Perle

Den eigenen Wert neu entdecken

Perle

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Du musst nichts leisten, um kostbar zu sein.

Perle

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Du bist eine Kostbarkeit –

 

seit jeher und für allezeit…

 

ob du dich auch dagegen wehrst

 

oder dich noch selbst entehrst,

 

ob du alt bist oder jung –

 

mit ganz viel oder wenig Schwung,

 

ob du in Dur singst oder Moll –

 

für Gott bist du stets wunder-voll! 

Perle

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Unbezahlbar

In meiner Hand habe ich hier 

 

ein dünnes, kleines Stück Papier – 

 

unerheblich, nutzlos, nichtig … 

 

eigentlich auch gar nicht wichtig. 

 

Doch die Bundesbank hat überlegt, 

 

den Wert des Scheinchens festgelegt. 

 

Fünfzig Euro – hoch geschätzt – 

 

wurde für ihn durchgesetzt.

 

Nun kann ich diesen Geldschein halten 

 

oder auch zusammenfalten, 

 

kann ihn kräftig auch zerknüllen, 

 

beschmutzen, schlagen, anbrüllen, 

 

kann ihn feste treten, werfen 

 

und die Falten noch verschärfen. 

 

Doch er bleibt von uns begehrt: 

 

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet – 

 

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

 

Er besteht aus Wasser größtenteils, 

 

aus Mineralien – ebenfalls. 

 

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar: 

 

„Du bist gut und unbezahlbar, 

 

weil ich dich liebe, um dich warb, 

 

meinen Sohn auch für dich gab! 

 

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet, 

 

oft genug zusammengefaltet, 

 

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt. 

 

Doch ganz egal, was bisher war:

 

Für mich bist du ganz wunderbar – 

 

Durch Jesus habe ich dich befreit. 

 

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!“ 

Perle

Im Einklang sein

Wenn es im Leben nicht mehr klingt,

 

die Seele nur in Moll noch singt,

 

dein Herz jetzt aus dem Takt gerät,

 

dann ist es längst noch nicht zu spät,

 

um nun zu fühlen, was nicht stimmt,

 

was dir die Luft zum Singen nimmt.

 

Bei alledem – vergiss es nie:

 

Du hast die Lebensmelodie,

 

die in dir niemals mehr verstummt,

 

in deinem Innern leise summt.

 

So gib nicht auf, such’ doch und sieh’,

 

was deine Note dir verlieh, 

 

die schön und einzigartig ist,

 

durch die du was Besondres bist.

 

Die Seele tanzt dann endlich wieder.

 

Und du — du singst ganz neue Lieder!

Perle

Susanne war mit ihrem sechsjährigen Sohn einkaufen. Auf dem Weg nach Hause war der kleine Tim richtig fröhlich. Er freute sich schon darauf, einen von den vielen Schokoküsse zu verputzen, die er sich ausgesucht hatte. Vergnügt hüpfte er seiner Mama voraus, wobei er den Beutel mit den Lebensmitteln immer hin- und herschwang, der mit so viel Gutem gefüllt war. 

„Sei vorsichtig! “, wurde er ermahnt. „Du trägst Sachen, die kaputtgehen können!“ 

Doch Tim hörte nicht. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Packung mit den Schaumküssen war daheim total lädiert. Tränen kullerten über sein Gesicht. „Die will ich nicht mehr!“, betonte er. 

Nachdem Susanne alle Lebensmittel verstaut hatte, nahm sie Tims Mitbringsel. Sie bückte sich zu ihm herunter, öffnete vorsichtig die Packung und biss in einen Schokokuss hinein, an dem jetzt ein Stück von einem Artgenossen klebte. „Mmh…“, versuchte sie, Tim zu locken, um auch zuzugreifen. Dabei hielt sie ihm die Schachtel vor die Nase. 

Tim schüttelte allerdings vehement den Kopf. „Kannst alle allein essen oder wegschmeißen…“, machte er seiner Mama trotzig klar. 

Susanne sah den Sprössling nachdenklich an. Und dann fragte sie ihn: „Was ist mit deinem Freund Karl? Würdest du ihn auch links liegen lassen, wenn er eine Brille tragen müsste?  Liebst du deine Tante Marianne nicht auch, obwohl sie in einem Rollstuhl sitzt? Und … was ist mit deinem Cousin Luis? Gehört er auch in den Müll, weil er eine Zahnspange trägt?“ 

„Was hat das damit denn zu tun?“, meinte Tim genervt. „Können wir noch einmal in den Supermarkt gehen…?“ 

Geduldig suchte Susanne jetzt einen anderen Schokokuss heraus, an dem eine Ecke fehlte. Sie bot ihn ihrem Kind an. Und nachdem es nörgelnd abgelehnt hatte, nahm sie diesen auch zu sich. „Mmh…“, schmatzte sie bewusst wieder, während sie am Kauen war. 

