Ich bin bei dir

Ich bin bei dir: Mein liebes Kind! Siehst du mich? Ich bin im Marienkäfer, der sich auf deine Hand setzt. Ich bin im Vergissmeinnicht, das du auf der Wiese entdeckst. Ich bin in der Weite des Meeres. Ich stecke im Panorama der Berge. Hörst du mich? Ich bin in der Schneeflocke, die leise vom Himmel fällt. Ich bin im Regenschauer, der an dein Fenster prasselt. Ich bin im Zirpen der Grillen. Ich bin im Wind, der durch die Bäume raschelt. Spürst du mich? Ich bin im…

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Darf ich bitten

Sag, darf ich bitten? Komm’, tanze mit mir —  nach Walzerschritten. Ich stehe schon hier. Nichts soll uns lähmen …  auch nicht unsre Sorgen.  Wir wollen vernehmen  die Klänge von morgen. Sie lassen uns hoffen  und geben uns Schwung: Der Himmel ist offen;  die Hoffnung hält jung. So schenk’ mir den Tanz  und glaube mit mir.  Ins Herz schreitet Glanz  im Heute und Hier!  Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen Worten recht viel ausdrücken, was…

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Engel für Jana

Seit ein paar Jahren bin ich nicht nur hier auf meiner Homepage, sondern auch auf Facebook zu finden. Dort lade ich meine Geschichten, Gedichte oder Andachten hoch, um Menschen zu erfreuen und sie zu ermutigen. Viele, sehr viele positive Rückmeldungen habe ich bereits bekommen. Leute, die ich überhaupt nicht kenne, bedanken sich für meine Impulse, was mir wiederum gut tut. Das alles sind „Engel für Jana“! Über diese Plattform habe ich auch den Verleger meiner Biografie „Nicht auf den Kopf gefallen, oder?!“ gefunden. David Neufeld ist…

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Ein Silberstreif am Horizont

Ein Silberstreif am Horizont — der Himmel ist nicht hinter‘m Mond. Er ist von uns auch gar nicht fern; zu uns kommt jetzt der Morgenstern, der uns das Licht, die Hoffnung gibt  und der uns in den Himmel liebt, auch wenn Nächte sich noch häufen: Es gibt den großen Silberstreifen! Ein Silberstreif am Horizont, in dem sich unsre Seele sonnt. Der Himmel strahlt uns leuchtend an und zieht uns ganz in seinen Bann. Er bleibt für immer auf der Welt  und zeigt uns, dass die Liebe…

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Ein Engel

Ein Engel ist mir heut erschienen,  als ich Kraft und Trost vermisst. Er kam her, um mir zu dienen,  weil mich Gott wohl nie vergisst.  Ich vernahm himmlische Sätze,  die mein Herz ganz tief berührt. Und sie sind und bleiben Schätze;  ich habe neuen Mut gespürt!  Ein Engel ist mir heut begegnet  —  durch den Gast bei mir zu Haus’.  Er hat Wege mir geebnet …  in den weiten Raum hinaus. Und nun sehe ich das Freie,  das mir Möglichkeiten gibt. An meiner Seite ist der…

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Ein Königreich für Frieden

Ein Königreich für Frieden —  wir sind nicht abgeneigt,  wo Menschen sich nur lieben  und jede Waffe schweigt,  wo wir auf Macht verzichten  und Neid ein Fremdwort bleibt,  wo wir uns nicht mehr richten  und Gier uns nicht umtreibt. Ein Königreich für Frieden —  das ist uns noch recht fremd,  wo jeder ganz entschieden  dem andern alles gönnt,  wo wir dann auch erachten,  es nützt doch kein Vergleich,  wo wir uns selbst betrachten  und sehen: Wir sind reich.  Ein Königreich für Frieden —  es ist uns…

