe, ich mache alles leicht!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Wie viele Erschwernisse begegnen mir in meinem Leben.
Wenn ich es zulasse, könnten sie mich stark machen.
Warum fehlt mir der Mut, mich den Herausforderungen zu stellen?
Gott ist doch mit mir!
„Siehe, ich mache alles still!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Wie oft ist um mich und in mir Lärm.
Er lenkt mich ab vom Wesentlichen und treibt mich in die Ferne.
Warum fehlt mir der Mut, die Ruhe zu suchen?
Gott ist doch in mir?
„Siehe, ich mache alles echt!“
Das hat Gott mir nicht versprochen.
Meinen Mitmenschen etwas vorzuspielen, ist keine Kunst.
Im Theater des Lebens spiele ich oft meine eigenen Rollen.
Warum fehlt mir der Mut, die Masken abzulegen?
Gott ist doch für mich!
„Siehe, ich mache alles neu!“
Das hat Gott mir längst versprochen.
Er schenkt mir seinen Frieden, das Ungeklärte auszuhalten.
Er schenkt mir die Kraft, um das Schwere anzunehmen oder zu überwinden.
Er schenkt mir die Sehnsucht, ihm in der Stille zu begegnen und echt zu sein.
„Siehe, ich mache alles neu!“
Dieses Versprechen gilt in einer umfangreichen Dimension.
Denn Gott schafft — am Ende der Zeit — eine nie gekannte Welt!
Dort gewinnen wir Klarheit. Keine Schwierigkeit wird es mehr geben.
Endlich werden wir echt sein … und echt überwältigt.
Wir werden vor Gott still und beten ihn an, weil er uns erlöst hat.
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Neufriedeland war ein kleines Dorf am Rande unseres Mittelpunkts. Viele Einwohner hatte es nicht. Nur eine Handvoll von Menschen lebten dort.
Da ist zum Beispiel der Großgrundbesitzer Siegfried. Er lebte mit seiner Familie nicht nur in einer großen Villa, sondern er verpachtete auch ein paar Häuser. In einem wohnte der Großhändler Friedhelm. Oben hatte er ein riesiges Appartement und unten war sein großes Geschäft zu finden. Hier versorgte er die Leute aus Neufriedeland und dem Umland mit allem, was sie zum Leben brauchten. Auch der Großbauer Friedrich belieferte Friedhelm mit dem feinsten Obst und Gemüse. Vor langer Zeit hatten sie einen guten Preis miteinander ausgehandelt, aber im Laufe der Jahre fühlte sich einer der beiden immer übervorteilt.
Ganz grün waren sich auch der Großvater Friedemann und die Großmutter Elfriede nicht. Seiner Meinung nach versalzte sie jedesmal seine Lieblingssuppe. Und das Frühstücksei war auch stets zu hart. Das schmeckte ihm natürlich nicht. Außerdem kriegten sie sich meistens mit den Eltern von Friederike in die Wolle, weil ihre Enkeltochter öfter bei ihnen übernachten sollte, als sie durfte.
Neufriedeland war ein friedliches Dörfchen. Und dennoch gab es ihn auch dort: den täglichen Kleinkrieg wegen Kleinkram, der den Einwohnern das Leben ziemlich schwer machte. Nicht nur Friedrich und Siegfried träumten schon öfters davon, heimlich, still und leise ihr Zuhause zu verlassen und in eine Großstadt zu ziehen. Das einzige, was sie hielt, war die große Verheißung, die auf Neufriedeland lag. Denn eines Tages sollte der langersehnte Friede-Fürst ausgerechnet hierher kommen und etwas Neues schaffen. Wie oft stellten sich die Leute in Neufriedeland schon vor, dass jener ein großes Schloss bei ihnen errichten würde, sodass sie großspurig in den Nachbardörfern damit angeben könnten, zumindest in den Nachrichten einmal groß herauskämen und endlich etwas Großartiges in ihrem kleinen Ort passierte.
Die Jahre gingen ins Land — in Neufriedeland, ohne dass sich viel veränderte. Nur ein unscheinbarer Wandersmann hatte es inzwischen hierher verschlagen. Es war ein Mensch, der irgendwie nicht in das Bild der Bewohner passte. Denn er erkundigte sich bei Siegfried nicht, ob er ein Haus mieten konnte. Am äußersten Rand des Dorfes hatte er sein Zelt aufgeschlagen. Auch kaufte er selten bei Friedhelm groß ein; er lebte von dem, was ihm die Natur bot. Seine Kleidung war verschlissen. Und trotzdem schien der Fremde mit sich im Reinen zu sein. Er wirkte — mit den wenigen Habseligkeiten, die er bei sich hatte — zufrieden zu sein. Und das verstanden die Einwohner von Neufriedeland nicht! Da sie ihm aus dem Weg gingen, wussten sie nicht, wie er hieß. Aber sie hielten ihn einfach nur für einen „Störenfried“.
Am ersten Tag eines neuen Jahres gedachten die Menschen in Neufriedeland stets der alten Verheißung, die auf dem Dorf lag. In ihren Häusern feierten sie das groß. Auch bei Friedemann und Elfriede war die ganze Familie in jenem Jahr eingekehrt: die Geschwister, die Tochter, der Schwiegersohn. Und natürlich durfte auch Friederike nicht fehlen. Doch — diesmal war nicht die große Verheißung Thema Nummer eins bei ihnen, sondern der „Störenfried“. Während sich die Großen mächtig über ihn aufregten, war die kleine Friederike einfach nur gelangweilt.
