Perspektive
Perspektive
Perspektive
Neue Perspektiven beginnen oft mit einem einzigen Gedanken.
Perspektive
Gedankenblitze
Ich achte darauf, was ich denke,
weil ich dadurch mein Leben lenke!
Ich darf nämlich heute wählen:
Will ich mich stärken oder quälen?
Als der Pilot in meinem Kopf
werd‘ ich ja nie zum armen Tropf …
~ ~
Ich darf Groll und Ärger hegen,
mich über dies und das aufregen,
doch ändert es nichts an der Lage;
es erschwert nur schöne Tage.
Ich darf mir ständig Sorgen machen
und die Ängste gut bewachen,
doch ein Problem, das kommen mag,
raubt nur die Kraft für diesen Tag.
Ich darf auf Katastrophen lauern
und die Vergangenheit betrauern,
doch heute bringt mich das kaum weiter,
das stimmt mich obendrein nicht heiter.
~ ~
Ich darf sofort für mich klären:
Welche Denke wird mich nähren?
Was ist hilfreich, was ist gut?
Wer und was macht mir jetzt Mut?
Schon ein guter Gedanke reicht —
und das Herz wird spürbar leicht!
Der Erfinder des Lebens legte einem Knaben fünf Steine mit in die Wiege und sprach zu ihm: „Diese Gaben sollen dich begleiten, solange du auf der Erde verweilst. Manchmal werden sie schwer auf dir wiegen; manchmal legst du sie auf die Goldwaage; manchmal wirst du merken, wie viel Gewicht sie deinem Dasein geben. Trage sie in deinem Rucksack mit dir durch das Leben und du wirst spüren, dass die fünf Steine zu dir gehören!“
Der Knabe wurde groß und machte sich auf den Weg. Die Last auf dem Rücken verdarb ihm nicht die Lust im Herzen, mutig voranzugehen. Er pfiff fröhlich seine Lieder, während er die Berge und Täler, die Wüsten und Wälder durchquerte.
Nach einer Weile überholte der Knabe ein altes Mütterchen. Aus der Ferne sah er bereits, dass es Schmerzen hatte und nur noch schwerlich vorankam. „Wie viele Steine schleppst du mit dir herum?“, wollte er mitleidig von ihm wissen.
Völlig außer Atem sagte es: „Zwei Steine …“
Der Knabe überlegte leise: „Ich werde beim Erfinder des Lebens bestimmt einen Stein im Brett haben, wenn ich nicht nur meine fünf Steine trage, sondern auch noch andere!“ Und so lud er das alte Mütterchen dazu ein, seinen Rucksack zu leeren und heiter weiterzugehen.
Der Knabe setzte seine Reise fort. Aber irgendwie war er nicht mehr so unbeschwert wie vorher. Er sang seltener Lieder, weil er die Last auf dem Rücken spürte. Und dennoch gab er nicht auf. Er wanderte weiter auf Durststrecken und Auswegen, bis er auf einer Anhöhe einem anderen Menschenkind begegnete. Abgekämpft und verdrossen saß es auf einer Parkbank. Mürrisch schüttelte es den Kopf, weil es mit seinen neun Steinen haderte. „Das ist unfair!“, dachte der Knabe. „Wenn ich ihm einen Stein abnehme, wird ihm ein Stein vom Herzen fallen. Denn dann haben wir gleich viel Last zu tragen.“ Nachdem er mit ihm gesprochen hatte, steckte er sich den einen auch noch in den Rucksack und marschierte weiter.
Allmählich stöhnte der Knabe auf seinem Lebensweg. „Die Last ist so schwer, die der Erfinder des Lebens mir aufgebürdet hat!“ Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Die Striemen des Rucksacks ließen ihn leiden. Und seine Füße hatten mittlerweile auch große Blasen.
Als der Knabe endlich am Ziel angekommen war, fragte er den Erfinder des Lebens: „Warum hast du mir das angetan? Mein Weg war so beschwerlich. Hast du ein Herz aus Stein?“
Milde sah ihn der Erfinder des Lebens an. „Hatte ich dir nicht nur fünf Steine in deine Wiege gelegt? Was ist mit dem Rest?“
„Ich dachte, es ist ein Akt der Nächstenliebe, wenn ich die Lasten meiner Mitmenschen trage!“, rief der Knabe enttäuscht aus.
„Ja, Empathie ist wichtig; Anteilnahme ist richtig, aber du kannst keinem anderen Menschen wirklich seine Gaben abnehmen, weil sie euch von mir gegeben wurden …“, erklärte der Erfinder des Lebens. Er machte eine kurze Pause und fügte dann hinzu: „Lieber Knabe, du sprichst nur von Lasten, aber ich habe euch Gaben mit auf den Weg gegeben. Erinnerst du dich an das alte Mütterchen? Ihm habe ich ursprünglich nur einen Stein anvertraut. Und dem anderen Menschenkind wurden drei Steine überlassen. Aber ihr — ihr seid mir und euch selbst nicht treu geblieben! Als ich euch erfunden habe, habe ich mir ganz genau überlegt, was jede und jeder von euch tragen … ertragen … vertragen kann. Nur daran könnt ihr wachsen und reifen; nur darin könnt ihr aufblühen. Ihr selbst macht euch stein-reich, aber ich möchte, dass ihr sein-reich zu Hause ankommt!“
Perspektive
Will-kommen
Ich halte meine Augen offen
und mache auch mein Herz ganz weit,
denn du willst Wunder-Volles schaffen
und wartest auf die rechte Zeit.
Ich nehme Abschied — will gesunden —,
weil Altes doch von selbst verrinnt.
Ich schaue fortan auch nach unten,
weil Großes immer klein beginnt.
Dann … endlich sehe ich es kommen,
weil du stets hältst, was du versprichst.
Ich hab’ das Kleine wahrgenommen;
du schufst das Ganze aus dem Nichts.
Und nun erfüllt mich dieser Zauber,
den jeder Anfang in sich trägt.
Sowohl das Herz als auch die Augen
sind von dem Wunder tief bewegt.
Ich nehm’ es zaghaft in die Hände,
womit du mich jetzt — hier bedacht.
Es wird mich stärkend auch verändern —
in deiner gütig sanften Macht!
Von Kopf bis Fuss
Lieber Gott!
Ich danke dir dafür, dass du mir einen Kopf gegeben hast, den ich nicht mehr hängen lassen muss.
Ich danke dir dafür, dass du mir Schultern gegeben hast, auf die ich manche Last zu nehmen vermag.
Ich danke dir dafür, dass du mir ein Gesicht gegeben hast, das ich – vor dir – nicht mehr verlieren werde.
Ich danke dir dafür, dass du mir ein Rückgrat gegeben hast, das ich zeigen kann.
Ich danke dir dafür, dass du mir eine Stimme gegeben hast, die ich für andere Menschen erheben darf.
Ich danke dir dafür, dass du mir ein Herz gegeben hast, das ich verschenken kann.
Ich danke dir dafür, dass du mir Hände gegeben hast, die ich nicht in den Schoß legen muss.
Ich danke dir dafür, dass du mir Beine gegeben hast, mit denen ich Menschen entgegengehen kann.
Ich danke dir dafür, dass du mir Knie gegeben hast, die ich vor dir beugen kann.
Ich danke dir dafür, dass du mir Füße gegeben hast, auf die ich – mit deiner Hilfe – immer wieder fallen werde.
AMEN
Wir können unsere Gedanken über-denken
Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.
Perspektive
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