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Frühlingsherz im Schnee

Frühlingsherz im Schnee: Das kleine Herz — es zittert  vor Kälte und vor Angst.  Es hat schon lang gewittert,  warum es sich verschanzt. Es ist so voller Trauer,  sodass es fast zerreißt.  Dann fällt noch Regenschauer;  es rutscht auf Schnee und Eis. Es möchte sich erheben,  die Frühlingssonne spür’n  und endlich kraftvoll leben,  im Winter nicht erfrier’n. So kann es nur beschließen,  das Leid sich anzuschau’n. Die vielen Tränen fließen;  der Schnee in ihm kann tau’n. Das Herz kann zu sich stehen  und schlägt in seinem…

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Gott, der mich sieht

Gott, der mich sieht: Du bist ein Gott, der mich stets sieht,  mir nahe ist, nie von mir flieht,  wenn Menschen mich hier unterschätzen,  sich nicht mit mir zusammensetzen,  wenn sie mich wirklich sehr verletzen  und Tränen mein Gesicht benetzen …  Du bist ein Gott, der bei mir kniet  und mir das Ansehen nie entzieht.  Du bist der Gott, der mich stets sieht,  mir nahe ist, nie von mir flieht,  wenn ich auch Fehler hier begehe  und mich dann um mich selber drehe,  wenn ich um…

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Wenn mir das Leben Rätsel aufgibt

Was mache ich, wenn mir das Leben Rätsel aufgibt? Das fragte ich mich im Februar 2022. Ich war sehr krank. Der Schnee fiel darum im meinem Herzen und führte mich fast aufs Glatteis. Denn ich war versucht, den Mut zu verlieren und die Hoffnung aufzugeben, dass der Winter jemals enden würde. Doch — irgendwann erinnerte ich mich an ein Zitat von Viktor Frankl: „Sinn kann nicht gegeben werden, sondern muss gefunden werden.“ Also überlegte ich, wie ich der Krise ihren Zweck abgewinnen und in der dunklen…

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Die kleine Hütte

Die kleine Hütte: Hier ist die kleine Hütte —  vielleicht ein großes Schloss. Ich gehe ein paar Schritte;  die Neugier ist sehr groß. Es ist hier leider düster;  im Innern brennt kein Licht.  Ich hör’ nicht mal Geflüster  und sehe kein Gesicht.  Wer mag hier drinnen wohnen;  warum ist niemand da? Sind es vielleicht Personen,  die ich noch niemals sah? Ich warte noch sehr lange,  dann öffne ich die Tür. Mir wird nun angst und bange;  wer lebt in dem Quartier? Ich schleiche durch die Räume …

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Aus heiterem Himmel

Aus heiterem Himmel: Der Strand erscheint wie eine Insel — ein Plätzchen nur für mich gemacht. Dann nimmt der Schöpfer einen Pinsel … kurz vor dem Anbruch jener Nacht. Er taucht die Welt in viele Farben; der Himmel wirkt jetzt rot und blau. Das Gelborange will mich nun laben; die Wolken tanzen weiß und grau. Das Meer spiegelt die Farben wider; die Erde ist nostalgisch bunt. All das verbildlicht viel vom Sieger; er tut mir seine Größe kund. Dann höre ich das Wellenrauschen; die Seele ist…

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Was ich an den Schwänen seh‘

Was ich an den Schwänen seh': Als ich heut am See spaziere, sehe ich die stolzen Tiere — zwei Schwäne, die sich da am Steg gemütlich, friedvoll hingelegt. Die Sonne darf die beiden wärmen — und ich kann vieles durch sie lernen, denn ohne irgendwas zu tun, kann jeder in sich selber ruh‘n. Sie wachen auf und putzen sich. Was ich nun denke, stört sie nicht. Sie halten sich ganz einfach rein  und tun es nur für sich allein. Nach einer Weile steh‘n sie auf; noch…