Irgendwann nahm sie niemand mehr richtig war. Sie zog sich an und ging nach draußen. Sanfte Regentropfen tanzten vom Himmel herab. Und zu ihrer Freude führte sie der leichte Rückenwind zum Rande des Dorfes — dorthin, wo sich der Wandersmann gerade einen Fisch gefangen hatte und ihn nun am offenen Feuer zubereitete. Ein wenig verschüchtert näherte sie sich ihm.
„Du magst doch Fisch, Friederike!“, meinte der Fremde bestimmt. „Willst du mitessen?“, fragte er sie mit warmherziger Stimme.
„W-woher kennst du …, w-woher weißt du?“, stotterte die Kleine verblüfft.
„Ach, weißt du …“, erklärte der Wandersmann, „ich weiß noch viel mehr! In Neufriedeland reden die Menschen viel vom wahren Frieden, aber sie kennen ihn nicht …“
„Was ist denn wahrer Friede?“, wollte Friederike beim Essen wissen.
„Sieh dich um: Ist die Welt nicht reich? Sie bietet genug für uns alle … Doch ein jeder lebt hier, als komme er zu kurz. Deshalb erwartet ihr etwas Großes. Aber Friede beginnt im Kleinen — da, wo Menschen lernen, dankbar zu werden für das, was ihnen bereits geschenkt worden ist.“
Friederike stand auf, machte einen Handstand und sagte kopfüber: „So etwa …?“
Der Fremde lachte. „Ja, so ähnlich … Eure Herzen dürfen sich umdrehen und die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Denn Friede beginnt nicht in einem Schloss, sondern im Inneren eines Menschen.“
„Woher weißt du das alles?“, fragte Friederike erstaunt.
Der Wandersmann blickte sie freundlich an. „… weil ich der bin, auf den ihr in Neufriedeland schon so lange wartet. Der Schöpfer des Universums hat mich zu euch geschickt.“
Friederike riss die Augen auf. „… der Frie …“ Ihr verschlug es die Sprache.
Der Fremde nickte. „Die Erwachsenen nennen mich ‚Störenfried‘. Doch ich bin es: der Friede-Fürst.“
„Den habe ich mir ganz anders vorgestellt!“, rief Friederike. „Du musst mitkommen und es allen erzählen. Du musst etwas verändern!“
Der Friede-Fürst schüttelte sanft den Kopf. „Das kann ich nicht. Ich kann nur dort Friede schenken, wo Menschen mich einladen — in ihr Haus, in ihr Leben, in ihr Herz.“
Friederike lief nach Hause und erzählte ihren Großeltern, ihren Eltern und allen anderen von ihrer friedvollen Begegnung.
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Auf Wiedersehen
Unsere Herzen sind zerrissen,
und die Trauer riesengroß,
weil wir euch so sehr vermissen.
Denn ihr ruht in Gottes Schoß.
Ach, was würden wir drum geben,
die Uhr nochmal zurückzudreh´n,
einen Tag mit euch zu leben,
einen Weg gemeinsam geh´n.
Doch – es ist uns zugesagt:
Es gibt für uns ein Wiedersehen –
in Gottes Welt … ganz unverzagt,
werden wir den Plan verstehen
und euch in die Arme schließen,
endlich herzen, glücklich sein.
Keine Träne wird mehr fließen.
Darauf dürfen wir uns freu´n!
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Letzte Worte
Nach der langen Reise
hab’ ich nun ganz leise
das große Ziel erreicht;
der Weg war gar nicht leicht!
Ich seh’, was ich geglaubt
und fühl’ mich nicht beraubt.
Die Welt ist wunderschön;
ich kann auf Wolken geh’n.
Es gibt nichts, was mir fehlt,
was mich hier nun noch quält.
Der Schmerz ist auch vorbei.
Ich bin so richtig frei.
Du kannst das jetzt nicht seh’n;
sonst würdest du versteh’n,
dass du nicht weinen musst!
Ich leb’ im Überfluss …
So lass‘ die Klagelieder;
wir sehen uns doch wieder!
Das weiß ich ganz genau;
leb’ wohl, Kind, und vertrau’!
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Bleiben
Die Welt hüllt sich ins Schweigen
und will sich nicht mehr dreh’n.
Du kannst nicht länger bleiben
und wirst bald von mir geh’n.
Ich wünsche dir ganz leise:
„Leb‘ wohl, mein alter Freund!
Geh‘ mutig auf die Reise!
Wir bleiben doch vereint!
Du lebst in meinem Herzen
und oben — immerfort.
Dort gibt es keine Schmerzen;
da wird für dich gesorgt.
Kein Mensch kann dich ersetzen;
die Lücke wird besteh’n.
Ich weiß es sehr zu schätzen,
dass wir uns wiedersehen.
Das ist und bleibt das Hoffen,
der Trost in dieser Zeit.
Und doch bin ich betroffen;
ich spür‘ die Traurigkeit.
So nehm‘ ich deine Hände
und geb‘ sie wieder frei.
Gott macht daraus ein Ende
und trotzdem alles neu!
Horizont
Der Horizont
ist die Begegnung von Zeit und Ewigkeit.
Horizont
Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.