Neuanfang
Neuanfang
Neuanfang
Manchmal beginnt ein Anfang dort,
wo etwas zu Ende gegangen ist.
Neuanfang
Neuanfang
(K)Ein Aus
Wenn du jetzt alle Türen schließt,
dann öffnest du ein Tor,
zu dem du meine Seele ziehst;
und bald steh ich davor.
Ich sehe hier ein weites Land —
mit neuen Perspektiven.
Es zieht mich ganz in seinen Bann;
die Spur wird sich vertiefen.
Ich blicke fortan nicht zurück;
die Zukunft steht mir offen.
Du gibst die Fülle, willst mein Glück;
das lässt mich glauben, hoffen:
Es gibt kein Aus und kein zu spät;
ganz weit wird nun mein Herz.
Ich weiß jetzt, dass es weitergeht;
drum schreite ich vorwärts.
Neuanfang
Neuanfang
Vergeben - Erheben
Komm‘ schon und steh‘ wieder auf;
nimm das Scheitern ruhig in Kauf.
Aus Fehlern wird man immer klug;
darum ist einer nicht genug!
Du wirst viele noch begehen
und erst im Nachhinein verstehen,
dass du — selbst als treuer Christ —
an ihnen reifst und wachsen wirst.
Komm‘ schon und steh‘ wieder auf,
denn Perspektiven gibt’s zuhauf,
wenn du dir endlich selbst verzeihst
und dich an meiner Gnade freust.
Ich bin von dir doch nicht ernüchtert
und bleibe stets dein Auf-Richter.
Du darfst dich aus dem Staub erheben,
gut aufgehoben weiterleben!
Neuanfang
Neuanfang
Ich schaue nach hinten,
lass das Gewesene los.
Ich kann überwinden,
denn ich bin jetzt groß.
Ich werde im Herzen
das Gute behalten,
das Leid so verschmerzen;
ich trenn’ mich vom Alten.
Ich schaue nach innen
und staune nur schier.
Ich will mich besinnen:
Ein König wohnt hier.
Er will mich nicht knechten,
hält mich niemals klein.
Auch in meinen Nächten
will er mein Licht sein.
Ich schaue nach vorne.
Das Herz wird ganz weit,
hab’ so viel bekommen,
was mir Flügel verleiht.
Ich fühle das Freie
und geh’ Schritt für Schritt,
entdecke das Neue.
Und du kommst ja mit.
Ich schaue nach oben
und darf hier noch hoffen.
So will ich dich loben;
der Himmel ist offen.
Ich habe den Glauben;
mich erwartet noch viel.
Nichts kann das rauben,
denn du bist mein Ziel!
Neuanfang
Neuanfang
Will-Kommen
Ich halte meine Augen offen
und mache auch mein Herz ganz weit,
denn du willst Wunder-Volles schaffen
und wartest auf die rechte Zeit.
Ich nehme Abschied — will gesunden —,
weil Altes doch von selbst verrinnt.
Ich schaue fortan auch nach unten,
weil Großes immer klein beginnt.
Dann … endlich sehe ich es kommen,
weil du stets hältst, was du versprichst.
Ich hab’ das Kleine wahrgenommen;
du schufst das Ganze aus dem Nichts.
Und nun erfüllt mich dieser Zauber,
den jeder Anfang in sich trägt.
Sowohl das Herz als auch die Augen
sind von dem Wunder tief bewegt.
Ich nehm’ es zaghaft in die Hände,
womit du mich jetzt — hier bedacht.
Es wird mich stärkend auch verändern —
in deiner gütig sanften Macht!
Neuanfang
Eine Weide
Ich sehe eine Weide;
im Herbst spricht sie mich an:
„Erkennst du, wie ich leide?
Ich bin ja so arm dran!
Denn gestern kamen Leute;
sie nahmen mein Geäst.
Ich fühl‘ mich ausgebeutet,
durch Schmerzen sehr gestresst!“
Ich sehe eine Weide;
im Winter schweigt sie still.
Ich hatte durch das Schneiden
ganz großes Mitgefühl.
Doch — nun muss sie nichts tun,
sie ist noch so geschafft.
Jetzt darf sie in sich ruh’n;
das gibt ihr neue Kraft.
Ich sehe eine Weide;
im Frühling jubelt sie:
„Siehst du die jungen Zweige?
Sie grünen wie noch nie!
Ich wachse von tief innen;
auf Wurzeln kommt es an.
Ich lebe nur aus ihnen;
das hab’ ich nicht geahnt!“
Ich sehe eine Weide;
im Sommer zeigt sie schier:
Aus ihr entspringt nur Freude;
die Hoffnung wohnt in ihr,
dass auch nach dem Beschneiden
viel Neues aus ihr sprießt
und sie zu manchen Zeiten
die Augen-Weide ist!
Neues beginnt oft mit dem ersten Schritt,
und Gott geht mit.