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Auf meinem Lebenslauf

Auf meinem Lebenslauf:  Auf meinem Lebenslauf  geh‘ ich auf allen Wegen  dem Vaterhaus entgegen. Dafür nehm‘ ich viel in Kauf, weil ich Berge erklimme und Täler durchschreite, in rauen Lüften gleite, und Meere durchschwimme. Auf meinem Lebenslauf  ist es nicht immer einfach. Ich falle, fühle mich schwach  und steh’ trotzdem wieder auf. Als Pilger auf der Erde  erspähe ich mein Ziel — das herrliche Domizil,  wo ich erwartet werde! Gedichte zu schreiben, ist eine ganz besondere Leidenschaft von mir. Denn schließlich kann ich mit einigen wenigen…

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Wie im Nebel

Wie im Nebel: Lieber Gott! Manchmal sehe ich alles „wie im Nebel“ – nicht nur in dieser Jahreszeit, sondern auch in meinem Alltag. Ich weiß nicht, wo es langgeht; ich sehe meinen Weg nicht… Ich sehe kaum die Hand vor meinen Augen. Es ist eben mehr, als keinen Dunst zu haben! Im gewissen Sinne bin ich „geistig umnachtet“! Mein Verstand ist „wie vernebelt“ – und mein Herz irgendwie auch! Doch dann gehe ich ihn … den ersten Schritt; ich gehe ihn im Glauben, dass du mich…

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Ich mach‘ mich auf

Ich mach’ mich auf: Ich mach’ mich auf und komm’ zu dir, lass’ das, was stört, nun hinter mir. Die Sehnsucht hat damit ein Ende;  ich leg’ mein Sein in deine Hände. Längst kamst du, Gott, mir entgegen – mit deiner Liebe, mit dem Segen. Und weil du mir ganz nahe kommst, sogar in meiner Seele wohnst, kann ich es auch in mir erspüren, wie Himmel und Erde sich berühren. Trotz Grenzen und so mancher Schmerzen hab‘ ich nun den Himmel im Herzen! „Ich will mich…

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Thomas und der Herr

Thomas und der Herr: Der Zweifel hat sein Herz durchbohrt;  er glaubt nicht mehr an morgen. Denn sein geliebter Herr ist fort;  am Kreuz ist er gestorben.  Auf all die Jünger hört er nicht;  er kann sie kaum verstehen,  als einer nach dem andern spricht:  „Ich hab’ ihn schon gesehen!“ Für Thomas ist jetzt alles trist;  der Herr soll sich beweisen,  dass er vom Tod erstanden ist. So würde er ihn preisen.  Und Jesus kommt dem Jünger nah  und zeigt ihm seine Wunden. Da spürt der…

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Mehr-Blick

Mehr-Blick: Er und sie sind frisch vermählt  und geben nun ein großes Fest,  weil einfach nur die Liebe zählt,  die sich mit Freunden feiern lässt. Sie haben wochenlang geplant,  damit kein Missgeschick entsteht.  Doch sie haben nicht geahnt,  dass viel zu früh der Wein ausgeht. „Was sollen unsre Gäste denken;  was biete ich noch allen an?  Ich hab’ nichts, um einzuschenken!“,  denkt enttäuscht der Bräutigam.  Doch — auch Jesus ist zugegen;  tritt für all die Menschen ein.  Er bringt Freude und auch Segen;  verwandelt Wasser nun…

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Der Pharisäer Nikodemus

Der Pharisäer Nikodemus: Der Pharisäer Nikodemus  hat über Gott schon viel gewusst   und auch Erfahrungen gemacht.  Und dennoch treibt es ihn bei Nacht  zu Jesus hin, der Wunder tut. Er hofft und glaubt, fasst durch ihn Mut,  weil dieser Meister andres lehrt,  die Kranken heilt und Herzen nährt. Erst redet er den Brei ganz heiß. Doch Jesus sagt, was er nicht weiß: „Du musst noch einmal hier auf Erden  von oben schlicht geboren werden —  durch Wasser und durch meinen Geist,  der dir den Weg…