„Die sind nicht mehr schön! Holen wir neue?“ 

Wieder redete Susanne auf ihren Sohn ein. „Lehnst du Onkel Dieter denn ab, nur weil er bereits seine Haare verloren hat? Magst du Opa Ernst nicht mehr, weil er schwerhörig ist? Und – was ist mit dir, mein Schatz: Momentan fehlen dir ein paar Zähne, aber für mich bist du trotzdem toll! Es kommt doch gar nicht so sehr auf das Äußerliche an, sondern auf den Inhalt!“ Sie hielt kurz inne und sprach dann weiter: „Die Schaumküsse hier sehen vielleicht ziemlich mitgenommen aus, aber sie sind – nach wie vor – mit Gutem gefüllt – und lecker…“ 

Allmählich verstand Tim, was seine Mutter ihm sagen wollte. Zögernd schaute er in die Schachtel. Dann nahm er vorsichtig einen zerdrückten Schokokuss. Er guckte ihn noch ein bisschen misstrauisch an, aber dann ließ sich den Leckerbissen genüsslich munden, bis sein Magen mit Gutem gefüllt war. 

Perle

Bevor durch mich die Welt entstand,

 

da hatte ich dich schon geplant.

 

Wie war und bin ich doch beseelt!

 

Gerade du hast mir gefehlt —

 

als Unikat und Lieblingsmensch!

 

Mit dir erfüllt sich mir ein Wunsch …

 

Drum werde einfach, wer du bist;

 

such‘, was einmalig in dir ist

 

und lebe aus, was du entdeckst,

 

damit du es nicht untergräbst.

 

Gib dich ganz hin und steh‘ dazu.

 

So bleib’ dir treu, denn du bist du!

Perle

Rollenwechsel

Du spielst deine kleine Rollen,

 

willst halt auf der Bühne stehen.

 

Schöpfst du wirklich aus dem Vollen?

 

Wie soll es denn weitergehen?

 

Lass doch diese Maskerade,

 

zeig dich mir ganz ungeschminkt.

 

Dir gilt längst schon meine Gnade,

 

die nur Liebe mit sich bringt.

 

Sei nicht länger Hauptdarsteller;

 

ich bin gern dein Intendant.

 

Dein Leben wird viel essenzieller.

 

Leg das Stück in meine Hand.

 

So wirst du mir applaudieren:

 

Ich erkämpfte dir das Recht.

 

Du wirst nichts mehr inszenieren.

 

Als du selbst bist du dann echt.

Perle

Des Höchsten Mathematik

Mein liebes Kind, hast du gewusst:

 

Für mich bist du ein großes Plus?

 

Und wenn du auch ins Minus kommst,

 

die ganzen Brüche nur betonst,

 

will ich das Mahl gern mit dir teilen 

 

und bei dir ewiglich verweilen!

 

So rechne mit mir — Stück für Stück;

 

das ist des Höchsten Mathematik!

Perle

die kleine Hütte

Hier ist die kleine Hütte —

 

vielleicht ein großes Schloss

 

Ich gehe ein paar Schritte;

 

die Neugier ist sehr groß.

 

Es ist hier leider düster;

 

im Innern brennt kein Licht.

 

Ich hör’ nicht mal Geflüster

 

und sehe kein Gesicht.

 

Wer mag hier drinnen wohnen; 

 

warum ist niemand da?

 

Sind es vielleicht Personen, 

 

die ich noch niemals sah?

 

Ich warte noch sehr lange,

 

dann öffne ich die Tür.

 

Mir wird nun angst und bange;

 

wer lebt in dem Quartier?

 

Ich schleiche durch die Räume

 

und wundere mich schier.

 

Sind das nur meine Träume?

 

War ich schon früher hier?

 

Es ist das Haus des Herzens;

 

vorzeiten ging ich fort.

 

Mich trieben viele Schmerzen

 

an manchen fremden Ort.

 

Doch fand ich nirgends Heimat;

 

so komm’ ich wohl zurück

 

und nehme das, was wehtat, 

 

bewusst in meinen Blick.

 

Ich repariere Schäden, 

 

entsorge allen Schmutz

 

und öffne Fensterläden,

 

das Haus kriegt hellen Putz.

 

Es strahlt im neuen Glanze —

 

so herrlich frisch und rein.

 

Ich singe laut und tanze …

 

im wärmsten Sonnenschein. 

 

Für immer will ich bleiben;

 

ich wohne bei mir selbst.

 

Von hier kann mich nichts treiben, 

 

weil du mich trägst und hältst!

Du bist ein Geschenk

Mein lieber Vater,

irgendwie habe ich meine Freude verloren. Ich bin so müde, erschöpft und kraftlos, weil ich unermüdlich für dich arbeite. Immer gebe ich mein Bestes, um dich dadurch zu loben. Doch — wenn ich ganz ehrlich sein darf, dann gibt mir das alles keine Erfüllung mehr. Und ich frage mich: Warum ist das so? Wie kann das sein?

