Quäntchen Mee(h)r

Wortspiele, Fragen und Fundstücke für den Himmel im Herzen

Quäntchen Mee(h)r

Quäntchen Mee(h)r

Sind Gottes Versprechen Versprecher?

Verlust

Versorgt

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

 

und raubt dir eine Menge Kraft.

 

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

 

was dich herumtreibt, was dich schafft.

 

Er kann wirklich für dich sorgen,

 

denn er hat den Überblick.

 

Um dein Gestern, Heute, Morgen

 

kümmert er sich recht – geschickt!

Es war einmal das Land der tausend Ausrufezeichen. Hier gab es zwar das Blau des Himmels, das Mee(h)r der Liebe, das Tor zur Freiheit, aber kein Ausrufezeichen hatte es bisher entdeckt, weil sie in einem Raum zusammenlebten, wo es nur das Recht und die Ordnung jedes einzelnen Ausrufezeichens gab.

Alle Ausrufezeichen standen für sich … nach einem Vor-Satz, nach einem An-Satz, nach einem Nach-Satz. Und sie waren geradlinig, weil sie dem anderen gegenüber betonten, was — scheinbar — geradeheraus gesagt werden musste. „Ich liege mit meiner Meinung richtig! Was du sagst und tust, ist grundlegend falsch! Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben! Du bist ungenügend! Mit dir stimmt etwas nicht! Ändere dich!“

Die tausend Ausrufezeichen verkrümmten sich — in ihrem Streit und Neid, aus Gram und Scham, in ihrer Klarheit und Starrheit. Allmählich standen sie da wie Fragezeichen, die unsicher geworden waren, ob sie sich immer auf dem Ab-Satz umdrehten wollten, wenn ihr Gegenüber anders war als sie selbst. Denn so machten sie sich keine Freunde. Und — nach echten, nach innigen Beziehungen sehnte sich ein jeder im Land der tausend Ausrufezeichen.

Als der springende Punkt das hörte, eilte er den Ausrufezeichen sofort zur Hilfe. „Warum lasst ihr euch so verbiegen und schimpft nur?“, rückte er die Ausrufezeichen gerade. „Das große Wort hat die Buchstaben über der Welt ausgeschüttet und euch zur Bekräftigung an die Seite gestellt, damit ihr Aussagen der Hoffnung, der Ermutigung, der Liebe formuliert. Warum fangt ihr nicht an, das Gute im anderen zu entdecken?“ Danach machte der springende Punkt einen Punkt und hüpfte davon. 

Im Land der tausend Ausrufezeichen wurde nachgedacht. Die gebeugten Ausrufezeichen mussten auf einmal zueinander aufschauen, und sie taten es mit Einsicht, mit Vorsicht, mit Weitsicht. Auf einmal erkannten sie sich, was sie waren: richtig und wichtig. Sie entdeckten sich auch als Geschöpfe, die erschöpften Worten Kraft geben konnten.

Jedes Mal, wenn sich die tausend Ausrufezeichen in ihrem Land gegenseitig aufrichteten, richteten sie sich unmerklich selbst ein Stück wieder auf. Und irgendwann waren sie — wie früher — gerade, weil sie jetzt öfter vernommen hatten: „Du bist schön!“ oder „Das finde ich toll!!“ oder „Deine Sache machst du wirklich gut!“ Dadurch hatten sie nicht nur Zuversicht gewonnen; ihre Aussicht war auch größer geworden. Sie verließen ihren kleinen Raum und nahmen das Himmelblau wahr — das Mee(h)r der Liebe und das Tor zur Freiheit. Und das war für die tausend Ausrufezeichen noch lange nicht der Schlusspunkt. Denn sie gewannen einander lieb und wurden richtige Freunde, was wie ein Gedankenstrich auf den Zeilen ihrer Geschichte war … 

Musst Du wirklich spuren, um Spuren zu hinterlassen?

Verlust

Niemals abgeschrieben

Mit einer himmlischen Struktur 

 

trägt dein Erfinder die Gravur —

 

inmitten seiner großen Hand;

 

dein Name steht dort imposant.

 

So erweist sich hier sein Lieben;

 

du bist niemals abgeschrieben!

Bist du wirklich gescheitert, wenn du gescheiter aus der Situation hervorgegangen bist?

Quäntchen Mee(h)r

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.