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Wie ein Garten sein

Wie ein Garten sein: Ich möchte wie ein Garten sein,  weil er sich stetig wandelt. Ich bin dann selbst bei mir daheim  und will nur leise handeln.  Dem Sturm, dem Winter halt’ ich stand,  hab’ Kraft in mir gespeichert,  was hier — auf diesem kleinen Land — die Welt um mich bereichert. In jedem Frühling treib’ ich neu;  ich will nichts hinterfragen  und fühle mich ganz frisch und frei,  zu blüh’n und auszuschlagen.  Im Sommer reife ich heran;  ich will mich gar verschwenden,  bis ich im…

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Seine Tochter

Seine Tochter: Seit Jahren hat sie ihre Tage. Und das ist wirklich eine Plage,  weil die Erkrankung regelrecht  behindert und natürlich schwächt.  Sie hat schon alles ausprobiert  und jeden Facharzt konsultiert. Ihr „Fall“ gilt nun als hoffnungslos.  Und ihre Not bleibt riesengroß. Obwohl sie sich — bei allem Frust —  an jede Vorschrift halten muss,  mischt sie sich doch in das Gedränge;  die Ohnmacht treibt sie in die Enge. Sie will sich selbst nicht isolieren, des Herrn Gewand nur kurz berühren, weil das Vertrauen in ihr…

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Ergreifend von Gott ergriffen

Ergreifend von Gott ergriffen: Ich hab´s noch nicht begriffen; es ist fast wie ein Traum. Doch bin ich jetzt ergriffen: Ich darf dir, Gott, vertrau´n. Du bist mein Licht, mein Leben, die Hoffnung und das Ziel. Du hast mir Halt gegeben, nachdem ich so tief fiel. Ich lief in deine Arme. Sie waren ausgestreckt. Ich spürte dein Erbarmen, hab´ Liebe erst entdeckt. Seitdem blick´ ich nur vorwärts, ergreife deine Hand und liebe so dein Vaterherz. Es ist mir zugewandt und lässt mich ganz vergessen, was früher…

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Der Zöllner Zachäus

Der Zöllner Zachäus: Jahrein, jahraus sitzt er am Zoll  und haut sich selbst die Taschen voll,  was Steuerzahlern gar nicht passt. Für sie ist er nur eine Last. Er ist so reich und fühlt sich arm;  jetzt kennt er Einsamkeit und Scham. Im Herzen spürt er Stück für Stück:  „Das viele Geld bringt mir kein Glück!“  Doch Jesus kommt in seine Stadt,  der noch viel mehr zu bieten hat.  Mit Sehnsucht ist der Mann vernetzt,  weil er sich in Bewegung setzt. Er steigt ganz schnell auf…

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Fruchtbar

Fruchtbar: Am Weinstock hängen Reben —  so saftig und so prall. In allen steckt das Leben;  das sieht man überall.  Sie lassen sich nur hängen, und niemand treibt sie an,  sich richtig anzustrengen;  sie sind am Weinstock dran.  Hier wollen sie nur bleiben  und denken nicht an Flucht. So geht das Wachsen, Treiben;  dadurch bringen sie Frucht.  Ich möchte neu begreifen,  was in dem Gleichnis klingt: Ich werde wachsen, reifen,  wenn es mir auch gelingt,   beim Schöpfer „abzuhängen“,  bewusst bei ihm zu sein. So kann…

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Ausgeraubt oder reich beschenkt

Ausgeraubt oder reich beschenkt: Ein Mann, der an das Gute glaubt,  muss Grausames ertragen.  Er wird von Fremden ausgeraubt,  getreten und geschlagen.  Am Wegesrand liegt er verletzt —  wahrscheinlich viele Stunden.  Wer hilft dem armen Mann denn jetzt, verbindet seine Wunden?  Ein Priester und auch ein Levit …  wir kennen die Geschichte … —  sie haben sich nicht hingekniet,  den Mann nicht aufgerichtet.  Ein Fremdling nimmt sich seiner an;  er wird nun für ihn sorgen,  weil Liebe halt nicht anders kann. Sie bleibt ja nicht verborgen. …