Mein liebes Kind,

vertraue darauf: Ich habe deine Anstrengungen und Taten gesehen und schätze auch, dass du mir auf diese Weise deine Liebe zeigen möchtest.

Vertraue darauf: In meinen Augen bist du etwas ganz Besonderes. Du bist so wertvoll für mich, dass ich alles dafür getan habe, damit du aus meiner Liebe leben kannst. Sie ist vollkommen bedingungslos. Du musst sie dir nicht erarbeiten.

Vertraue darauf: Es geht mir immer mehr um dein Sein und nicht um dein Tun. Und darum lade ich dich ein, einfach meine Nähe zu suchen. Komm zu mir und ruhe dich aus. Schlafe in meinen Armen ein. Erhole dich. Anschließend setze dich an meinen Tisch. Ich versorge dich mit den leckersten Speisen und Getränken, die dir munden und neue Kraft schenken. Als mein Kind darfst du aus meiner Fülle und Großzügigkeit leben. 

Was wäre ich für ein Vater, wenn ich meine Kinder wie Knechte behandeln würde? Je öfter du fortan Zeit mit mir verbringst, desto mehr darfst du erfühlen, dass es mir nicht auf deine Leistungen ankommt, sondern auf eine echte Beziehung zu dir.  Das wird dich sowohl stärken als auch erneuern. Und dann überlegen wir gemeinsam, welche Gaben und Talente dich auszeichnen. Sie kannst du künftig mit Freude verschenken, weil du erkannt hast, dass du ein großes Geschenk für mich bist!

Perle

Special Guest

Als du das Licht der Welt erblickt,

 

da war dein Schöpfer so entzückt,

 

dass er sich kurz vor dir verbeugte

 

und auf dein kleines Bäuchlein zeigte.

 

Man hörte ihn, wie er mit Macht 

 

ganz leise, lächelnd zu dir sprach:

 

„Ich hab’ mir einen Wunsch erfüllt:

 

Ich schuf dich — als mein Ebenbild,

 

so ganz brillant und wunderbar;

 

du bist ein Einzelexemplar!“

 

So sieh’ dich doch mit Gottes Blick: 

 

Du bist ein echtes Meisterstück — 

 

ein Original, ein Unikat,

 

das so viel von dem Meister hat. 

 

Drum höre auf, dich zu vergleichen; 

 

gedenke mehr an Gottes Zeichen: 

 

das kleine Loch in deinem Bauch!

 

Du bist auch hier durch seinen Hauch —

 

sein Atem, der dich leben lässt … 

 

auf Erden hier als „Special Guest“!

Perle

Selbstwert mit gefühl

Du lässt dich heute treiben … 

 

im Meer, das dich bewegt.

 

Du kannst es kaum beschreiben, 

 

wie dich das Wasser trägt.

 

Das willst du nur erspüren, 

 

bewahrst jetzt ruhig Blut.

 

Es gibt nichts zu verlieren.

 

Mit dir ist alles gut!

 

Du hast dich abgestrampelt — 

 

vielleicht dein Leben lang, 

 

in dir auch viel zertrampelt; 

 

das war kein schöner Gang.

 

Du wurdest immer müder,

 

bewahrtest deinen Schein.

 

Doch heute bist du klüger; 

 

es geht nur um dein Sein. 

 

Du hast doch eine Ehre, 

 

ein Selbstwert mit Gefühl.

 

Du bist befreit von Schwere, 

 

willst nicht mehr viel zu viel.

 

Du bist nicht mehr getrieben — 

 

im Meer, das Leben heißt 

 

und kannst dich selber lieben, 

 

was Frieden dir verheißt! 

Perle

Ansehen durch Ansehen

Du bist ein Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn Menschen mich hier unterschätzen,

 

sich nicht mit mir zusammensetzen,

 

wenn sie mich wirklich sehr verletzen

 

und Tränen mein Gesicht benetzen …

 

Du bist ein Gott, der bei mir kniet

 

und mir das Ansehen nie entzieht.

 

Du bist der Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn ich auch Fehler hier begehe

 

und mich dann um mich selber drehe,

 

wenn ich um dein Erbarmen flehe

 

und dir dann meine Schuld gestehe:

 

Du bist der Gott, der mir vergibt

 

und mich ganz vorbehaltlos liebt!

 

Du bist mein Gott, der mich stets sieht,

 

mir nahe ist, nie von mir flieht,

 

wenn ich auch wieder einmal klage

 

und dich vollkommen hinterfrage,

 

wenn ich an Nöten so schwer trage

 

und manchmal kein Vertrauen wage …

 

Womit mein Herz sich auch abmüht:

 

Du bleibst mein Gott, der mich stets sieht!

Manche Schätze erkennt man erst auf den zweiten Blick.

Vielleicht findest Du auch hier ein Wort, das Dein Herz erfreut.

Wenn Dich diese Worte begleiten haben, dürfen sie gern weitergehen.