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Ewige Augen-Blicke

Ewige Augen-Blicke: Ich kann es oftmals gar nicht glauben:  Ein Funkeln ist in deinen Augen. Du hast ein freundliches Gesicht  und lächelst — fällt dein Blick auf mich. Du bist mir ewig zugewandt;  das habe ich durch dich erkannt. Und wenn ich mich dir doch entziehe,  vielleicht auch manchmal vor dir fliehe,  so kommst du mir ganz still entgegen —  auf allen Ab- und Umwegen. Wo ich auch steh’, ist dir vertraut,  denn du hast mich ja angeschaut.  Und wenn ich leide — manche Qual  im…

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Zu dir hingezogen

Zu dir hingezogen: Dein Herz hat meins ganz tief berührt  und mich zu dir sanft hingeführt. Nun weiß ich mich nicht mehr allein;  du gibst der Seele ein Daheim,  in dem sie sich geborgen fühlt —  von deiner Liebe zart umhüllt. Ich muss mich vor dir nie verstellen,  kann im Vertrauen dir erzählen,  was mich beschämt und mich bedrückt,  beflügelt, stärkt und auch erquickt.  Dein Mitgefühl ist riesengroß —  die Liebe ganz bedingungslos. So darf ich mich fest an dich schmiegen,  in deiner Milde mich nun…

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Er-Leben

Er-Leben: Ich spüre in der Stille,  wie gut du zu mir bist. Ich hab’ in dir die Fülle,  weil Leben überfließt. Denn du bist meine Quelle,  die mich hier nährt und tränkt,   die mir vor Ort und Stelle  nur reine Liebe schenkt.  Ich spüre in der Tiefe,  wie reich du mich gemacht.  Du bist die größte Hilfe —  auch mitten in der Nacht.  Ich lern’ zu unterscheiden,  was Wert hat und was nicht. Du bist in allem Leiden  die Kraft und Zuversicht.  Ich spüre in…

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Hin-Gaben

Hin-Gaben: Es gibt so viele gute Gaben,  die ich so frei empfangen habe: Gesundheit will ich gleich erwähnen,  all das, was ich zu mir nehme —  das Brot, das Wasser, das Gekochte,  auch wenn ich Reis noch niemals mochte.  Ich hab’ zwei Zimmer und ein Bett,  das Hemd, die Hose, ein Jackett …  Doch neben materiellen Sachen  gibt es das Weinen und das Lachen —  mit meinen Freunden wohlgemerkt,  denn das Zusammensein bestärkt.  Ich weiß um Nachbarn und Kollegen;  Verwandtschaft ist ein großer Segen. Und auch…

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Hoffnungssänger

Hoffnungssänger: Samstagmorgen um halb acht:  Zu Ende ist nun meine Nacht,  denn vor dem Fenster zwitschert leise  der kleine Vogel namens Meise  und macht mich unter meinem Dach im Morgengrauen schon hellwach. Erst ärgert mich ja dieser Wecker;  in meinem Herzen ist Gemecker: „Wie kann man denn im Dunkeln singen  und fröhlich auf den Ästen springen?  Was hat das kleine Tier entdeckt?“ Mein Interesse ist geweckt!  So geh’ ich an die Fensterscheibe,  wo ich dann lange stehenbleibe. Ich hör’ in aller Seelenruh’  nun jener kleinen Meise…

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Tief verwurzelt sein

Tief verwurzelt sein: „Ob der Baum im Innern wettert?”,  frag’ ich in der Winterzeit.  „Denn der Sturm hat ihn entblättert.  Wo ist denn sein Sommerkleid? In dem Frühling gab er Blüten  und nach Wochen reife Frucht. Doch dann kam des Windes Wüten,  das Entlauben auch mit Wucht.“ „Nein, ich bin nicht aufgelöst  und schon gar nicht durch den Wind. Hat der Herbst mich auch entblößt —  etwas Neues schon beginnt.  Jede Wurzel tief im Boden  nährt das Leben in mir drin. Und die Krone zeigt nach…

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